Kategorie: Landesliga 1b

Punktejagd geht weiter – 1b-Rebels treffen auf Schwenningen

Am Samstag, 20.01.2018 um 20 Uhr treffen die Waldau-Cracks auf den alten Rivalen vom Neckarursprung, der ein unangenehmer, ja teilweise unberechenbarer Gegner ist.

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Felix Feichter im Duell, lauernd Dennis Wanner

Einmal in Fahrt gekommen sind die Helios-Cracks kaum zu bremsen und in der Lage einen Gegner auseinanderzunehmen.
Auf der anderen Seite stehen sich die Spieler um Coach Lukas Kubes mit Strafzeiten oft selbst im Weg, und so manches Spiel zieht dann in eine andere Richtung.
Dass sie es können, haben sie bereits mehrfach bewiesen: der 10:4-Kantersieg zuhause gegen Zweibrücken am letzten Spieltag spricht für sich.
Auch die Rebellen hatten die erste Begegnung am Bauchenberg zunächst dominiert und dann wider Erwarten aus der Hand gegeben und letztlich mit 2:6 verloren.
Da aber ein FSV-Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt wurde, gab es eine Verbandsentscheidung und Stuttgart wurden die Punkte übertragen.
Dies war allerdings nicht die letzte Sanktionierung.
Auch das FSV- Auswärtsspiel gegen Esslingen wurde aus anderen Gründen ähnlich entschieden und die 3 Zähler kampflos auf das Esslinger Konto gebucht.
Das macht keinem Spaß, denn Hockey sollte immer sportlich entschieden werden und 3 Punkte, die man erkämpft, haben einen völlig anderen Stellenwert.
So ist aber der derzeitige Tabellenplatz erklärt, der sicherlich nicht das Leistungsvermögen des FSV Schwenningen repräsentiert, denn mit Top-Leuten wie zum Beispiel Sascha “Milo” Milovanovic, der bereits Zweitliga-Erfahrung vorweisen kann, und auch anderen Regionalliga-gestählten Cracks wie z.B. K.Krause, Seemann, Flaig usw. spielt man beinahe jedes Jahr in der oberen Tabellen-Hälfte mit.
Schaut man auf die eben erwähnte -nicht aussagekräftige- Tabelle der Landesliga BW, wird auch klar, dass das Spiel am Samstag kein Selbstläufer wird.
Auch wenn die 1b-Rebellen mit dem Heimsieg gegen Esslingen einen Meilenstein setzen konnten, wird das Schwenningen-Spiel zum großen Prüfstein für das Team um Eric Strieska.

MaxStrehle
Bärenstark:  1b-Torjäger Max Strehle

Hinzu kommt, dass sich der Stuttgarter Erfolg in der Liga herumgesprochen haben dürfte, was zu einer neuen Situation führen wird: die 1b-Rebels werden vom Jäger zum Gejagten.
Aber letztlich ist es wie immer egal, wer den 1b-Rebels am Samstag die Sticks zur Begrüßung in die Höhe hebt, der Fokus liegt ganz klar auf der eigenen Leistungsfähigkeit und dem Bewusstsein, was man mit engagiertem Trainingseinsatz und Willen alles erreichen kann.
Dieses Erfolgserlebnis weckt die Gier auf weitere Punkte.

Mit der grandiosen Unterstützung der Fans wird die Eiswelt-Besatzung am Samstag wieder ans Limit gehen und sich mit voller Wucht ins Gefecht stürzen.

Herzlich Willkommen in der härtesten Eisdiele der Stadt!

Eiswelt StuttgartTabelle_aktuell_13_Jan_2018
Samstag, 20.01.2018
Bully 20:00 Uhr

Schiedsrichter:
Matthias Riepl (Reutlingen)
Bastian Steingross (Bietigheim)

(Text/Bilder: Ralf Seidel)

DERBYSIEG! – 1b-Rebels entzaubern Esslingen

In einem spannenden Match bezwangen die Waldau-Cracks die ESG Esslingen völlig verdient mit 5:3 (2:1/1:2/2:0) und fuhren damit den lang ersehnten Dreier ein.
Zwar brachten die Gäste mit 12+2 nur einen kleinen Kader mit, aber alles was in Esslingen Rang und Namen hat, stand gestern in Stuttgart auf dem Eis.
Demgegenüber standen hochmotivierte Hausherren, was sich bereits über die Trainingsbeteiligung und Trainingsintensität unter der Woche ankündigte:
die Punkte sollten diesmal in Stuttgart bleiben.

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starker Niklas Syguda im Kasten

Vor über 90 Zuschauern erwischten die Gäste den besseren Start.
Ein Schlenzer des Ex-Stuttgarters Sven Zinkora in der 8. Spielminute landete zum 0:1 im Stuttgarter Gehäuse, doch es hätte genauso gut anders laufen können, denn auch die Rebellen waren einem Treffer sehr nahe.
Die 1b-Rebellen ließen den Esslingern trotzdem weiter keine Verschnaufpause und schalteten ihrerseits bei Puckbesitz blitzschnell auf Angriff und brachten die gegnerischen Verteidigungsreihen in die ein oder andere kniffelige Situation.
In der 16. Spielminute dann der erste Streich des an diesem Abend starken Max Strehle, der derzeit einen Lauf hat, goldrichtig stand und die Scheibe zum 1:1 einnetzte.
Doch damit nicht genug, denn keine 3 Minuten später setzte Routinier Leo Schätzle zu einem Lauf aus dem eigenen Drittel heraus an und erhöhte mit einen verdeckten Schuss in die Esslinger Maschen auf 2:1.
Beide Seiten hatten bis dahin gute Möglichkeiten, aber die Eiswelt-Cracks zeigten teilweise schnelles und sicheres Kombinationsspiel und hatten insgesamt etwas mehr Anteile am Spiel.
Gleich zu Beginn des zweiten Drittels drückten die Gäste dann vehement auf den Ausgleich und schnürten die Rebellen regelrecht ein, und als dann Stuttgarts Josip Strutz wegen Haken in die Box musste, schien es so weit zu sein…
Aber dann schlug Stuttgarts genialer Youngster-Block zu: Pass von Ben Daubner auf den im Slot stehenden Jesper Leis und das Ding war drin !!!
Eine sehenswerte Aktion und immens wichtige Unterzahl-Glocke zur 3:1 Führung.
Esslingen nun mit noch mehr Wut im Bauch, und es entwickelte sich fortan ein packender Fight.
Den technisch versierten Gästen wurde mannschaftliche Geschlossenheit entgegengesetzt, aber es gelang zunächst keinem sich entscheidende Vorteile zu erarbeiten.
Stuttgart stand defensiv stabil, aber die Esslinger ebenso, so dass zu diesem Zeitpunkt echte Torchancen Mangelware blieben.
Als der Fink-Truppe dann in der 35. Minute ein unübersichtliches “Stocher”-Tor zum 3:2-Anschluß gelang, schien das den Gästen Auftrieb zu geben, denn knapp 3 Minuten vor Drittelende war der Ex-Stuttgarter Dany Halbych mit einem Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich.
Zweites Drittel vorbei, Stuttgart-Esslingen 3:3 – Partie wieder offen und das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen.
DSC_5235Die Gäste von der Neckarinsel nahmen die Zügel wieder mehr in die Hand und entgegen der Rebellen-Gepflogenheit, dem jeweiligen Gegner im letzten Drittel das Fell über die Ohren zu ziehen, wurde man phasenweise derart belagert, dass man auf Stuttgarter Fan-Seite mehrfach kurz die Luft anhalten musste.
Aber die Strieska-Cracks hatten in Goalie Niklas Syguda eine Lebensversicherung zwischen den Pfosten, der zum Turm in der Schlacht emporstieg und sein Team mit klasse Paraden und sicherem Stellungsspiel im Rennen hielt.
Das übertrug sich immer mehr auf das Stuttgarter Spiel insgesamt und man fightete sich wieder ins Spiel zurück.
Dann kam die 45. Minute …
Stuttgarts Nachwuchsblock war gerade erst auf dem Eis und biss sich regelrecht um das Esslinger Gehäuse fest. Jeder Zentimeter Eis wurde umgepflügt und als Stuttgarts #50 Jesper Leis im Nachschuss den 4:3 Führungstreffer markierte roch es förmlich nach einer Sensation, denn die Gäste offenbarten mit zunehmender Spieldauer immer kleinere und größere Ungenauigkeiten im Passspiel.
Aber es sollte noch besser kommen…
38 Sekunden später schlug die #18 Max Strehle erneut zu. Ein strammer Flachschuss fand den Weg ins Glück und Stuttgart führte plötzlich mit 5:3 !
Danach hätte man eine Durchsage machen müssen das ältere Zuschauer mit Herzbeschwerden die Eishalle besser verlassen, denn was sich in den letzten 15 Minuten abspielte war fast nicht zum Aushalten.
Coach Strieska nahm noch eine Auszeit, um seine Spieler auf das große Finale einzuschwören, denn eines war klar: Esslingen wird nochmal kommen ….

DSC_5205Der Gegner nun mit verzweifelten Versuchen dem Spiel eine Wende zu geben. Das Stuttgarter Metallgehäuse wurde mehrfach zum Klangkörper, aber wenn es richtig brenzlig wurde, war da noch der überragende Stuttgarter Schlussmann Niklas Syguda, der alles unter Kontrolle hatte und die Gästestürmer immer mehr zur Verzweiflung trieb.
Im Prinzip ging der Blick der zahlreichen Zuschauer nur noch hin und her, zwischen Spielgeschehen und Uhr.
Viele Unterhaltungen nebenher wurden eingestellt.
Die 1b-Rebels verteidigten jetzt vehement die eigenen Stellungen und fuhren nur noch gelegentlich Entlastungsangriffe.
Esslingen war aber nicht mehr in der Lage das Spiel zu drehen. Die Pässe kamen nicht an, die Laufwege stimmten nicht und insgesamt fügte man sich letztlich dem Schicksal.
Als dann die letzten 2 Spielminuten angesagt wurden entspannten sich bei vielen Stuttgarter Fans so nach und nach die Gesichtszüge und als es dann amtlich war brandete großer Jubel auf:
STUTTGART GEWINNT DAS DERBY !!!!!!!!!!!!!!!!!

Fazit:
Die 1b-Rebellen setzten mit diesem Heimsieg ein fettes Ausrufezeichen.
Der Fluch der letzten Derby-Spielzeiten scheint überwunden zu sein und die Strieska-Truppe startet somit mit einem furiosen Sieg ins neue Jahr.
Nach so einem Spiel fällt es immer schwer jemanden hervorzuheben, aber eines kann man jetzt schon sagen:
diese Nachwuchs-Kampftruppe bringt das Stuttgarter Eishockey nach vorne – ganz sicher !

Gratulation an die 1b-Rebellen für dieses tolle Spiel.

Trainerstatement Coach Strieska:
“Jungs, super Leistung. Ihr habt das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben: Positionen halten, Checks gefahren, Laufbereitschaft usw… es hat alles gepasst. Großes Sonder-Lob an Niklas, ganz starke Leistung. Auch wenn Esslingen nicht mit allen Spielern da war, haben die immer noch eine technisch sehr gute Mannschaft und wisst ihr was: wir haben sie geschlagen !”

1b-Rebels vs. ESG Esslingen 5:3 (2:1/1:2/2:0)

Tabelle14_01_2018
Aktuelle Tabelle vom 14.01.2018

Stuttgart: 17+2
Esslingen: 12+2

Strafzeiten:
Stuttgart 5×2 Minuten
Esslingen 3×2 Minuten
Zuschauer: 90

Men of the match:
Stuttgart: Niklas Syguda
Esslingen: Patrick Schäffler

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (T), Max Jetter (backup), Janis Groß, Colin Wolf, Jesper Leis, Ben Daubner, Daniel Zweckbronner, Carlo Sala de Llobet, Julien Frey, Max Strehle, Yannick Barthruff, Masaru Komiyama, Veit Wenzel, Josip Strutz, Dmitri Busch, Jonas Mauch, Felix Feichter, Nino Häberlen, Leo Schätzle

Text/Video: Ralf Seidel
Fotos: Miro Halbych

Sturmwarnung in der Eiswelt Stuttgart- 1b startet gegen Esslingen

Endlich geht es wieder los !
Die Waldau-Cracks erwartet ein anspruchsvolles Startprogramm für 2018.
Mit der ESG Esslingen kommt ein Top-Team auf die Waldau, dass wie in jedem Jahr zum Derby traditionell in kompletter Formation antreten wird.
Trotz eines aktuell 4. Tabellenplatzes hält man immer noch alle Meisterschaftstrümpfe in der Hand und liegt damit weiter im Soll.
Dass die ESG Esslingen oftmals als Stuttgarter Satellit bezeichnet wird, hat durchaus seine Berechtigung:
vom Hüter Alex Kurka über Defensiv-Spezialist Sven Zinkora und natürlich der Kapitän Ulli Schweigert bis hin zur Offensive mit Patrick Schäffler und Dany Halbych, um nur einige zu nennen:
Über 80% des Kaders trugen früher ein Stuttgarter Trikot und sind teilweise Waldau Eigengewächse, was einerseits die hohe Qualität des Kaders sichert und auf der anderen Seite die sehr guten Platzierungen der letzten Jahre in der Landesliga BW begründen.
Selbst der Liga-Topscorer Keven Frank, der auch schon Degerlocher Höhenluft geschnuppert hat, fand seine sportliche Heimat auf der Neckarinsel.
Bleiben noch die starken Fink-Brüder, die das Neckar-Ensemble abrunden und sicherlich auch in der Regionalliga-Südwest mitmischen könnten, sich aber wohl den Stress nicht mehr antun wollen und sich  für die Landesliga entschieden haben.
Da spielt auch die inoffizielle Buschfunk-Meldung eine untergeordnete Rolle, die besagt dass der bärenstarke Ex-Stuttgarter Dennis Weidenbach nicht mehr in Esslingen spielt und sich voll auf seine Nachwuchstrainer-Tätigkeit in Bietigheim konzentriert, der Kader bleibt trotz allem weiterhin über jeden Zweifel erhaben.

Tabelle6_01_2018
Die 1b-Rebellen werden sich aber aufgrund dieser Übermacht keineswegs in einen Panic-Room flüchten müssen, denn auch hier sind beste Voraussetzungen vorhanden, um in der Liga für Furore zu sorgen.
Insbesondere die Nachwuchskräfte spielen dabei eine große Rolle.
Die Rookies konnten sich innerhalb kurzer Zeit integrieren und bereits mehrfach Duftmarken setzen.
Es macht großen Spaß diese Entwicklung zu verfolgen, denn so nach und nach ploppen die starken Jahrgänge in die Senioren-Kader und bringen frischen Wind in die Segel.
Sportlich betrachtet läuft es insgesamt zwar noch ganz so rund wie erhofft, aber vielleicht sollte man diesbezüglich beim Verband anfragen, ob man nicht das letzte Drittel vorziehen darf, denn gerade da trumpfte man regelmäßig stark auf und konnte den jeweiligen Gegner massiv in die Ecke drängen.
Aber zu diesem Zeitpunkt war der Abstand auf dem scoreboard meist zu groß, um hier noch für eine entscheidende Wende sorgen zu können.
Immerhin zeigen diese Kraftakte aber eines ganz klar: die Mannschaft befindet sich konditionell immer in einem Topzustand, ohne dies wären solche Aktionen im Schlussabschnitt gar nicht möglich.
Coach Eric Strieska leistet hier also hervorragende Arbeit und führt das Team immer mit einem klaren Schlachtplan aufs Feld.
Bei allem Gefechtslärm soll auch nicht unerwähnt bleiben das die 1b-Rebellen zumindest in der offiziellen Fairplay-Tabelle einen sauberen 2. Platz einnehmen und sich immer als faire Sportsmänner präsentieren.
Auch das spricht für die Arbeit des Trainers.

Wenn also am Samstagabend die Partie in der Eiswelt angepfiffen wird, ist zwar die Ausgangslage klar definiert, aber ein Derby hat oftmals kuriose Spielverläufe zur Folge, die so manchen Goliath zum David degradieren.
Vielleicht erleben die traditionell zahlreichen Zuschauer gerade zu diesem Termin ein solches Spektakel.

“Ein Gewinner hört nie auf zu versuchen.”
Tom Landry (1924-2000, ehemaliger American Football Spieler und Trainer)

Die Punkte werden diesmal in der Landeshauptstadt bleiben…

Eiswelt Stuttgart
Samstag, 13.01.2018
Anpfiff: 20 Uhr

EINTRITT FREI

Schiedsrichter: Axel Beitze, Björn Seitz

Essl1

 

(Text/Bilder: Ralf Seidel)

Aufholjagd nicht belohnt- 1b-Rebellen unterliegen Balingen

Alles gegeben, gut gespielt – und am Ende dennoch mit 5:8 (0:4/4:1/1:3) verloren.
Die Waldau-Truppe verliert ihr Heimspiel gegen die Eisbären Balingen kann aber trotz allem stolz auf die abgelieferte Leistung sein.

„Jungs, Kompliment, ihr habt heute alle -wirklich alle- spitze gespielt. Ich bin richtig stolz, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat“, lobte Rebellen-Coach Eric Strieska anschließend sein Team für einen sehr engagierten Auftritt, der leider keine Anerkennung auf der Anzeigentafel fand.

Dabei sah es dieses Mal zu Beginn recht gut aus, die Rebellen zeigten sich defensiv stark verbessert und konnten auch im Spiel nach vorne Akzente setzen.
Die vielen Patzer im Spielaufbau gegen Pforzheim waren vergessen und auch im Sturmzentrum lieferte man sich harte Gefechte mit der Balinger Defensivabteilung.
Die Gäste wirkten in ihren Aktionen vielleicht einen Tick routinierter, und hatten in der 12. Minute das Glück auf ihrer Seite als ein -an sich- harmloser Schuss über die Fanghand von 1b-Rebellen Goalie Max Jetter ins Tor flutschte.
Als die Eisbären diese Führung dann 4 Minuten später in eigener Überzahl auch noch auf 2:0 ausbauen konnten, glaubte der zahlreiche Anhang der Gäste mit Sicherheit schon an einen entspannten Abend und wurde keine 3 Minuten später noch bestätigt als die Eisbären in einem Doppelschlag innerhalb von 45 Sekunden auf 0:4 erhöhen konnten.
Gong…bereits in Runde 1 lag man wieder auf den Brettern und wurde vom Eishockeygott angezählt !

Aber man sollte die Fernsehturm-Kampfeinheit nie unterschätzen…Bal_H5
Mit einer ordentlichen Portion Wut ging es dann in den zweiten Spielabschnitt und die Körpersprache beim Einlaufen lies bereits erahnen wohin die sportliche Reise gehen sollte.
Der Anschlusstreffer zum 1:4 in der 25.Minute durch den stark aufspielenden Max Strehle zeigte symbolisch wie ausgeprägt der Kampfgeist war.
Strehle versuchte zunächst einen Schuss von Kapitän Michalik abzufälschen, um dann im Nachsetzen das schwarze Spielgerät am Hüter vorbeizuschieben.
Aber das war noch nicht alles, denn keine 2 Minuten später gab es eine Premiere: das Stuttgarter Überzahlspiel -mitunter ein Schwachpunkt- durfte sich diesmal zurecht Powerplay nennen, denn kaum saß der Balinger Lefelmann wegen Kniecheck in der Box, setzte sich Stuttgarts Spezialkommando durch und ein Schuss von Colin Wolf aus spitzen Winkel fand den Weg ins Ziel.
Und, man mag es kaum glauben, aber etwas mehr als 2 Zeigerumdrehungen später und wieder in Überzahl gab es erneut einen Stuttgarter Torjubel zum 3:4 !
Mit einem Kraftakt wurde die Scheibe regelrecht ins Gehäuse “gekämpft”:
Schuss von Dennis Wanner, wieder der Versuch von Strehle das Hartgummi abzufälschen und dann lagen plötzlich drei Spieler vor dem Balinger Gehäuse, aber das wichtigste Utensil befand sich bereits im Torgestänge der Eisbären.
Nur noch 3:4 – herzlich Willkommen im Spiel oder wie sich ein Stuttgarter Fan ausrückte: jetzt gehts mir besser 😉

Balingen unter Schock!
Die Stimmung der mitgereisten Fans schlug um:  aus Anfeuerungen wurden Schmährufe, aus Schmährufen wurden Drohungen.
Jetzt steppte der (Eis-) Bär – und war total aus dem Rhythmus !

Das Spiel war insgesamt betrachtet auf einem sehr gutem Niveau und beide Teams versuchten das Heft in die Hand zu nehmen, das aber eher einer Loseblatt-Sammlung glich, denn die Besitzer wechselten ständig.
Stuttgart drängte auf den Ausgleich, aber die Eisbären verstärkten die Offensivbemühungen und überstanden das kurzzeitige Tief indem sie gegen die 1b-Rebellen hoch verteidigten und so vom Tor fernhielten.
Zudem sind die Eisbären eine routinierte Truppe mit vielen erfahrenen Spielern, die genau wissen, wie man sich aus so einer Situation befreit.

Bal_H3Und dann kam die 33. Minute…und ein Pfiff des Schiedsrichters, der für minutenlange hitzige Diskussionen sorgen sollte.
Was war passiert ?
Eisbär Nikolai Gogoll setzte eine Rückhandschuss aus spitzen Winkel auf die Fanghand von 1b-Goalie Max Jetter und die Scheibe war plötzlich verschwunden.
Dann ein Schiedsrichter-Pfiff mit beiden ausgestreckten Armen zur Spielunterbrechung.
Gogoll fuhr unterdessen um das Tor herum und schob die unter Jetter vor der Torlinie freiliegende Scheibe reflexartig ins Tor.

Im Prinzip kann und darf dieses Tor keine Gültigkeit erhalten, aber im Eishockey ist scheinbar alles möglich und die Schiedsrichter-Entscheidung wurde nach einer gefühlten halben Ewigkeit wieder zurückgenommen und plötzlich führte Balingen mit 3:5 !!
Einen besseren Zeitpunkt für so eine Entscheidung hätte man nicht wählen können….

Aber die 1b-Rebellen ließen sich dadurch nicht irritieren und arbeiteten unbeirrt weiter, auch wenn dieser Nackenschlag sicher nicht einfach zu verkraften war.
Es gab schon Spiele, die nach einer solchen Entscheidung total aus den Fugen gerieten.
Die Belohnung für diese sportliche Einstellung folgte dann in der 37. Spielminute und im Powerplay (!) als der heutige 3-fach Torschütze Max Strehle aus dem Slot heraus zum 4:5-Anschlußtreffer erfolgreich war.
Drei Powerplay-Glocken und das noch in einem Drittel, sensationell !

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts, und wie nicht anders zu erwarten, übernahmen die 1b-Rebellen dann direkt die Kontrolle über das Spiel.
Das Kombinationsspiel lief nun flüssiger, die Übergaben defensiv-offensiv funktionierten beispielhaft und somit war es nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich bejubeln werden konnte.
Gelegenheiten dazu gab es reichlich, aber Balingen ist eine ganz abgezockte Truppe und war keineswegs bereit sich nur hinten reinzustellen und auf die Defensive zu beschränken.
Im Gegenteil die 1b-Rebellen hatten einige brenzlige Situationen zu überstehen, unter anderem zwei Metallkracher und einen Alleingang, der aber von Max Jetter vereitelt werden konnte.
Es war nun ein sehr intensives und hart umkämpftes, aber auch sportlich faires Eishockeyspiel.
Die Operation “offenes Visier” ging nun in seine entscheidende Phase.Bal_H2

In der 49. Minute dann wieder ein kurioses Balinger Tor als die Scheibe von Florian Zeiselmeier kurz vor dem Hinfallen durch eine “zarte” Berührung gerade noch eine entscheidende Richtungsänderung erhielt und in Zeitlupe die Torlinie überquerte (4:6).
Es war aber kein Schlittschuh-Tor wie von vielen zunächst gemutmaßt, sondern ein regelkonformer Treffer, der im gewissen Sinne eine Vorentscheidung darstellte, denn die Hausherren, die alles nach vorne warfen und ständig versuchten Druck aufzubauen, stießen auf verbissen kämpfende Eisbären, die zudem noch auf 2 Reihen umstellten, um ihrerseits dagegenzuhalten, so dass im Ergebnis eine Patt-Situation auf sehr hohem Niveau entstand.

Die finale Entscheidung dann in der 56. Minute durch die Eisbären mit einem Nachschuss zum 4:7.
Stuttgart nahm nun den Hüter zugunsten eines 6. Feldspielers heraus und konnte durch Young Gun Jesper Leis in der 58. Minute auf 5:7 verkürzen, den Schlusspunkt setzten dann die Gäste kurz vor Ende.
Ein als Pass gedachter Balinger Schuss von Marc Haudek wurde von den Kufen von Denis Simin ins eigene Tor abgelenkt zum Endstand von 5:8.

Fazit:
Es war ein spannendes, sehr unterhaltsames Spiel mit einem verdienten und sportlich sehr fairen Sieger. Glückwunsch nach Balingen !
Solch ein Spiel zu verlieren ist kein Weltuntergang, sondern zeigt auch dass das Landesliga Eishockey in Stuttgart eine gute Entwicklung hingelegt hat und das wir den Abstand zu den Topteams erheblich verkürzen konnten.
Die Statements der Gegner (Spieler und Trainer) nach den Spielen gehen regelmäßig in dieselbe Richtung:
starker Wille, großes Kämpferherz und viele junge, talentierte Spieler.
Nach Niederlagen will man zwar solche Sprüche nicht unbedingt hören, aber letztlich zeigt es auch den Respekt und die Anerkennung der Leistung, auch wenn dies keine Würdigung auf der Anzeigentafel erfährt oder direkt in der Tabelle abzulesen ist.
Wir werden diesen Weg in 2018 gemeinsam weitergehen und hoffen weiterhin auf die Unterstützung unserer Supporter.
Das erste Heimspiel im kommenden Jahr findet am 13. Januar um 20 Uhr statt und mit Esslingen kommt es dann gleich zum Neckarderby:

Die Landesliga-Mannschaft wünscht allen bis dahin ein besinnliches Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.

Kabinenansprache Coach Strieska:
“Jungs, Kompliment, ihr habt heute alle -wirklich alle- spitze gespielt. Trotz der Niederlage war es heute ein Schritt nach vorne und wir haben die Meßlatte für uns selber wieder nach oben gesetzt. Wir sind nach einem 0:4 wieder zurückgekommen und haben es den Balingern sehr schwer gemacht. So kann man verlieren, so darf man verlieren. Wir müssen das anders sehen und unsere Entwicklung insgesamt betrachten und da haben wir in den letzten 2 Seasons einen Sprung nach vorne gemacht. Man sieht es zwar noch nicht an der Tafel, aber ich sehe das. Es wird zwar noch etwas dauern bis wir die Konstanz reinkriegen, aber das sind alles Dinge, die wir über Training erreichen können.”

Für die 1b-Rebellem am Start:
Max Jetter (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Colin Wolf, Dennis Wanner, Josip Strutz, Gregor Michalik, Janis Groß, Yannick Barthruff, Denis Simin, Max Strehle, Marcel Giese, Masaru Komiyama, Jesper Leis, Dmitri Busch, Jonas Mauch, Darius Sirch, Leo Schätzle
Trainer: Eric Strieska
Mannschaftsleiter: Ole Abendroth

1b-Rebels unter Druck – volle Konzentration auf Balingen

Mit Sicherheit keine leichte Aufgabe erwartet die Waldau-Truppe um Kapitän Gregor Michalik am Samstag, 9. Dezember 2017 um 20 Uhr in der Eiswelt.
Zum letzten Spiel des Jahres 2017 werden die Eisbären aus Balingen erwartet.

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Kapitän Gregor Michalik

Die Eyach-Truppe um den Spielertrainer und B-Lizenz Inhaber Rafael Popek ist durchwachsen in die Saison gestartet.
Geradezu sensationell der 7:2-Auswärtssieg gegen den Vize-Meister aus Pforzheim, dem dann eine 8:7 Penalty-Heimniederlage gegen Schwenningen folgte, um dann in Zweibrücken mit 9:3 unterzugehen.
Im letzten Spiel dann wieder ein 7:1 Kantersieg zuhause im Derby gegen die TSG Reutlingen, was zeigt das die Eisbären noch nicht ganz in der Liga angekommen sind.
Aber aus der Erfahrung der letzten Spielzeiten heraus steigert sich das Team, und wird auch diese Saison wieder ganz vorne mitmischen.
Dies sieht auch der Balinger Vorstand so und gab als Saisonziel Tabellenplatz 3 aus, was durchaus berechtigt ist, denn der Kader spielte 2016/17 eine Bombensaison (Platz 4) und zeigte erstmalig das wahre Gesicht.
Coach Popek spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er scheint die richtigen Frequenzen gefunden zu haben und geht auch auf dem Eis immer voran. Unvergessen seine 5 Tore (!) im letzten Spiel der Vorsaison in der Eiswelt…

Die Waldau-Truppe geht derzeit -beinahe konsequent- durch ein sportliches Tal, was eigentlich unverständlich ist, denn auch hier ist -wie bereits des Öfteren schon erwähnt- großes Leistungsvermögen vorhanden.Tabelle05_12_2017
Viele Spielverläufe ähneln sich: erst im letzten Drittel nimmt man das Heft in die Hand und stürzt den Gegner vom Sockel, der dann plötzlich vehement in Bedrängnis gerät.
Aber bis dato sind die Felle meist schon weggeschwommen.
An der Moral der Mannschaft mangelte es trotz der letzten Niederlagen gegen die Landesliga-Topteams aus Freiburg und Pforzheim nicht, aber leider kann man sich dafür nichts kaufen, denn die Anzeigentafel lügt nicht.

Letzten Endes ist es auch egal wer hinter der roten Linie steht, der Bock muss endlich umgestoßen werden.
Die Woche über wurde gut trainiert, Blessuren ausgeheilt und die Akkus wieder aufgeladen.
Also, mit vereinten Kräften und einem couragierten Auftritt gehen wir in die Partie und hauen im alten Jahr nochmal alles raus.
Don’t tell people your dreams – show them !

Eiswelt Stuttgart
Samstag, 09.12.2017
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter: Peter Moosberger (ESG Esslingen), Pascal Rügner (ESG Esslingen)

Bild1

Durststrecke hält weiter an – 1b-Rebels ohne Punkte aus Pforzheim

In einem insgesamt schwachen Landesliga-Spiel unterliegen die Waldau-Cracks gegen die Pforzheim Bisons mit 5:0 (2:0/2:0/1:0).

Nach kurzem Studium des Spielberichts vor Spielbeginn keimte Hoffnung auf, denn Pforzheim trat zuhause lediglich mit 12+2 an, wohingegen die Rebellen 2 Feldspieler mehr an den Start brachten.
Sollte hier etwa eine Überraschung möglich sein?

PF2Doch der Optimismus dauerte nur kurze Zeit, denn vom Bully an stand man teilweise unter erheblichem Druck. Pforzheim setzte gleich zu Beginn Akzente, während die Defensivabteilung der 1b-Rebellen deutlich beschäftigter war.
Glück hatte man in der 5. Minute als der Ex-Stuttgarter Steffen Bischoff allein auf Stuttgarts Schlussmann Max Jetter zustürmte, der jedoch mit einer Glanzparade den Führungstreffer abwehren konnte.
Die Gastgeber waren also am Drücker, wobei die 1b-Rebellen trotzdem ordentlich dagegenhielten und sich auch Möglichkeiten erspielen konnten.
Weitaus effektiver aber die Gastgeber, die nach dem 1:0 Führungstreffer in der 16. Minute durch Steffen Bischoff 12 Sekunden vor Drittelende nachlegen konnten.
Stuttgart brachte das Hartgummi unbedrängt nicht aus der Zone und aus einem individuellen Schnitzer heraus resultierte dann das ärgerliche, vermeidbare 2:0.

PF96Im Mittelabschnitt verlagerten sich die Spielanteile ein wenig, denn Pforzheims Offensiv-Druck lies überraschend nach, so dass die Waldau-Truppe besser ins Spiel kam.
Doch das Manko waren wieder die Torchancen, die es zwar nicht im Überfluss gab, aber durchaus vielversprechend herausgespielt wurden. Gegen defensiv relativ stabil stehende Pforzheimer muss hier trotzdem am Sortiment gearbeitet werden, denn vieles war zu leicht zu durchschauen und wurde im Gegenangriff oft schnell zum Bumerang.
Das 3:0 der Gäste in der 26. Minute war dann wieder ein Gastgeschenk und knapp 4 Minuten vor Ende des Drittels erneut ein vermeidbarer, leichter Gegentreffer zum ernüchternden 4:0.
Bis Weihnachten sind es zwar noch knapp 3 Wochen, aber die Geschenke gab es in Pforzheim bereits heute…

Im Schlussdrittel wollten die 1b-Rebels nochmal Gas geben, und das Unmögliche möglich machen. Von Vorteil war es auch das die Gastgeber kräftemäßig deutlich nachließen und nun phasenweise selber stark unter Beschuss gerieten. Pforzheim war zwar immer noch im Vorwärtsgang gefährlich, aber die Dominanz insbesondere des ersten Abschnitt war dahin.PF93
Auch wenn die Filbey-Truppe deutlich in Führung lag, war die Messe hier noch nicht gelesen. Was allerdings fehlte war die Initialzündung durch einen Stuttgarter Treffer, der mehrfach in Reichweite lag. Allein im letzten Drittel schossen die Rebellen öfter aufs Tor als in den ersten beiden Dritteln zusammen, aber es fehlte an der nötigen Präzision und natürlich war der Pforzheimer Keeper Andreas Hellweger auch ein Meister seines Fachs und konnte seines Kasten sauber halten.
Stuttgart lief aber nun die Zeit davon…
Kurz vor Spielende dann die finale Entscheidung. Stuttgarts Defender Max Klöckner musste wegen Beinstellen in die Box und Pforzheim nutzte das anschließende Powerplay für den finalen Schlag und setzte mit dem 5:0 durch Vladimir Viller den Schlusspunkt.

Fazit:
Same procedure as every weekend.
Die 1b-Rebellen sind wiederholt zu spät aufgewacht und waren eigentlich erst im letzten Drittel so richtig präsent, konnten da aber die Richtung nicht mehr entscheidend ändern.
Erschwerend kam diesmal noch die erschreckend hohe individuelle Fehlerquote bereits beim Spielaufbau hinzu, die gegen Topteams wie Pforzheim immer direkt zu Gegentreffern führen werden.
Aber, wer den Charakter des Teams kennt, weiß, dass am kommenden Samstag im letzten Spiel des Jahres 2017 in der Eiswelt Stuttgart gegen die Eisbären Balingen eine andere Stuttgarter Mannschaft auf dem Eis stehen wird, die sich förmlich zerreißen wird.
Die anschließende Kabinenansprache von Eric Strieska, die heute unkommentiert bleibt, und die Ansagen und Reaktionen aus der Mannschaft bezüglich der nächsten Trainingseinheiten und des Spiels am kommenden Samstag sind eindeutig.
Es geht um alles, es geht um die Ehre.
Die Eiswelt brennt 🔥🔥🔥

Pforzheim Bisons vs. 1b-Rebels 5:0 (2:0/2:0/1:0)

Für Stuttgart auf dem Eis:
Maximilian Jetter (T) bis 32. Min, Niklas Syguda (T) ab 32. Min., Max Klöckner, Colin Wolf, Dennis Wanner, Jonathan Krause, Ben Daubner, Janis Groß, Yannick Bartuff, Marcel Giese, Masaru Komiyama, Veith-Jannick Wenzel, Tolga Feroglu, Jesper Leis, Darius Sirch, Leopold Schätzle

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Text & Fotos: Ralf Seidel

1b-Rebels auswärts in Pforzheim klarer Außenseiter

Am Sonntag, den 03. Dezember geht die Landesliga-Reise nach Pforzheim, wo die Punkte-Traube für Gäste meist sehr hoch unter dem Hallendach hängt.
Denn die Pforzheim Bisons sind auf eigenem Eis fast nicht zu bändigen und nahezu unschlagbar, es sei denn der Kader steht aus Krankheits- oder Verletzungsgründen nicht in vollem Umfang zur Verfügung, dann hat auch mal der Gegner die Chance etwas zu holen.
Mit Chris Pratnemer, Sidney Körper, Steffen Bischoff, Vladimir Viller und Momme Rickmers stellen die Gastgeber den gefährlichsten und treffsichersten Block der Landesliga Südwest. Unter den top five der Scorerliste stehen die Namen von 4 Pforzheimern, das sagt bereits alles über die Favoritenrolle aus.

Unter normalen Umständen ist man in Pforzheim von einem Sieg so weit entfernt wie ein Sumo-Ringer vom Idealgewicht, aber die Umstände sind alles andere als normal, denn die Hallennutzung durch den Hockeysports ist in Pforzheim nicht gesichert.
Der Vertrag läuft 2018 aus und die Stadt Pforzheim will aus Kostengründen die Halle dann an Investoren verkaufen, was quasi das Aus für das Pforzheimer Eishockey bedeuten würde, zumindest wenn man davon ausgeht das dort eine Trampolin-Anlage stehen soll, wie ein Investor es vorhat.P3
Eine Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen und sogar der DEB hat sich eingeschaltet und angeboten verschiedene Länderspiele in der Eishalle stattfinden zu lassen, aber die Lage ist nach wie vor weiter unklar.

Es fällt also schwer sich auf das Eishockeyspiel zu konzentrieren, wenn es um elementare, existenzbedrohende Grundlagen geht, die natürlich auch die tolle und mit großem Engagement geleistete Nachwuchsarbeit frontal treffen würde.
Die 1b-Rebels fahren also mit gemischten Gefühlen nach Pforzheim.
Nicht auszudenken, wenn dass das eventuell letzte Stuttgarter Spiel in der traditionsreichen Pforzheimer Eishalle sein soll.
Wir werden dennoch versuchen, den wie immer zahlreichen Zuschauern vor Ort eine gute Show zu bieten und so unseren Beitrag leisten, um das Eishockey dort zu erhalten.

Nach den letzten Niederlagen wäre es auch an der Zeit sich zu belohnen, denn die Leistungen waren zuletzt gegen Freiburg sehr ansprechend, aber leider nicht von Erfolg gekrönt, zumindest was die Anzeigentafel anbelangt.
Wenn es gelingt den Schwung des letzten Drittels mitzunehmen und von Beginn an mit Vollgas anzutreten, dann dürfte die St. Maur Bastion wackeln und die Zuschauern sehen ein attraktives, spannendes Spiel und die unsäglichen Gedankenspiele mit Trampolin, Sackhüpfen oder Faul-Ei oder was sonst noch geplant ist, treten zumindest für kurze Zeit in den Hintergrund.

Die 1b-Rebellen freuen sich auf das Spiel.
Zeigen wir was die schnellste Mannschaftssportart der Welt ausmacht.
Bis Sonntag in Pforzheim !

St. Maur Eishalle Pforzheim
Samstag, 03.12.2017
Anpfiff 18:30 Uhr

Schiedsrichter: Frank Hunt (ESC Hügelsheim 09), Marc Tabor (ERC Schwenningen)

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Gute Leistung, viel Lob, null Punkte – 1b-Rebels unterliegen Freiburg

Die 1b-Rebellen müssen trotz guter Leistung die Überlegenheit der Wölfe anerkennen und verlieren deutlich mit 2:6 (0:1/2:4/0:1).
Der Unterschied hat einen Namen und heißt Tobias Bräuner. Der Freiburger Stoßstürmer und Ex-DEL2-Profi spielt in einer anderen Liga und war nicht zu halten. Der Mann mit der #17 erzielte die Hälfte aller Freiburger Tore und lieferte zudem noch einen Assist und machte letztlich den Unterschied aus.

Die Wölfe, die mit 3 vollen Blöcken + 2 Goalies anreisten, übernahmen vom Bully weg das Kommando und setzte Stuttgart im Verteidigungsdrittel regelrecht fest.
Nur mit großer Mühe und Dank eines überragenden Patrick Thierfelder im Stuttgarter Kasten konnte man dem massiven Anfangsdruck standhalten.
Das war insofern unerwartet, denn die Breisgauer präsentierten sich keineswegs als Übermannschaft, bekamen aber zu viel Raum und damit Zugriff auf das Spiel insgesamt.
Das Stuttgarter Spiel war also zunächst von großem Respekt geprägt, der aber gar nicht nötig war.
Nur wenn der starke Freiburger Granatenblock mit Bräuner/Linsenmaier von der Wechselbank kam, wurde es richtig brandgefährlich.
Als die 1b-Rebellen dann in der 7. Minute gar noch in Unterzahl spielten, schlugen die Schwarzwälder zum ersten Mal eiskalt zu (0:1).

Im zweiten Abschnitt benötigten die Freiburger wieder eine Überzahlsituation um nachzulegen (0:2/23. Min.) und hatten danach die Zügel eindeutig in der Hand.
Die 1b-Rebels waren defensiv derart eingespannt, dass kaum Entlastungsangriffe gefahren werden konnten.
In einem Doppelschlag innerhalb von 4 Minuten wurde die Führung der Gäste noch weiter ausgebaut (0:4/25.Min + 29.Min.)

Patrick
starker Rückhalt: Patrick Thierfelder

Nach dem 0:4 konnten sich die Eiswelt-Cracks aber immer mehr befreien und fuhren ihrerseits Konter und es schien so als hätte man sich wieder auf die Stärken besinnt und den Respekt abgelegt.
Als Tolga Feroglu mit einem scharfen Schuss aus halblinker Position die Scheibe im Gäste-Heiligtum zum 1:4 (30.Min.) versenkte, wurde das Stuttgarter Spiel deutlich aggressiver und dadurch insgesamt wesentlich verbessert.
Darius Sirch hat anschließend noch die große Möglichkeit dem Spiel einen weiteren Wendepunkt hinzuzufügen, scheiterte aber am Freiburger Schlussmann mit seinem Alleingang.

Jetzt war plötzlich wesentlich mehr Dampf drin im Stuttgarter Spiel. Auch wenn man die Wölfe nie ganz unter Kontrolle bekam, so gelangen doch deutlich mehr Nadelstiche.
Hier muss nochmal der brillant haltende 1b-Rebels Goalie Thierfelder erwähnt werden, der immer wieder starke saves zeigte und der überragende Stuttgarter Rückhalt war, denn der erste Freiburger Block war nie ganz auszuschalten.
Als Dennis Wanner in der 39. Minute mit einem Schlenzer von der blauen Linie erfolgreich war (2:4), zeigten sich die Bemühungen dann auch endlich auf der Anzeigentafel.

Aber exakt 60 Sekunden später zeigte der Freiburger Tobias Bäuner seine ganze individuelle Klasse als er im Alleingang dampfwalzenartig die komplette Stuttgarter Verteidigung -im wahrsten Sinne des Wortes- aus dem Weg wegcheckte, um dann immer noch massiv in Bedrängnis mit einem Knaller die Scheibe in die Maschen zu schießen (2:5/40.Min)
Vielen Dank für die Demonstration, das war weltklasse, auch wenn das Tor auf der falschen Seite fiel….

Im letzten Drittel wollten es die Strieska-Cracks noch einmal wissen und erhöhten die Schlagzahl deutlich. Das Spiel war nun deutlich ausgeglichener und das ohnehin schon hohe Tempo wurde nochmal gesteigert.
Die 1b-Rebels drängten immer massiver ins Spiel.
Auffällig war das nun deutlich mehr aufs Tor geschossen wurde als zuvor, um dann im Rebound erfolgreich zu sein.
Die beeindruckende Laufbereitschaft und Kondition der Eiswelt-Cracks offenbarten jetzt auch zunehmend Freiburger Probleme in der Passgenauigkeit und letztlich in der Konzentration. Zwar nicht in allen Blöcken, aber sobald der Gegner nachlies waren die 1b-Rebellen zur Stelle und bauten ordentlich Druck auf.
Dann kam wieder das fast schon legendäre Stuttgarter Überzahlspiel, das eigentlich nochmal die Wende einläuten sollte….
In der 48. Spielminute, und mit einem Mann mehr, war man gerade dabei die Freiburger in die Defensiv-Zone zu nageln, als man nach Scheibenverlust einen klassischen Konter kassierte, der dann vom überragenden Gäste-Forward Bräuner zum 2:6  abgeschlossen wurde.

Auch wenn das der Endstand war, muss noch die super Einstellung der Stuttgarter Landesliga-Mannschaft hervorgehoben werden, denn im letzten Abschnitt warf man nochmal alles nach vorne und übernahm sogar immer mehr die Spielkontrolle, aber die Bemühungen kamen zu spät.
Hätte man diesen Ansatz von Beginn an geliefert, dann hätte man den Tabellenführer richtig ärgern können….

Fazit:
Freiburg hat ein starkes  Landesliga-Team, ist aber -bei allem Respekt- keine Übermannschaft.
Dies haben offenbar auch die Freiburger Verantwortlichen erkannt, denn wie zu hören war ist das Saisonziel nicht der Aufstieg, sondern man möchte sich zunächst in der Landesliga etablieren. Wobei danach höhere Ambitionen nicht ausgeschlossen sind.
Absolut regionalliga-tauglich sind dagegen aber die 2-3 Freiburger Sturmtanks, darunter Tobias Bräuner, die die Landesliga mit Sicherheit über den Haufen schießen werden.

Zum Schluß noch ein großes Lob an die 1b-Rebellen, die zwar wieder unter Wert geschlagen wurden, aber es dürfte sich langsam die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass man gegen jeden Gegner mithalten kann.
Wenn man es schafft die Leistung im letzten Drittel über große Teile der  Spielzeit zu ziehen, dann wird jeder Kontrahent damit massive Probleme bekommen.
Im nächsten Spiel in der St. Maur Eishalle am kommenden Sonntag gegen die Pforzheim Bisons wäre dann die nächste Gelegenheit den gordischen Knoten zu zerschlagen.

Kabinenansprache von Eric Strieska:
” Ich bin stolz auf euch, ihr habt euch gut präsentiert. Das Ergebnis spricht leider nicht für unsere Leistung. Wir können wesentlich mehr, Freiburg war nicht um diese Differenz besser. Ganz großes Lob heute an unseren Goalie Patrick Thierfelder, Hut ab, starke Leistung. Am Dienstag ist wieder Training, da werden wir dann weiter arbeiten und uns weiter verbessern.”

Für Stuttgart am Schläger:
Patrick Thierfelder (Goalie), Max Klöckner, Dani Zweckbronner, Carlo Sala de Llobet, Colin Wolf, Dennis Wanner, Grgor Michalik, Darius Sirch, Ben Daubner, Max Strehle, Marcel Giese, Tolga Feroglu, Jesper Leis, Jonas Mauch, Felix Feichter, Nino Häberlen, Leo Schätzle.
Trainer: Eric Strieska
Mannschaftsleiter: Ole Abendroth

Freiburg2

Spitzenspiel auf der Waldau: Klassenprimus Freiburg ante portas

Am Samstag, 25.11.2017 um 20 Uhr kommt es in der Eiswelt zum Topspiel der Landesliga Südwest.
Die Waldau-Rebellen als aktueller Tabellendritter treffen zum ersten Mal auf den Spielbetrieb-Wiedereinsteiger und bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus dem Breisgau.
Die DEL2-Reserve des EHC Freiburg startet diese Saison wieder durch, nachdem man nach der Saison 2015/16 das Team aus der Regionalliga-Südwest aufgrund von Spielermangel zurückgezogen hat.
Die Rückkehr kann man bisher durchaus als gelungen bezeichnen: 4 beeindruckende Kantersiege und ein Penaltysieg stehen zu Buche!
Wobei hier insbesondere der 7:1 Heimsieg gegen Esslingen zeigt, wer in der Landesliga das Kommando führt.

Das Team besteht zumeist aus ehemaligen Routiniers aus der RL-Südwest und jungen Talenten sowie dem 37jährigen Leitwolf mit der #17 Tobias Bräuner, der letzte Saison noch in der DEL2 36 Spiele für die Wölfe Freiburg absolvierte.
Aber nicht nur auf dem Eis wimmelt es nur so vor Hochkarätern.
Mit dem B-Lizenz-Trainer Petr Mares steht ein Trainerfuchs auf der Wechselbank, der selber jahrelang als Profi unterwegs war und eine beachtliche Vita aufweist. Ihm zur Seite steht kein Geringerer als der letztjährige Co-Trainer der DEL2-Profi-Mannschaft Jan Melichar.
Freiburg geht in dieser Saison in die Vollen und die Marschrichtung zeigt eindeutig Richtung Regionalliga-Südwest, alles andere wäre eine kleine Sensation!

Tabelle22_11Die 1b-Rebels müssen jetzt aber nicht gleich den Eismeister um Hilfe bitten, indem dieser die Eismaschine quer vors Tor stellt, aber mit Freiburg kommt ein echter Kracher unter den Fernsehturm, der die Mannschaft von Coach Eric Strieska vollumfänglich und in allen Belangen fordern wird.

Auch wenn man zuletzt in Reutlingen leicht ins Straucheln geriet und eine unnötige Niederlage eingefahren hat, so ist das zwar ärgerlich, aber kratzt überhaupt nicht am Selbstbewusstsein, denn neben dem starken Teamspirit steckt hier nach wie vor großes Leistungsvermögen – in allen Mannschaftsteilen.

Also, sicher keine leichte “Hausaufgabe” für die 1b-Rebels, aber wir werden gut vorbereitet sein und versuchen wieder attraktives Power-Hockey anzubieten.
Und, wer weiß, vielleicht gelingt mit der Unterstützung der Fans ein Paukenschlag, denn gegen starke Teams hat man sich bisher immer gut aus der Affäre gezogen und dem Gegner mit großer Konzentration und Motivation stets einen heißen Kampf geboten.
In diesem Sinne: Ran an die ultimative Herausforderung !

🏒🏒🏒    GET READY FOR BATTLE 🏒🏒🏒

Eiswelt Stuttgart
Samstag, 25.11.2017
Bully 20:00 Uhr
Eintritt frei

Schiedsrichter: Peter Moosberger (ESG Esslingen), Frank Hunt (ESC Hügelsheim)

Freiburg

Text: Ralf Seidel

Ein magischer Moment auf dem Eis

Eishockey: Eric Strieska aus Böblingen spielt bei den Stuttgart Rebels in der Regionalliga und ist zudem Trainer der zweiten Mannschaft
Wer hierzulande Eishockey-Profi werden will, der hat es nicht einfach. Eric Strieska aus Böblingen war auf dem Weg dorthin, spielte sogar in der ersten finnischen U20-Liga. Heute geht der 23-Jährige für die Stuttgart Rebels in der Regionalliga auf Torejagd und trainiert die zweite Mannschaft in der Landesliga.

Von Sandra Langguth

09.11.2017 BÖBLINGEN. Mit drei Jahren stand Eric Strieska zum ersten Mal auf dem Eis. Ein magischer Moment. Und eine Erfahrung, die sein Leben verändern sollte. „Meine Eltern stammen aus der Slowakei, da ist Eishockey sowas wie ein Nationalsport, wie Fußball in Deutschland“, erzählt der Böblinger. Fortan zog es ihn auf die Waldau nach Degerloch. Erst lernte er bei den Bambini das Einmaleins des Schlittschuhlaufens. „Da geht es darum, ein Gefühl für das Eis zu bekommen. Die Kinder schieben deshalb erstmal einen kleinen Pinguin vor sich her“, erinnert sich der 23-Jährige lachend. Ganz ohne tierische Hilfe fand Eric Strieska schnell Gefallen am flotten Spiel mit Schläger und Puck und ging bis zu seinem 13. Lebensjahr auf der Waldau ins Training, ehe der Wechsel zu den Bietigheim Steelers in die Schüler-Bundesliga anstand.
Als Außenstürmer hatte er dort mit seinem Teamkameraden Matthias Vostarek einen richtigen Lauf. „Wir haben zusammen fast 100 Scorer-Punkte gemacht. Mal gab er die Vorlage und ich hab getroffen, mal andersrum.“ Mit ihrer Torausbeute hatten die beiden maßgeblichen Anteil daran, dass die Mannschaft nicht abgestiegen ist. Drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche standen damals schon an. Anfangs fuhr ihn noch der Papa hin, dann nahm Eric Strieska die Bahn. Selbstständig zu sein, lernte der Schüler der Goldberg-Realschule ohnehin schon früh. „Meine Mutter ist Chemikerin für Aromen und beruflich nach Wien gezogen, mein Vater hat geschichtet“, berichtet der 23-Jährige. So fiel ihm auch der Umzug nach Köln 2009 nicht schwer. Als 16-Jähriger lebte er dort ein Jahr bei einer Gastfamilie und ging für die Haie in der U18-DNL, der Deutschen Nachwuchsliga, auf Punktejagd. „Dass ich nicht mehr in meinem gewohnten Umfeld war, hat mich eigentlich gar nicht so beschäftigt. Ich wollte einfach Eishockey spielen.“ Und das tat er auch. Auf einer speziellen Sportschule drückte er zudem neben späteren Profifußballern wie Timo Horn oder Christian Clemens die Schulbank. Nach zwei Jahren kehrte Strieska zurück in die Heimat, machte seinen Realschulabschluss und brachte sich soweit in Form, dass ein Spielerberater ihn in die erste finnische U18-Liga vermitteln konnte. Drei Jahre verbrachte der Böblinger damals im fernen Norden, spielte erst für Salpa in Lappenranta, dann eine Saison in der U20 für Jokipojat in Joensu und ein Jahr für Tuto Hockey in Turku. „Das war eigentlich die schönste Station, auch von der Stadt und den Menschen her“, erinnert sich der 23-Jährige, der dort auch sein International Baccalaureate Diploma – vergleichbar hier mit dem Abitur – abgelegt hat. „Das war schon toll, total international.“ Gerne wäre Strieska länger in Turku geblieben, zumal mit Matthias Vostarek auch sein alter Sturmpartner zur Mannschaft stieß. „Wir haben uns dort auch eine Wohnung geteilt.“
Der Sprung zu den Seniors blieb den beiden allerdings verwehrt und sie entschieden sich, nach Deutschland zurückzukehren. Da bei Strieska in dieser Zeit außerdem eine Augenkrankheit diagnostiziert wurde, beschloss er, Eishockey nur noch hobbymäßig zu machen. „Beim Sehtest für den Führerschein kam raus, dass ich Keratokonus habe. Das heißt, meine Netzhaut ist sehr dünn, und es besteht die Gefahr, dass sie reißt. Einen Schläger sollte man da nicht unbedingt ins Auge bekommen.“ So kehrte er zu den Stuttgart Rebels zurück und spielte in der Saison 2014/15 erstmals in der ersten Mannschaft, die in der Regionalliga um Siege kämpft. Ein Jahr später übernahm er das Landesliga-Team als Trainer.
„Die ersten zwei Spielzeiten hatte ich dafür eine Sondergenehmigung. Inzwischen war ich aber auf dem C-Trainer-Lehrgang“, berichtet Strieska und zeigt seine Lizenz. „Sich mit anderen Trainern auszutauschen, hat total Spaß gemacht.“ Einen weiteren Lehrgang schließt er nicht aus, zumal die zweite Mannschaft für den Eishockey-Klub extrem wichtig ist. „Wer es nicht in die erste schafft, spielt ebenso bei mir wie viele U18-Spieler. Insgesamt hat der Kader 40 Leute“, muss Strieska jede Woche neu überlegen, wem er wann wieviel Spielzeit gibt. „Manche hängen sich auch neben dem Eis voll rein fürs Team und sind dafür nicht die besten Spieler, andere übernehmen gar keine Extraaufgaben, schießen aber Tore“, beschreibt der 23-Jährige den Zwiespalt. Deshalb nimmt er meistens zwei starke und eine nicht ganz so starke dritte Reihe mit zum Spiel, insgesamt also 17 Leute. Zweimal die Woche findet auf der Waldau das Training statt. Erst streift sich Strieska selbst die 20 Kilogramm schwere Ausrüstung über und trainiert mit dem Regionalliga-Team, ehe er anschließend noch als Trainer auf dem Eis steht. Viel Aufwand, zumal eine Saison von Ende August bis Ende März geht.
Gemeinsam mit Andreas Räth aus Gärtringen, der in der ersten Mannschaft im Tor steht, spielte Strieska vergangenen Freitagabend zuhause gegen Ravensburg. Viele vergebene Torchancen führten am Ende vor rund 300 Zuschauern zu einer knappen 2:3-Niederlage. Am heutigen Freitag wollen es die Stuttgart Rebels gegen EHC Zweibrücken besser machen. Los geht es in der Eiswelt auf der Waldau um 20 Uhr.

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Wir bedanken uns beim Böblinger Boten für die Genehmigung zur Veröffentlichung.