Kategorie: Landesliga 1b

Sensationell: 1b-Rebels stürmen auf Platz 4


Auch im zweiten Saison-Duell behielten die Rebellen die Oberhand und konnten in einem zerfahrenen Spiel einen verdienten 8:4 (2:1/1:1/5:2) Sieg eintüten und warfen damit den Anker auf Tabellenplatz 4.
Die Gäste traten dabei in Minimal-Besetzung (10+2) an und konnten lange dagegenhalten, aber im letzten Drittel brach ein Strafzeiten-Tsunami auf die Adler ein, so dass das Spiel völlig aus den Fugen geriet.
Aber, um es gleich vorwegzunehmen, es war eine absolut faire Begegnung, ohne irgendwelche Einlagen aus der Welt des Boxsports.
Während aber die einen die Beurteilungen der Schiedsrichter ohne Kommentar akzeptierten, arbeiteten sich die anderen an der Spielleitung ab, und so wurde aus mancher Mücke (2.Min.-Strafe) innerhalb von Sekunden ein Elefant (Matchstrafe).
Aber, es wurde auch Eishockey gespielt….

Stuttgart übernahm dabei von Anfang an das Kommando und bestürmte vehement die gegnerischen Abwehrreihen.
Phasenweise powerplay-ähnliches Spielgeschehen, indem die Adler regelrecht in ihr Nest gedrängt wurden.
Aber es fehlte etwas Entscheidendes: die Tore.
Und so kam es wie es kommen musste…
Im typischen Reutlinger Stil ließ man vorne einen Stürmer an der Blauen “parken” und der wartete auf einen tiefen Pass, der dann auch kam und damit war der Weg frei zu einer 1 auf 0 Situation, und wenn dieser Stürmer dann auch noch Tilgner heisst, dann ist hiermit auch das 0:1 (5.Min.) erklärt.
“Machst du keins, kriegst du eins”….Damn!!!!
Aber dieser Betriebsunfall wurde kurze Zeit später korrigiert als #5 Philipp Rusch von links aus einem unmöglichen, spitzen Winkel knapp vor der Torauslinie der 1:1-Ausgleich (11.Min.) gelang.
Damit nicht genug…
Nach einem Reutlinger Fehlpass im Anschluss eines Bullys im Stuttgarter Verteidungsdrittel übernahm die #14 Yannick “Schwarzenegger” Barthruff das schwarze Spielgerät und stürmte bullenartig über alle Linien hinweg auf Reutlingens Keeper Manuel Rogge zu und machte kurzen Prozess: 2:1 (13.Min.)
Danach verflachten die Offensivbemühungen der Waldau-Truppe etwas und Reutlingen kam besser ins Spiel, ohne aber Akzente setzen zu können.

Im zweiten Abschnitt erwarteten viele der knapp 70 Zuschauer dann einen Stuttgarter Sturmlauf, um dem zahlenmäßig unterlegenen Gästen so richtig einzuheizen und daraus weitere Treffer zu generieren.
Aber, es kam anders…
Das Spiel plätscherte so vor sich hin und mancher Beobachter stand am Rande einer Gesichtslähmung, denn das Spielniveau ging unerklärlicherweise stetig nach unten:
hier ein Fehlpass, da ein schludriger Angriff- auf beiden Seiten ging nur noch sehr wenig.
Passend dazu dann auch das kuriose 3:1 Powerplay-Tor durch Stuttgarts Topscorer Darius Sirch in der 36.Min. als sein bereits durch Rogge parierter Schuss die Kufe von Reutlingens Matthiew Lewis berührte und von da ins eigene Tor rutschte.
Kaum war das Spiel aber wieder freigegeben schlugen die Gäste zurück.
Ein Onetimer von Adler Max Enz brachte den 3:2-Anschlußtreffer (37.Min.)
Könnte man im Eishockey ein Drittel streichen wäre dieses hier der große Favorit….

Das Spiel war also noch lange nicht entschieden.
Aber wenn der Sprung auf Platz 4 gelingen soll, dann war ein Sieg heute Pflicht und es war an der Zeit noch mindestens eine Schippe draufzulegen.
Das Spiel wurde etwas strukturierter und beide Teams jetzt mit Abschlüssen, ohne aber die jeweiligen Hüter in Bedrängnis zu bringen.
Dann brachen die letzten 13 Minuten an und das Spiel kippte langsam aus den Latschen.
Es begann das kurioseste Drittel der gesamten Saison…
Stuttgart im 4/3 Powerplay, und ein schlampiger Pass an der blauen Linie genügte Reutlingens Routinier Dominique “Turbo” Tilgner zum Durchmarsch und 3:3-Ausgleich (47. Min.).
Aber die Rebellen-Antwort durch #77 Michael Bartmann kam umgehend mit einem Schlenzer von der blauen Linie zum 4:3 (48. Min.).
Die Waldau-Truppe nahm nun das Heft wieder mehr in die Hand, einerseits begünstigt durch die regelmäßigen Boxenstopps der Gäste, aber auch die Zielstrebigkeit der eigenen Aktionen war plötzlich wieder da.
Als dann Rebels-Sturmtank Darius Sirch drei Minuten später zum Solo ansetzte, konnte er nur noch mit einem Foul am Abschluss gehindert werden, was mit einem Penalty geahndet wurde.
Diesen verwandelte er dann traumhaft sicher mit der Rückhand zum 5:3 (51. Min.).
Jetzt konnte man etwas durchatmen, denn die Fernsehturm-Kampfeinheit war wieder “back in business” und hielt die Fäden in der Hand.

Den Faden völlig verloren haben dagegen jetzt die Achalm-Adler, die sich fortan mit den Schiedsrichtern “auseinandersetzten” und dann reihenweise die Segel streichen mussten.
Es gab so ziemlich alles was das IIHF-rule book an Strafen hergab und damit war auch das Spiel völlig aus dem Tritt.
Als dann kurz danach in der 55. Minute die Rebellen in einem Doppelschlag durch Darius Sirch und 8 Sekunden später Leo Schätzle auf 7:3 erhöhten, sollte das die Entscheidung gewesen sein.
Trotzdem gaben sich die verbliebenen Gästespieler von der Achalm nicht auf und kamen durch Matthias Scheel noch zum 7:4.

Danach wurde der Luftraum für die Adler dann komplett geschlossen.
Minutenlange Unterbrechung wegen einer Bankstrafe, die dann innerhalb von Sekunden zum Totalausschluß eskalierte (siehe Video)
Die Bewunderung gilt hier dem Zeitnehmer und Punktrichter, die die ehrenvolle Aufgabe hatten das Geschehen zu dokumentieren.
Die Zuschauer waren hierbei komplett überfordert.
Knapp 2 Minuten vor Spielende folgte dann der 8:4-Endstand durch unseren japanischen Dauerbrenner Masaru Komiyama, der eine saubere Puck-Stafette erfolgreich beenden konnte.

Fazit:
Ein unglaubliches Spiel!
Letztlich steht auf der Anzeigetafel ein deutlicher, ja fast schon standesgemäßer Sieg und in 2-3 Wochen redet keiner mehr darüber, aber der Verlauf war schon bemerkenswert.
Aber egal, mit diesem Sieg gelingt der Sprung auf Platz 4 in der Landesliga und damit der größte Erfolg einer Stuttgarter Mannschaft seit Jahren.
Addiert man noch den Umstand hinzu das Ganze mit 4 Spielen weniger als die anderen  erreicht zu haben, dann gleicht das einer echten Sensation.

Die Saison 2018/19 ist hiermit Geschichte.
Der überragende Teamspirit in der Stuttgarter Kabine hat sich heuer endlich auch auf die Leistung übertragen.
Und das ist nicht nur so daher gesagt, sondern beschreibt das Miteinander im allerbesten, ehrlichsten Sinne.

Dazu gehören auch diejenigen, die das Team bei den vielseitigen Aufgaben während eines Heimspiels hinter der Bande unterstützt haben:
-Stadionsprecher Bernd Wegst, Punkterichterin und Legende Julia Wolter,
-die vielen, die z.B. die Strafbänke übernommen haben, darunter auch einige Frauen/Freundinnen von Spielern
-unserem Feel-Good-Manager, Meckatzer-Zapfer, Spieler-Papa und Kamera-Mann Gerd Schneider
-und natürlich unserem  Olav Schnier, der es ermöglichte ein Landesliga-Spiel professionell als Live-Übertragung auf YouTube zu bringen!

Ohne euch wäre das alles gar nicht möglich!!! VIELEN DANK DAFÜR !!!
Wir sehen uns kommende Saison wieder !

1b-Rebellen vs. TSG “Black Eagles” Reutlingen 8:4 (2:1/1:1/5:2)

Abschlusstabelle 2018/2019

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Philipp Rusch, Lorenz Neuhauser, Carlo Sala de Llobet, Yannick Barthruff, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Colin Wolf, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jonathan Krause, Michael Bartmann, Felix Feichter, Nino Häberlen, Darius Sirch, Leo Schätzle

Spielbericht:
05.Min. 0:1 Tilgner (Lewis)
11.Min. 1:1 Rusch (Michalik)
13.Min. 2:1 Barthruff (Komiyama/Rusch)
——————————————–
36.Min. 3:1 Sirch PP1
37.Min. 3:2 Enz (Lewis/Scheel)
——————————————–
47.Min. 3:3 Tilgner (Feierabend/Hamm) SH1
48.Min. 4:3 Bartmann (Barthruff/Feichter) PP2
51.Min. 5:3 Sirch PENALTY
55.Min. 6:3 Sirch (Neuhauser/Feichter)
55.Min. 7:3 Schätzle (Sirch/Neuhauser) PP1
57.Min. 7:4 Scheel (Lewis/Enz)
59.Min. 8:4 Komiyama (Michalik)

Trainer: Eric Strieska
Teammanager: Ole Abendroth

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart 15+1
Reutlingen 10+2

Strafzeiten:
Stuttgart: 6 Minuten
Reutlingen:  114 Min.

Bericht/Video: Ralf Seidel
Fotos: Miro Halbych

Platz 4 im Visier – Adler im Anflug

​Am Freitagabend empfangen die 1b-Rebels die TSG “Black Eagles” Reutlingen zum letzten Heimspiel der Saison 2018/19.

Die Waldau-Truppe spielt in dieser Partie um den 4. Tabellenplatz, was im Prinzip jetzt schon eine Sensation darstellt, während die Gäste bereits vor diesem Spiel als Tabellenschlußlicht aus der Saison gehen werden.
Die Mannschaft hat unter der Woche akribisch gearbeitet und geht bestens vorbereitet in das Rückspiel.
Das Hinspiel in Reutlingen ging mit einem überraschend deutlichen 6:2-Auswärtssieg über die Bühne, was auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurückzuführen war.

Bei aller Vorfreude auf das letzte Spiel werden die 1b-Rebellen aber einen Fehler nicht machen: den Gegner unterschätzen!

Es wird darauf ankommen, das Spiel mit Köpfchen anzugehen und dabei am besten der Strafbank fern zu bleiben.
Die taktische Disziplin war damals im Hinspiel ein großes Plus und brachte letztlich die volle Punktzahl aus der Achalm-Stadt.

Also, alles auf Gefechtsstation:
gehen wir die letzte Aufgabe positiv, aber mit Respekt an und machen einfach dort weiter, wo wir gegen Esslingen aufgehört haben: mit vollem Einsatz!

1b-Rebels vs. TSG “Black Eagles” Reutlingen

Eiswelt Stuttgart
29.03.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Ruben Schmidt
Ingo Lüsch

1b-Rebels vor Derby-Knaller

Leo Schätzle im Zweikampf

Derbyzeit in der Eiswelt:
Die 1b-Rebellen freuen sich auf ihr vorletztes Spiel am kommenden Freitag 22.03. um 20 Uhr in der Landesliga Baden-Württemberg gegen die ESG Esslingen, die seit einigen Wochen bereits als Meister über die Ziellinie gegangen sind.

Siege und Niederlagen sind im Sport selten bis nie planbar, und so war die unerwartet deutliche 12:1 Niederlage im Hinspiel auf der Neckarinsel ein echter Schuß vor den Bug, der deutlich vor Augen führte was passieren kann, wenn man die taktische Linie verlässt.
Im ewigen jungen Duell gegen unsere Esslinger Sportfreunde muss alles stimmen, man darf sich rein gar nichts erlauben, denn der spielstarke Gegner bestraft Nachlässigkeiten umgehend.

Im Gegensatz zur ESG geht es für die Fernsehturm-Truppe im Saison-Showdown  um alles, denn von Platz 3 bis nach unten ist rein rechnerisch noch alles drin, und das obwohl man aufgrund von knappen Eiszeiten vor der Saison nur eine Einfachrunde melden konnte und damit 4 Spiele weniger absolviert als der Gegner.
Um unter anderem diesen Umstand in Zukunft zu beseitigen, gilt es bis zum 1. April bei der Abstimmung zum Bürgerentscheid Flagge zu zeigen und das Thema auf die Agenda zu bringen.
Dazu sind alle Bürger der Stadt Stuttgart aufgerufen für das Projekt “weitere Eishalle auf der Waldau planen” im Bürgerhaushalt zu stimmen.
weitere Infos:

Nicht auszudenken, was alles möglich gewesen wäre, hätte man über die volle Distanz eingreifen können, so aber bleiben nur noch zwei Heimspiele gegen Esslingen und dann eine Woche später gegen Reutlingen, um ein vor der Saison nicht für möglich gehaltenes Szenario zu schaffen.
Aber die volle Aufmerksamkeit gilt zunächst dem Meister, der sich auf der Waldau in der Vergangenheit des öfteren sehr schwer tat.
In der letzten Saison kam es sogar zur Sensation, als den Rebellen ein sagenumwobener 5:3-Heimsieg gelang und damit kurzzeitig die Machtverhältnisse verschoben wurden.

Was man allerdings jetzt schon vor der Partie definitiv sagen kann:
die Hütte wird traditionell voll sein, denn ein Derby, insbesondere gegen den Meister ist ein absolutes Highlight und zieht mit Sicherheit wieder einige Zuschauer an.

Was man auch noch definitiv sagen kann:
Gegen Esslingen braucht man keinen zu motivieren….

1b-Rebels vs. ESG Esslingen
Eiswelt Stuttgart
Freitag, 22.03.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Stephan Frölich
Mike Kerbel

1b-Rebellen wollen gegen Mannheim nachlegen

Drei Punkte sind das Ziel der 1b-Rebellen in ihrem Heimspiel!
Am Freitag 08.03.2019 ab 20 Uhr soll das Vorhaben gegen die Maddogs Mannheim 1b in der heimischen Eiswelt in die Tat umgesetzt werden.

Diese Ansage ist keineswegs despektierlich oder gar überheblich, sondern resultiert aus den bisherigen Auftritten und ist Ausdruck des neuen Selbstvertrauens, dass man sich in den letzten Wochen erarbeitet hat.
Aber, trotz allem: es wird ein hartes, intensives Spiel erwartet, denn die Maddogs sind keine Underdogs, die man mal kurz so abfertigt und mit einer Packung heimschickt.
Im ersten Aufeinandertreffen war dies insbesondere im ersten Drittel zu sehen als die Rebellen massiv ins eigene Drittel gedrückt wurden und der Mannheimer Führungstreffer kurz bevor stand.
Auch ist noch nicht bekannt mit welcher Mannschaft die Gäste antreten werden, denn einige Spieler aus der 1. Mannschaft werden mit Sicherheit das Team verstärken, so dass auch hier wieder äußerste Disziplin, Geduld und Wachsamkeit gefordert sein werden.

Im Prinzip war diese Einstellung im ersten Aufeinandertreffen auch der Schlüssel zum fantastischen, völlig unerwarteten 8:3-Auswärtssieg als man im Vorfeld mit einem Rumpfteam darauf aus war den Gegner möglichst lange zu ärgern, dann aber nach 60 Minuten die volle Punktzahl in den Mannschaftbus packen durfte.

Nach 3 Auswärtsspielen hintereinander freut sich das Rebellen-Team endlich wieder auf heimischem Eis aufzulaufen und hofft auf großartige Unterstützung von den Rängen damit die Siegesserie gemeinsam auf drei Spiele ausgebaut werden kann.
Mit einem Heimsieg könnte man sich auch an die bisher unerreichbaren Eisbären aus Balingen heranschießen und damit Tabellenplatz 3 ins Visier nehmen.
Also, aller guten Dinge sind drei…

Let’s get ready to rumble !

Eintritt frei.

Restprogramm:
Sa. 16.03. Schwenningen (A)
Fr. 22.03. Esslingen (H)
Fr. 29.03. Reutlingen (H)

1b-Rebels vs. Maddogs Mannheim 1b
Eiswelt Stuttgart
Freitag, 8.3.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Axel Beitze
Sebastian Hilse

Text/Fotos: Ralf Seidel

Coole 1b-Rebels siegen in Reutlingen

Mit 6:2 (2:0/2:0/2:2) gewinnen die 1b-Rebellen ihr Auswärtsspiel am Sonntag gegen das Landesliga-Schlusslicht Black Eagles Reutlingen.
Bisher war es so: man fährt Richtung Achalm, hält lange gut mit und kassiert trotzdem eine Niederlage.
Die Festung Reutlingen schien bis dato uneinnehmbar.
Doch diesmal sollte alles anders kommen…

Sonderlob vom Trainer: #27Colin Wolf

Eine bis in die Haarspitzen top-motivierte Waldau-Truppe, die mit 3 Blöcken nahezu in Bestformation antreten konnte, hatte die Partie über große Teile im Griff und setzte den Gegner vom Bully an unter Druck.
Stuttgarts Motor lief nach anfänglichen kleinen Rucklern zügig auf Betriebstemperatur und zeigte von Anfang das es diesmal keine Gastgeschenke geben wird.
In der 9. Minute schlug Stuttgarts erster Block dann das erste Mal im Powerplay zu:
Leo Schätzle auf Darius Sirch, und der auf den erneut stark aufspielenden Marek Prokes, und Stuttgart geht verdient mit 1:0 in Führung.
Die Strieska-Boyz spielen nun routiniert ihre Chancen heraus, aber ließen im Abschluss den finalen Biss vermissen.
Viele Chancen wurden leichtfertig verspielt und erst in der 13. Minute gelang Stuttgarts Killer Neuhauser wieder in Überzahl, der längst überfällige Treffer zum 2:0.
Stuttgarts special team zeigte sich heute von seiner besten Seite…
Vom Gegner war bis dato relativ wenig zu sehen, die traditionellen überfallartigen Angriffe konnten frühzeitig entschärft werden, was wiederum für die intelligente Defensivarbeit und Raumaufteilung spricht.
Mit diesem für die Gastgeber mehr als schmeichelhaften 2:0 ging es dann auch in die Kabinen.
Coach Strieska hatte trotz der Führung einiges zu kritisieren, insbesondere mit der Chancenverwertung war er überhaupt nicht einverstanden und forderte deutlich mehr Abschlüsse und mehr Zug zum Tor insgesamt, denn gerade diese Fahrlässigkeit könnte sich im Verlauf eventuell noch rächen.
Er sollte wieder Recht behalten, denn Reutlingen kam zunächst wie verwandelt aus der Kabine und spielte plötzlich gefährlich mit. Stuttgarts Defensive war nun mehr beschäftigt und das Spiel nahm deutlich Fahrt auf.
Aber die Cazacu-Truppe blieb der Strafbank treu und dezimierte sich in der 36. Minute erneut.
Es war wieder die Zeit der #10 Marek Prokes, der diesmal an der Blauen nicht lange fackelte und eine Boden-Luft-Rakete Richtung Reutlingens Goalkeeper Florian Grad abfeuerte, die beinahe das Tor aus der Verankerung riss. Wow !
3:0 und wieder eine starke Powerplay-Glocke !!!
Die Feierlichkeiten auf der Stuttgarter Wechselbank waren kaum vorbei, da lag keine 30 Sekunden später das Hartgummi erneut im Eagles-Nest. 1b-Rebellen-Forward Masaru Komiyama, der Mann mit dem Warp-Antrieb an den Kufen schickte die unermüdliche #27 Colin Wolf auf Reisen und es steht plötzlich 4:0 (36. Min.)
Das zarte Reutlinger Pflänzchen wurde hiermit gnadenlos abgemäht !
Die 1-Rebels hatten zu jedem Zeitpunkt eine Antwort parat und erhöhten damit das Frustpotential beim Gegner deutlich.
Zum letzten Drittel kamen die Gastgeber wild entschlossen aus der Kabine und erzielten durch ihren besten Mann mit der #13 Max Enz den Anschlusstreffer zum 4:1 (44.Min.).
Aber irgendwie hatte man nicht das zwingende Gefühl das hier noch was anbrennen könnte, denn Stuttgarts Defensive hatte die Lage weitestgehend im Griff und mit Niklas Syguda erneut einen souveränen Schlussmann zwischen den Pfosten.
Das Spielniveau ging nun deutlich nach unten, denn die 1b-Rebellen standen defensiv weiterhin sehr kompakt und blieben nach vorne mit schnellem Spiel immer präsent, wohingegen die Gastgeber mit dem Kopf durch die Wand wollten, aber nicht die spielerischen und vor allem konditionellen Mittel hatten, um dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben.
Als dann in einem Doppelschlag der Spielstand innerhalb von knapp 4 Minuten durch Darius Sirch und Lorenz Neuhauser auf 6:1 (52.+55.Min.) hochgeschraubt wurde, waren die 3 Punkte save.
Daran sollte auch das schlussendliche 6:2 durch den Reutlinger Doppel-Torschützen Max Enz nichts mehr ändern, das lediglich nur etwas Ergebnis-Kosmetik darstellen sollte.

Fazit:
Die 1b-Rebellen surfen weiter auf der Erfolgswelle, nicht nur ergebnis-technisch, sondern vielmehr als Team bringt so ein Spiel alle einen Schritt nach vorne.
Der abgezockte Auswärtssieg der Rebellen darf daher durchaus als Husarenstück bezeichnet werden, denn erstmal spielte man mit 3 kompletten Reihen durch.
Auch wenn es immer ein paar Stellschrauben gibt, die man noch diskutieren könnte, so treten diese aufgrund der tollen Mannschaftsleistung heute in den Hintergrund.
Genießen wir den Moment, Auswärtssieg in Reutlingen: Glückwunsch Männer !

Am nächsten Freitag 20 Uhr geht es dann weiter mit einem Heimspiel gegen die Maddogs Mannheim, was sicherlich wieder ein spannendes Match geben wird, denn der Gegner wird sich für die Niederlage in Mannheim revanchieren wollen.
Wir sind bereit!

Ein sichtlich zufriedener Coach Strieska:
” Tolle Teamleistung. Danke an alle für den Einsatz. Sonderlob geht diesmal an unsere #27 Colin Wolf, Top-Leistung, Gratuliere!
Wir belegen jetzt Platz 4 und das mit den wenigsten Spielen.
Kommt wieder alle ins Training, damit wir am Freitag wieder so ein Ding raushauen können!”

Zuschauer: 75

Strafzeiten:
Reutlingen: 30 Min.
Stuttgart: 10 Min.

Spieler auf Spielbericht:
Reutlingen:15+2
Stuttgart: 15+1

Die Adler-Bezwinger:
Niklas Syguda (Goalie), Philipp Rusch, Lorenz Neuhauser, Marek Prokes, Masaru Komiyama, Colin Wolf, Ole Abendroth, Josip Strutz, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jesper Leis, Jonathan Krause, Michael Bartmann, Darius Sirch, Leo Schätzle

Coach: Eric Strieska
Teammanager: Ralf Seidel

Bericht/Fotos: Ralf Seidel

Dezimierte 1b-Rebellen holen Dreier in Mannheim !

Die Waldau-Cracks fuhren einen überraschend deutlichen 8:3-Auswärtssieg (2:0/5:1/1:2) ein und haben damit den Charaktertest mit Auszeichnung bestanden.

Es sind die Spiele, über die man eigentlich ein Buch schreiben könnte, denn bereits vor der Abfahrt auf der Waldau war die Grundstimmung alles andere als positiv.
Mit 11+1 Kriegern ging es Richtung Mannheim, wohlwissend dass dies bereits eine Art Vorentscheidung sein könnte.
Als dann beim Warmmachen die schlimmsten Befürchtungen bestätigt wurden und klar war, dass der Gegner mit seiner geballten Feuerkraft (17+2) auftreten wird, war die Stimmung am Boden.

Aber Stuttgarts Chefstratege Eric Strieska beruhigte die Gemüter, indem er einen glasklaren Plan ausgab mit detaillierten Aufgaben an jeden Spieler.
Der Begriff “ökonomische Defensive” trifft es wohl am besten: “Der Gegner wird versuchen uns niederzukämpfen, also Stellungen halten, unter allen Umständen, Scheibe tief wenn nötig, egal wie, weg vom Kasten und schnelle Wechsel. Lange Wege vermeiden. Jungs, denkt dran, wir können auch Eishockey spielen.
Gehen wir raus und ärgern sie!!”

Er sollte Recht behalten, denn vom Bully weg drückten die Maddogs auf die defensiven Stuttgarter Stellungen als gäbe es kein Morgen mehr.
Aber das Abwehrbollwerk hielt, und mehr noch, keine 2 Minuten gespielt und in einer der ersten Stuttgarter Angriffe setzte Stuttgarts Josip Strutz die Hartgummi-Scheibe im Powerplay ins Mannheimer Gehäuse.
Unfassbar, unglaublich, damit hatte nun niemand gerechnet, und als dann in der dritten Minute Stuttgarts Kanonier Lorenz Neuhauser gar auf 2:0 erhöhte, war die Überraschung komplett.

Die “verrückten Hunde” schienen aber nur kurzzeitig aus dem Konzept und nahmen danach die Belagerung wieder auf.
Das Spiel lief jetzt im Prinzip fast nur in eine Richtung, aber Stuttgart verteidigte leidenschaftlich die Positionen und hielt sich zu 100% an den Matchplan, kein unnötiges Risiko und wenn doch mal ein Mannheimer Durchbruch gelang, war da noch der Herr der Stuttgarter Netze Niklas Syguda, der wieder mit einer überragenden Leistung brillierte und als Turm in der Abwehrschlacht fungierte und so die Führung mit in die Pause trug.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis die Gastgeber zum Anschlusstreffer kommen sollten, denn der Druck war immens und das Spieltempo brutal hoch.

Dasselbe Drehbuch dann im zweiten Drittel,:wütende Mannheimer Angriffe, die aber mit zunehmender Dauer immer fahriger wurden: die 1b-Rebellen stellten sich immer besser auf den Gegner ein und begannen immer öfter Nadelstiche zu setzen.
Dann kam die die 28. Minute, Stuttgart im Powerplay und showtime für die bärenstarke #10 Marek Prokes
Marek übernimmt die Scheibe an der roten Linie, setzte sich über links durch, tankte sich ins Angriffsdrittel, zieht nach innen, lies noch kurz 2 Verteidiger stehen und hämmerte das Gummi in die Maschen !
Sehr geehrte Damen und Herren: DAS WAR SENSATIONELL und Stuttgart führt plötzlich 3:0 !!!
What a shot, genius goal!!!

Das war die Initialzündung für das Stuttgarter Spiel, denn jetzt brach der gegnerische Abwehrverband regelrecht auseinander.
Stuttgarts Außenstürmer Lukas Borchert erhöhte in der 31. Min. in einem Doppelschlag innerhalb von 42 Sekunden auf 5:0!
Jetzt gab es kein Halten mehr…
Von nun an spielte eigentlich nur noch eine Mannschaft, auch wenn die Gastgeber mit einem Dusel-Tor von der Torauslinie zum 5:1 kamen, sollte das nichts am Momentum ändern, denn Michael “Mickey” Bartmann gelang in der 36. Minute das nicht für möglich gehaltene 6:1.
Und als die quirlige #87 Darius Sirch knapp 3 Minuten später sogar auf 7:1 erhöhte wusste man auf der Stuttgarter Bank gar nicht wohin mit der Freude: brüllen, staunen, gegen die Bande hauen, abklatschen und das alles auf einmal.
Szenen wie auf einer voll besetzten Hüpfburg auf der Stuttgarter Wechselbank, denn die Treffer waren allsamt spitzenmäßig herausgespielt und das musste natürlich entsprechend gewürdigt werden.
Zum Glück ging es danach auch gleich in die Pause, denn das Adrenalin war hier am Anschlag…unglaublich…

Eigentlich war dies auch bereits die Entscheidung, denn die Maddogs Reserve war im letzten Drittel sichtlich geschockt und demoralisiert.
Zudem gelang Darius Sirch -kaum war das Spiel freigegeben- gar das 8:1 und beseitigte damit die letzten Zweifel, sofern überhaupt noch welche bestanden.
Dann verlies man kurz den Pfad der Tugend und damit den Matchplan, und begann plötzlich zu zocken, was der Gegner auszunutzen wusste und mit 2 Gegentoren bestrafte (43.+57. Min.).
Hätte man hier die konsequente Linie weitergespielt, dann hätte man die Maddogs in den Totalverlust führen können, so aber ging man „nur“ mit einem mehr als verdienten 8:3-Sieg vom Eis.

Fazit:
Die 1b-Rebellen haben sich mehr als rehabilitiert und zeigen wieder den wahren Kampfgeist, der das Team immer wieder ausgezeichnet hat.
Der eigentliche Held dieses Abends steht allerdings hinter der Bande und heißt Eric Strieska.
Wie er die “Notbesetzung” gecoached hat, wie er trotz aller Hektik ruhig auf jeden Einzelnen eingewirkt, aufgebaut, motiviert und die individuellen Aufgaben immer wieder angesagt hat…davor kann man nur den Hut ziehen.
An diesem denkwürdigen Abend hat einfach alles gepasst.
Das war eine beeindruckende Vorstellung und klasse Teamleistung !

Eric Strieska:” Ich bin stolz auf euch, wir haben über die volle Distanz gefightet und alles gegeben. Ihr habt gesehen was alles möglich ist….und mehr als verdient gewonnen ! Und: auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, Sonderlob geht wieder an unseren Goalie Niklas Syguda, klasse Leistung !”

Die Helden von Mannheim:
Niklas Syguda (Goalie), Marek Prokes, Carlo Sala de Llobet, Gregor Michalik, Michael Bartmann, Ole Abendroth, Lorenz Neuhauser, Philipp Rusch, Josip Strutz, Jonathan Krause, Philip Schneider, Darius Sirch, Lukas Borchert

Trainer: Eric Strieska,
Mannschaftsleiter: Masaru Komiyama

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart: 11+1
Mannheim 17+2

Strafzeiten:
Stuttgart: 18 Min.
Mannheim: 31 Min.

Text/Bilder: Ralf Seidel

1b muss am Sonntag in Mannheim ran

Die Waldau-Cracks stehen vor einem richtungsweisenden Auswärtsspiel.
Am Sonntag 10.02.2019 um 17 Uhr geht es in die SAP-Arena (Nebenhalle) bei den Maddogs Mannheim 1b um wichtige Punkte.

Ein Spiel mit in etwa gleichen Vorzeichen:
Die Maddogs stehen nach der unerwarteten Niederlage in Reutlingen Ende Januar ebenso in der Bringschuld wie die 1b-Rebellen, die in Esslingen ebenfalls einen rabenschwarzen Tag hatten.

Den Gegner richtig einzuschätzen fällt schwer, denn dazu sind die Leistungen zu unterschiedlich, auf unerwartete Siege folgen ebenso unerklärliche Niederlagen, was insofern verwundert, denn verfolgt man die Teamzusammensetzungen, dann fällt auf, dass die Maddogs 1b immer wieder Regionalliga-Spieler in der Landesliga eingesetzen, und je nachdem hat dies entsprechende Auswirkungen auf die Ergebnisse.
So spielen unter anderem die beiden Regionalliga-Kanadier #55 Keegan Pruden (Forward) und #96 Daylin Smallchild (Defender) eine nicht unwesentliche Rolle, denn beide sind sicherlich eine erhebliche Verstärkung.
Aber auch auf den Maddogs Stürmer #17 Jan Viola sollte ein besonderes Auge geworfen werden: 10 Tore sind eine starke, beeindruckende Bilanz.
Dem B-Lizenz Trainer Claus Unser steht also ein starker Kader zur Verfügung, der insbesondere in Heimspielen regelmäßig zur Hochform aufläuft.

Die 1b-Rebellen dürften die bittere Niederlage in Esslingen hinter sich gelassen haben und wollen im Tempel des Hockeysports zu Mannheim an ihre bisher tollen Auftritte anknüpfen, was nach einem Blick auf die Tabelle auch dringend geboten ist, denn die Black-Eagles aus Reutlingen setzen offenbar zum Höhenflug an und erhöhen damit den Druck auf das Fernsehturm-Team.
Also, gehen wir wieder in den Vollgas-Modus: STUTTGART KOMMT !

Sonntag, 10.02.2019
SAP-Arena Nebenhalle
Bully 17 Uhr

Schiedsrichter:
Torsten Werner
Fabian Kaspar

Season Check-in der 1b-Rebels

Marcel Santi, Niklas Syguda

Endlich ist es soweit.
Auch für die 1b-Rebellen geht es nach der langen Sommerpause wieder los.
11 Feldspieler plus Goalie Niklas Syguda waren am Samstag 08.09.2018 in der Eiswelt Stuttgart am Start, um sich gemeinsam unter der Anleitung von Coach Eric Strieska langsam den “Flugrost” von den Rippen zu trainieren, der sich bei manchem im Urlaub angesetzt hat.
Auf dem Eis stand die obligatorische Gewöhnung an die grundlegenden Bewegungsmuster auf dem Programm, was immer die Voraussetzung für alles weitere ist.
Grundlegende Devise: langsam von einfachen zu komplexeren Bewegungsabläufen zu kommen ohne dabei die Belastung gleich zu Beginn zu hoch anzusetzen.
Da man erst am Fr. 26.Oktober mit einem Heimspiel gegen Balingen startet ist noch genügend Zeit, um sich wieder auf das notwendige Niveau zu bringen.
Wie jedes Jahr beginnt jetzt die härteste Phase der Saison, aber die Freude endlich wieder eine Handbreit gefrorenes Wasser unter den Kufen zu haben, lässt jeden Eishockeyspieler diese Notwendigkeit mit einem Lächeln ertragen. 🙂

Greifen wir wieder an im epischen Kampf um Tore und Punkte.

1b-Rebellen halten nur zwei Drittel mit – 13:1-Niederlage in Balingen

Im letzten Spiel der Saison kassieren die Waldau-Boys bei den Eisbären vor großer Kulisse eine deutliche 13:1 (3:1/8:0/2:0)-Niederlage.

Die Marschrichtung war klar: nur mit defensiver Disziplin kann man hier bestehen.
Der Gegner soll bereits in der neutralen Zone nicht nur die Scheibe , sondern auch die Lust verlieren und gezwungen werden das Spielgerät tief zu spielen, wobei bereits hier ein Knackpunkt war, denn die Popek-Truppe überrannte den Stuttgarter Defensivverband förmlich, der eigentlich noch gar nicht so richtig im Spiel war.

bal2Mit viel zu großem Respekt, und wahrscheinlich auch beeindruckt durch die große Zuschauerzahl (knapp 200) schien eine kurzzeitige Lähmung eingetreten, die nach nicht einmal 3 Minuten in eine 1:0-Führung der Gastgeber mündete.
Es dauerte eine gewisse Zeit bis man die Schutzschilde hochgefahren hatte, was auch nötig war, denn der Gegner trug seine Angriffe in Warpgeschwindigkeit vor und die 1b-Rebels hatten große Mühe sich schadlos zu halten.
In der 15. Minute dann das Undenkbare, als ein energisches Nachsetzen den gegnerischen Verteidiger hinter dem Balinger Gehäuse unter Druck setzte und die Scheibe über Jonathan Krause, Yannick Barthruff und Leo Schätzle schließlich den Weg ins Tor fand (1:1).
Da dürfte so manchen Balinger Anhänger der Bierbecher aus der Hand gefallen sein.
Aber kaum hatte er ihn wieder aufgehoben, lag das schwarze Spielgerät wieder im Stuttgarter Torgehäuse (2:1, 16.Min.).
Knapp 2 Minuten danach dann sogar das 3:1, was dem Spielverlauf so gar nicht entsprach, denn die Gastgeber hatten eindeutig mehr Spielanteile, aber im Stuttgarter Kasten stand Patrick Thierfelder seinen Mann und hielt seine Farben weiter im Spiel.
Aus Rebellen-Sicht trotz Rückstand eigentlich ein Achtungserfolg, denn man schaffte es irgendwie immer wieder mit vereinten Kräften den Puck aus dem Drittel zu bringen.

Bal1Dann kam der zweite Spielabschnitt und das Spiel bekam Schlagseite, mächtige Schlagseite.
In Unterzahl hielt man gegen die anrückenden Balinger zunächst noch tapfer dagegen. Kaum war die Zeit um, kassierten die Abendroth-Cracks das 4:1 und es begann die “gottlose” Zeit…
Der Eishockeygott streifte sich offenbar ein Balinger Trikot über, nicht anders ist es zu erklären das alles, aber auch wirklich alles daneben ging.

Harte, tiefe Pässe aus der eigenen Zone wurden von den Balinger noch vor der Blauen abgefangen, gerade noch im letzten Moment parierte Schüsse landeten umgehend aussichtsreich bei einem Balinger Stürmer und Bandenabpraller entwickelten sich zu astreinen Sahnezuspielen für eine 100%-Tormöglichkeit.
Natürlich war nicht alles Zufall, aber phasenweise hatte es den Anschein als wäre auch die Hartgummischeibe grün eingefärbt…
Die 1b-Rebels standen jetzt unter gewaltigen Dauerdruck, die Zuschauer peitschten die Eisbären durch die Arena und am Ende stand ein ernüchterndes 11:1 auf der Anzeigentafel.
Ein Gruß nach oben, besser geht es nicht…

bal5Man braucht keine 2 Semester Psychologie studiert zu haben, um sich vorzustellen, was in der Stuttgarter Kabine los war.
Aber man raufte sich für den letzten Abschnitt nochmal zusammen, die Devise: ein “sich-Abschlachten-lassen” wird es nicht geben !
Und tatsächlich, es wurde besser.
Die Abwehr stabilisierte sich, man war jetzt auch näher am Mann und spielte auch deutlich aggressiver.
Balingen zwar immer noch feldüberlegen, aber es war nicht mehr ganz so einfach wie im 2. Drittel.
In der 48. Minute schlugen die Gastgeber im Powerplay erneut zu (12:1), und setzten dann 4 Minuten vor Ende dann den Schlusspunkt zum 13:1.

Fazit:
Gratulation nach Balingen. Faire Truppe, gutes Spiel, verdienter Sieger.
Gratulation an beide Stuttgarter Goalies.
Es mag nach so einer heftigen Packung seltsam anmuten hier die Goalies hervorzuheben, aber ohne diese beiden wäre es mit Sicherheit zum Total-Untergang gekommen.
Es spricht für die Konzentration und Nervenstärke einen big save nach dem anderen abzuliefern, und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn das Hartgummi doch einmal hinter einem einschlägt. Chapeau !

Die Saison 2017/2018 ist nun Geschichte und lebt nur noch in einem Ordner auf der Geschäftsstelle mit vielen Erinnerungen fort.
Es gab viele Höhepunkte z.B. mit dem überragenden Derby-Sieg gegen Esslingen und auch andere grandiosen Landesligaspiele, die man mitunter verlor, aber dem Gegner dabei nichts schenkte.
Bemerkenswert war hier immer der Umgang mit diesen Niederlagen.
In der Kabine danach ging es immer wertschätzend, konstruktiv kritisierend und im besten Sinne positiv zu.
Dies alles zeichnet ein echtes Team aus.
Der Spruch, dass man den Teamspirit erst in der Niederlage erkennt, trifft in hier vollumfänglich zu.
Unabhängig vom Tabellenplatz hat man sich wieder ein Stück weiterentwickelt, oder wie es der Trainer Eric Strieska ausdrücken würde: wir haben die Messlatte wieder ein Stück nach oben verschoben.
Daran gilt es in der neuen Saison weiter zu arbeiten.

Wir bedanken uns bei den immer zahlreicher werdenden Supportern, und dem Team um das Team herum, ohne die ein Spielbetrieb nicht möglich wäre.
Danke an Ole Abendroth für seinen Einsatz als Interimstrainer, Danke an die Stadionsprecher, insbesondere an den unermüdlichen Bernd Wegst und natürlich an die Zeitnehmer-Legende und gute Fee des Stuttgarter Eishockeys Julia Wolter.
Ohne euch wären wir gar nichts !

Wir sehen uns wieder, zur neuen Saison 2018/19 !

Eisbären Balingen vs. Stuttgart Rebels 1b  13:1 (3:1/8:0/2:0)

Für Stuttgart am Schläger:
Patrick Thierfelder (Goalie bis 31.Min.), Niklas Syguda (Goalie ab 31.Min.), Dennis Wanner, Gregor Michalik, Valentin Weymann, Max Klöckner, Yannick Barthruff, Masaru Komiyama, Veit Wenzel, Josip Strutz, Julien Frey, Jonathan Krause, Daniel Kolev, Kjell Wenzel, Leo Schätzle
Trainer: Ole Abendroth
Mannschaftsleiter: Ralf Seidel

Text/Video/Fotos: Ralf Seidel

schwerer Brocken zum Saisonfinale – 1b-Rebels reisen nach Balingen

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Dreh- und Angelpunkt: Leo Schätzle

Die Tabellensituation der Waldau-Cracks ist eindeutig: aus eigener Kraft ist der angestrebte 5. Tabellenplatz nicht zu halten.
Und am Samstag geht es zudem noch Richtung Hohenzollern zum Landesliga-Topteam Eisbären Balingen.
Die 1b-Rebellen könnten mit einem Auswärtssieg Geschichte schreiben, denn seit Jahren ist die Festung Balingen für Stuttgart uneinnehmbar.
Der Haken dabei: ein Erfolgserlebnis an der Eyach ist so wahrscheinlich wie der Bau einer Eishockey-Arena am Max-Eyth-See in Stuttgart.

Der aktuelle Tabellenführer spielt eine überragende Saison und steht zu Recht oben, wobei die Eisbären auf Schützenhilfe angewiesen sind, wenn sie mit der Meisterschaft liebäugeln sollten, denn der EHC Freiburg steht im Prinzip kurz davor.

Im ersten Spiel unterlagen die Strieska-Boys mit 8:5, zeigten aber Comeback-Qualitäten der ersten Kategorie, als man sich im zweiten Drittel wieder ins Spielgeschehen arbeitete und den
Favoriten kurzzeitig im Schwitzkasten hatte. Es roch damals verdammt nach einer Überraschung, aber die Gäste sind eine routinierte Truppe, die bereits über viele Jahre zusammenspielt und das merkt man auf dem Eis sehr deutlich.

Die 1b-Rebellen befinden sich derzeit wieder auf dem aufsteigenden Ast, trotz den zuletzt deutlichen Niederlagen war der Aufwärtstrend im letzten Heimspiel gegen Pforzheim nicht zu übersehen.
Ob es am Samstag im Hexenkessel zu Balingen zu einer ähnlichen Eisbären-Schockstarre kommt wie im Vorrunden-Spiel bleibt abzuwarten.

Nicht nur auf dem Eis, sondern auch hinter der Bande gibt es ein riesen Spektakel mit Gewinnspiel, Freibier und weiteren Fanaktionen, so dass auch der Rahmen der Veranstaltung mit dazu beitragen wird, dass die Halle aus allen Nähten platzt.

Wir freuen uns auf ein faires, spannungsgeladenes Spiel bis zur letzten Sekunde und werden nochmal alles in die Waagschale werfen.
“Jedes Spiel muss erst gespielt werden…”, so der Spruch des Rebellen-Headcoachs Pavol Jancovic.
Recht hat er !

Samstag, 24.März 2018
Eishalle Wasserwiesen
Bully 19:45 Uhr

Schiedsrichter: Kai Veser (EHC Freiburg), Jessica Voß (EV Ravensburg)

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