Kategorie: Landesliga 1b

Dezimierte 1b-Rebellen holen Dreier in Mannheim !

Die Waldau-Cracks fuhren einen überraschend deutlichen 8:3-Auswärtssieg (2:0/5:1/1:2) ein und haben damit den Charaktertest mit Auszeichnung bestanden.

Es sind die Spiele, über die man eigentlich ein Buch schreiben könnte, denn bereits vor der Abfahrt auf der Waldau war die Grundstimmung alles andere als positiv.
Mit 11+1 Kriegern ging es Richtung Mannheim, wohlwissend dass dies bereits eine Art Vorentscheidung sein könnte.
Als dann beim Warmmachen die schlimmsten Befürchtungen bestätigt wurden und klar war, dass der Gegner mit seiner geballten Feuerkraft (17+2) auftreten wird, war die Stimmung am Boden.

Aber Stuttgarts Chefstratege Eric Strieska beruhigte die Gemüter, indem er einen glasklaren Plan ausgab mit detaillierten Aufgaben an jeden Spieler.
Der Begriff “ökonomische Defensive” trifft es wohl am besten: “Der Gegner wird versuchen uns niederzukämpfen, also Stellungen halten, unter allen Umständen, Scheibe tief wenn nötig, egal wie, weg vom Kasten und schnelle Wechsel. Lange Wege vermeiden. Jungs, denkt dran, wir können auch Eishockey spielen.
Gehen wir raus und ärgern sie!!”

Er sollte Recht behalten, denn vom Bully weg drückten die Maddogs auf die defensiven Stuttgarter Stellungen als gäbe es kein Morgen mehr.
Aber das Abwehrbollwerk hielt, und mehr noch, keine 2 Minuten gespielt und in einer der ersten Stuttgarter Angriffe setzte Stuttgarts Josip Strutz die Hartgummi-Scheibe im Powerplay ins Mannheimer Gehäuse.
Unfassbar, unglaublich, damit hatte nun niemand gerechnet, und als dann in der dritten Minute Stuttgarts Kanonier Lorenz Neuhauser gar auf 2:0 erhöhte, war die Überraschung komplett.

Die “verrückten Hunde” schienen aber nur kurzzeitig aus dem Konzept und nahmen danach die Belagerung wieder auf.
Das Spiel lief jetzt im Prinzip fast nur in eine Richtung, aber Stuttgart verteidigte leidenschaftlich die Positionen und hielt sich zu 100% an den Matchplan, kein unnötiges Risiko und wenn doch mal ein Mannheimer Durchbruch gelang, war da noch der Herr der Stuttgarter Netze Niklas Syguda, der wieder mit einer überragenden Leistung brillierte und als Turm in der Abwehrschlacht fungierte und so die Führung mit in die Pause trug.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis die Gastgeber zum Anschlusstreffer kommen sollten, denn der Druck war immens und das Spieltempo brutal hoch.

Dasselbe Drehbuch dann im zweiten Drittel,:wütende Mannheimer Angriffe, die aber mit zunehmender Dauer immer fahriger wurden: die 1b-Rebellen stellten sich immer besser auf den Gegner ein und begannen immer öfter Nadelstiche zu setzen.
Dann kam die die 28. Minute, Stuttgart im Powerplay und showtime für die bärenstarke #10 Marek Prokes
Marek übernimmt die Scheibe an der roten Linie, setzte sich über links durch, tankte sich ins Angriffsdrittel, zieht nach innen, lies noch kurz 2 Verteidiger stehen und hämmerte das Gummi in die Maschen !
Sehr geehrte Damen und Herren: DAS WAR SENSATIONELL und Stuttgart führt plötzlich 3:0 !!!
What a shot, genius goal!!!

Das war die Initialzündung für das Stuttgarter Spiel, denn jetzt brach der gegnerische Abwehrverband regelrecht auseinander.
Stuttgarts Außenstürmer Lukas Borchert erhöhte in der 31. Min. in einem Doppelschlag innerhalb von 42 Sekunden auf 5:0!
Jetzt gab es kein Halten mehr…
Von nun an spielte eigentlich nur noch eine Mannschaft, auch wenn die Gastgeber mit einem Dusel-Tor von der Torauslinie zum 5:1 kamen, sollte das nichts am Momentum ändern, denn Michael “Mickey” Bartmann gelang in der 36. Minute das nicht für möglich gehaltene 6:1.
Und als die quirlige #87 Darius Sirch knapp 3 Minuten später sogar auf 7:1 erhöhte wusste man auf der Stuttgarter Bank gar nicht wohin mit der Freude: brüllen, staunen, gegen die Bande hauen, abklatschen und das alles auf einmal.
Szenen wie auf einer voll besetzten Hüpfburg auf der Stuttgarter Wechselbank, denn die Treffer waren allsamt spitzenmäßig herausgespielt und das musste natürlich entsprechend gewürdigt werden.
Zum Glück ging es danach auch gleich in die Pause, denn das Adrenalin war hier am Anschlag…unglaublich…

Eigentlich war dies auch bereits die Entscheidung, denn die Maddogs Reserve war im letzten Drittel sichtlich geschockt und demoralisiert.
Zudem gelang Darius Sirch -kaum war das Spiel freigegeben- gar das 8:1 und beseitigte damit die letzten Zweifel, sofern überhaupt noch welche bestanden.
Dann verlies man kurz den Pfad der Tugend und damit den Matchplan, und begann plötzlich zu zocken, was der Gegner auszunutzen wusste und mit 2 Gegentoren bestrafte (43.+57. Min.).
Hätte man hier die konsequente Linie weitergespielt, dann hätte man die Maddogs in den Totalverlust führen können, so aber ging man „nur“ mit einem mehr als verdienten 8:3-Sieg vom Eis.

Fazit:
Die 1b-Rebellen haben sich mehr als rehabilitiert und zeigen wieder den wahren Kampfgeist, der das Team immer wieder ausgezeichnet hat.
Der eigentliche Held dieses Abends steht allerdings hinter der Bande und heißt Eric Strieska.
Wie er die “Notbesetzung” gecoached hat, wie er trotz aller Hektik ruhig auf jeden Einzelnen eingewirkt, aufgebaut, motiviert und die individuellen Aufgaben immer wieder angesagt hat…davor kann man nur den Hut ziehen.
An diesem denkwürdigen Abend hat einfach alles gepasst.
Das war eine beeindruckende Vorstellung und klasse Teamleistung !

Eric Strieska:” Ich bin stolz auf euch, wir haben über die volle Distanz gefightet und alles gegeben. Ihr habt gesehen was alles möglich ist….und mehr als verdient gewonnen ! Und: auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, Sonderlob geht wieder an unseren Goalie Niklas Syguda, klasse Leistung !”

Die Helden von Mannheim:
Niklas Syguda (Goalie), Marek Prokes, Carlo Sala de Llobet, Gregor Michalik, Michael Bartmann, Ole Abendroth, Lorenz Neuhauser, Philipp Rusch, Josip Strutz, Jonathan Krause, Philip Schneider, Darius Sirch, Lukas Borchert

Trainer: Eric Strieska,
Mannschaftsleiter: Masaru Komiyama

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart: 11+1
Mannheim 17+2

Strafzeiten:
Stuttgart: 18 Min.
Mannheim: 31 Min.

Text/Bilder: Ralf Seidel

1b muss am Sonntag in Mannheim ran

Die Waldau-Cracks stehen vor einem richtungsweisenden Auswärtsspiel.
Am Sonntag 10.02.2019 um 17 Uhr geht es in die SAP-Arena (Nebenhalle) bei den Maddogs Mannheim 1b um wichtige Punkte.

Ein Spiel mit in etwa gleichen Vorzeichen:
Die Maddogs stehen nach der unerwarteten Niederlage in Reutlingen Ende Januar ebenso in der Bringschuld wie die 1b-Rebellen, die in Esslingen ebenfalls einen rabenschwarzen Tag hatten.

Den Gegner richtig einzuschätzen fällt schwer, denn dazu sind die Leistungen zu unterschiedlich, auf unerwartete Siege folgen ebenso unerklärliche Niederlagen, was insofern verwundert, denn verfolgt man die Teamzusammensetzungen, dann fällt auf, dass die Maddogs 1b immer wieder Regionalliga-Spieler in der Landesliga eingesetzen, und je nachdem hat dies entsprechende Auswirkungen auf die Ergebnisse.
So spielen unter anderem die beiden Regionalliga-Kanadier #55 Keegan Pruden (Forward) und #96 Daylin Smallchild (Defender) eine nicht unwesentliche Rolle, denn beide sind sicherlich eine erhebliche Verstärkung.
Aber auch auf den Maddogs Stürmer #17 Jan Viola sollte ein besonderes Auge geworfen werden: 10 Tore sind eine starke, beeindruckende Bilanz.
Dem B-Lizenz Trainer Claus Unser steht also ein starker Kader zur Verfügung, der insbesondere in Heimspielen regelmäßig zur Hochform aufläuft.

Die 1b-Rebellen dürften die bittere Niederlage in Esslingen hinter sich gelassen haben und wollen im Tempel des Hockeysports zu Mannheim an ihre bisher tollen Auftritte anknüpfen, was nach einem Blick auf die Tabelle auch dringend geboten ist, denn die Black-Eagles aus Reutlingen setzen offenbar zum Höhenflug an und erhöhen damit den Druck auf das Fernsehturm-Team.
Also, gehen wir wieder in den Vollgas-Modus: STUTTGART KOMMT !

Sonntag, 10.02.2019
SAP-Arena Nebenhalle
Bully 17 Uhr

Schiedsrichter:
Torsten Werner
Fabian Kaspar

Season Check-in der 1b-Rebels

Marcel Santi, Niklas Syguda

Endlich ist es soweit.
Auch für die 1b-Rebellen geht es nach der langen Sommerpause wieder los.
11 Feldspieler plus Goalie Niklas Syguda waren am Samstag 08.09.2018 in der Eiswelt Stuttgart am Start, um sich gemeinsam unter der Anleitung von Coach Eric Strieska langsam den “Flugrost” von den Rippen zu trainieren, der sich bei manchem im Urlaub angesetzt hat.
Auf dem Eis stand die obligatorische Gewöhnung an die grundlegenden Bewegungsmuster auf dem Programm, was immer die Voraussetzung für alles weitere ist.
Grundlegende Devise: langsam von einfachen zu komplexeren Bewegungsabläufen zu kommen ohne dabei die Belastung gleich zu Beginn zu hoch anzusetzen.
Da man erst am Fr. 26.Oktober mit einem Heimspiel gegen Balingen startet ist noch genügend Zeit, um sich wieder auf das notwendige Niveau zu bringen.
Wie jedes Jahr beginnt jetzt die härteste Phase der Saison, aber die Freude endlich wieder eine Handbreit gefrorenes Wasser unter den Kufen zu haben, lässt jeden Eishockeyspieler diese Notwendigkeit mit einem Lächeln ertragen. 🙂

Greifen wir wieder an im epischen Kampf um Tore und Punkte.

1b-Rebellen halten nur zwei Drittel mit – 13:1-Niederlage in Balingen

Im letzten Spiel der Saison kassieren die Waldau-Boys bei den Eisbären vor großer Kulisse eine deutliche 13:1 (3:1/8:0/2:0)-Niederlage.

Die Marschrichtung war klar: nur mit defensiver Disziplin kann man hier bestehen.
Der Gegner soll bereits in der neutralen Zone nicht nur die Scheibe , sondern auch die Lust verlieren und gezwungen werden das Spielgerät tief zu spielen, wobei bereits hier ein Knackpunkt war, denn die Popek-Truppe überrannte den Stuttgarter Defensivverband förmlich, der eigentlich noch gar nicht so richtig im Spiel war.

bal2Mit viel zu großem Respekt, und wahrscheinlich auch beeindruckt durch die große Zuschauerzahl (knapp 200) schien eine kurzzeitige Lähmung eingetreten, die nach nicht einmal 3 Minuten in eine 1:0-Führung der Gastgeber mündete.
Es dauerte eine gewisse Zeit bis man die Schutzschilde hochgefahren hatte, was auch nötig war, denn der Gegner trug seine Angriffe in Warpgeschwindigkeit vor und die 1b-Rebels hatten große Mühe sich schadlos zu halten.
In der 15. Minute dann das Undenkbare, als ein energisches Nachsetzen den gegnerischen Verteidiger hinter dem Balinger Gehäuse unter Druck setzte und die Scheibe über Jonathan Krause, Yannick Barthruff und Leo Schätzle schließlich den Weg ins Tor fand (1:1).
Da dürfte so manchen Balinger Anhänger der Bierbecher aus der Hand gefallen sein.
Aber kaum hatte er ihn wieder aufgehoben, lag das schwarze Spielgerät wieder im Stuttgarter Torgehäuse (2:1, 16.Min.).
Knapp 2 Minuten danach dann sogar das 3:1, was dem Spielverlauf so gar nicht entsprach, denn die Gastgeber hatten eindeutig mehr Spielanteile, aber im Stuttgarter Kasten stand Patrick Thierfelder seinen Mann und hielt seine Farben weiter im Spiel.
Aus Rebellen-Sicht trotz Rückstand eigentlich ein Achtungserfolg, denn man schaffte es irgendwie immer wieder mit vereinten Kräften den Puck aus dem Drittel zu bringen.

Bal1Dann kam der zweite Spielabschnitt und das Spiel bekam Schlagseite, mächtige Schlagseite.
In Unterzahl hielt man gegen die anrückenden Balinger zunächst noch tapfer dagegen. Kaum war die Zeit um, kassierten die Abendroth-Cracks das 4:1 und es begann die “gottlose” Zeit…
Der Eishockeygott streifte sich offenbar ein Balinger Trikot über, nicht anders ist es zu erklären das alles, aber auch wirklich alles daneben ging.

Harte, tiefe Pässe aus der eigenen Zone wurden von den Balinger noch vor der Blauen abgefangen, gerade noch im letzten Moment parierte Schüsse landeten umgehend aussichtsreich bei einem Balinger Stürmer und Bandenabpraller entwickelten sich zu astreinen Sahnezuspielen für eine 100%-Tormöglichkeit.
Natürlich war nicht alles Zufall, aber phasenweise hatte es den Anschein als wäre auch die Hartgummischeibe grün eingefärbt…
Die 1b-Rebels standen jetzt unter gewaltigen Dauerdruck, die Zuschauer peitschten die Eisbären durch die Arena und am Ende stand ein ernüchterndes 11:1 auf der Anzeigentafel.
Ein Gruß nach oben, besser geht es nicht…

bal5Man braucht keine 2 Semester Psychologie studiert zu haben, um sich vorzustellen, was in der Stuttgarter Kabine los war.
Aber man raufte sich für den letzten Abschnitt nochmal zusammen, die Devise: ein “sich-Abschlachten-lassen” wird es nicht geben !
Und tatsächlich, es wurde besser.
Die Abwehr stabilisierte sich, man war jetzt auch näher am Mann und spielte auch deutlich aggressiver.
Balingen zwar immer noch feldüberlegen, aber es war nicht mehr ganz so einfach wie im 2. Drittel.
In der 48. Minute schlugen die Gastgeber im Powerplay erneut zu (12:1), und setzten dann 4 Minuten vor Ende dann den Schlusspunkt zum 13:1.

Fazit:
Gratulation nach Balingen. Faire Truppe, gutes Spiel, verdienter Sieger.
Gratulation an beide Stuttgarter Goalies.
Es mag nach so einer heftigen Packung seltsam anmuten hier die Goalies hervorzuheben, aber ohne diese beiden wäre es mit Sicherheit zum Total-Untergang gekommen.
Es spricht für die Konzentration und Nervenstärke einen big save nach dem anderen abzuliefern, und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn das Hartgummi doch einmal hinter einem einschlägt. Chapeau !

Die Saison 2017/2018 ist nun Geschichte und lebt nur noch in einem Ordner auf der Geschäftsstelle mit vielen Erinnerungen fort.
Es gab viele Höhepunkte z.B. mit dem überragenden Derby-Sieg gegen Esslingen und auch andere grandiosen Landesligaspiele, die man mitunter verlor, aber dem Gegner dabei nichts schenkte.
Bemerkenswert war hier immer der Umgang mit diesen Niederlagen.
In der Kabine danach ging es immer wertschätzend, konstruktiv kritisierend und im besten Sinne positiv zu.
Dies alles zeichnet ein echtes Team aus.
Der Spruch, dass man den Teamspirit erst in der Niederlage erkennt, trifft in hier vollumfänglich zu.
Unabhängig vom Tabellenplatz hat man sich wieder ein Stück weiterentwickelt, oder wie es der Trainer Eric Strieska ausdrücken würde: wir haben die Messlatte wieder ein Stück nach oben verschoben.
Daran gilt es in der neuen Saison weiter zu arbeiten.

Wir bedanken uns bei den immer zahlreicher werdenden Supportern, und dem Team um das Team herum, ohne die ein Spielbetrieb nicht möglich wäre.
Danke an Ole Abendroth für seinen Einsatz als Interimstrainer, Danke an die Stadionsprecher, insbesondere an den unermüdlichen Bernd Wegst und natürlich an die Zeitnehmer-Legende und gute Fee des Stuttgarter Eishockeys Julia Wolter.
Ohne euch wären wir gar nichts !

Wir sehen uns wieder, zur neuen Saison 2018/19 !

Eisbären Balingen vs. Stuttgart Rebels 1b  13:1 (3:1/8:0/2:0)

Für Stuttgart am Schläger:
Patrick Thierfelder (Goalie bis 31.Min.), Niklas Syguda (Goalie ab 31.Min.), Dennis Wanner, Gregor Michalik, Valentin Weymann, Max Klöckner, Yannick Barthruff, Masaru Komiyama, Veit Wenzel, Josip Strutz, Julien Frey, Jonathan Krause, Daniel Kolev, Kjell Wenzel, Leo Schätzle
Trainer: Ole Abendroth
Mannschaftsleiter: Ralf Seidel

Text/Video/Fotos: Ralf Seidel

schwerer Brocken zum Saisonfinale – 1b-Rebels reisen nach Balingen

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Dreh- und Angelpunkt: Leo Schätzle

Die Tabellensituation der Waldau-Cracks ist eindeutig: aus eigener Kraft ist der angestrebte 5. Tabellenplatz nicht zu halten.
Und am Samstag geht es zudem noch Richtung Hohenzollern zum Landesliga-Topteam Eisbären Balingen.
Die 1b-Rebellen könnten mit einem Auswärtssieg Geschichte schreiben, denn seit Jahren ist die Festung Balingen für Stuttgart uneinnehmbar.
Der Haken dabei: ein Erfolgserlebnis an der Eyach ist so wahrscheinlich wie der Bau einer Eishockey-Arena am Max-Eyth-See in Stuttgart.

Der aktuelle Tabellenführer spielt eine überragende Saison und steht zu Recht oben, wobei die Eisbären auf Schützenhilfe angewiesen sind, wenn sie mit der Meisterschaft liebäugeln sollten, denn der EHC Freiburg steht im Prinzip kurz davor.

Im ersten Spiel unterlagen die Strieska-Boys mit 8:5, zeigten aber Comeback-Qualitäten der ersten Kategorie, als man sich im zweiten Drittel wieder ins Spielgeschehen arbeitete und den
Favoriten kurzzeitig im Schwitzkasten hatte. Es roch damals verdammt nach einer Überraschung, aber die Gäste sind eine routinierte Truppe, die bereits über viele Jahre zusammenspielt und das merkt man auf dem Eis sehr deutlich.

Die 1b-Rebellen befinden sich derzeit wieder auf dem aufsteigenden Ast, trotz den zuletzt deutlichen Niederlagen war der Aufwärtstrend im letzten Heimspiel gegen Pforzheim nicht zu übersehen.
Ob es am Samstag im Hexenkessel zu Balingen zu einer ähnlichen Eisbären-Schockstarre kommt wie im Vorrunden-Spiel bleibt abzuwarten.

Nicht nur auf dem Eis, sondern auch hinter der Bande gibt es ein riesen Spektakel mit Gewinnspiel, Freibier und weiteren Fanaktionen, so dass auch der Rahmen der Veranstaltung mit dazu beitragen wird, dass die Halle aus allen Nähten platzt.

Wir freuen uns auf ein faires, spannungsgeladenes Spiel bis zur letzten Sekunde und werden nochmal alles in die Waagschale werfen.
“Jedes Spiel muss erst gespielt werden…”, so der Spruch des Rebellen-Headcoachs Pavol Jancovic.
Recht hat er !

Samstag, 24.März 2018
Eishalle Wasserwiesen
Bully 19:45 Uhr

Schiedsrichter: Kai Veser (EHC Freiburg), Jessica Voß (EV Ravensburg)

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1b-Rebels ziehen sich trotz 2:6 Niederlage achtbar aus der Affäre

Die 1b-Rebellen verlieren das letzte Heimspiel der Saison gegen die Bisons aus Pforzheim mit 2:6 (1:3/1:1/0:2).

Nein, die beste Saisonleistung war es sicherlich nicht.
Aber das war letzten Endes auch nicht wichtig, denn zum ersten Mal nach vielen Spielen trat man kadermäßig wieder einigermaßen komplett an.
Kurz vor Spielbeginn musste zwar dann noch die Aufstellung etwas umgekrempelt werden, da Stürmer Felix Feichter krankheitsbedingt passen musste, aber nach den letzten Spielen sah es doch wieder relativ gut aus.
Diese Umstände merkte man dem ersten Abschnitt deutlich an.

Die Hausherren spielten zunächst ordentlich mit und setzten durchaus Akzente, während die Gäste, die keineswegs überragend agierten, so langsam die größeren Spielanteile übernahmen, weil kleine Fehler umgehend zu brenzligen Situationen führten. Die logische Konsequenz dann das 0:1 in der 6. Minute durch den Pforzheimer Jeckel.
Stuttgart weiter um eine klare Linie bemüht, aber es lief einfach nicht wie gewohnt. Viele kleine Unsicherheiten führten immer wieder zu leichten Scheibenverlusten.
Als dann den Goldstädtern in der 11. Minute das 0:2 gelang sah sich Coach Abendroth gezwungen dem Treiben mit einer Auszeit ein Ende zu setzen.
Aber es sollte zunächst nicht fruchten, ein Stellungsfehler in der Stuttgarter Defensive brachte zunächst das 0:3 durch den Ex-Stuttgarter Steffen Bischoff (12. Minute).

DSC08969Aber es wurde danach besser, deutlich besser.
Die spielerische “Schlagseite” kippte von Minute zu Minute.
Auch wenn das Pforzheimer Offensiv-Spiel nicht ganz unter Kontrolle zu bekommen war, so liefen jetzt deutlich mehr Aktionen Richtung Pforzheimer Tor.
Der Lohn dann in der 18. Minute als ein blitzsauberer Angriff über einen genialen Pass von Jonas Mauch auf Leo Schätzle zum Anschlusstreffer führte (1:3).
Schade, dass kurz danach die Pausensirene dem aufkommenden Lauf ein Ende bereitete, aber im nächsten Abschnitt ging es zum Glück unvermindert weiter.

Die 1b-Rebellen spielten jetzt wie ausgewechselt und hatten die Partie immer mehr im Griff.
In der 23. Minute dann der Auftritt von Stuttgarts japanischer Kampfmaschine Masaru Komiyama mit einem Schuss vom Slot direkt ins Bison-Gehäuse zum 2:3.
Stuttgart hatte jetzt kurzzeitig die Lufthoheit.
Im Prinzip lag der Ausgleich in der Luft, wollte aber nicht fallen. Die Gäste hatten zum einen das nötige Glück, auf der anderen Seite aber auch routinierte Defensivspieler, die zu diesem Zeitpunkt den Vorsprung halten konnten.

Es war die stärkste Spielphase der Eiswelt-Cracks, und der Ausgleich wäre hier mehr als verdient gewesen, so aber rannte man dem verkorksten Spielstart weiter hinterher.
Die Partie nahm jetzt insgesamt deutlich an Niveau zu und es entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch.
Kurz vor Ende des Drittels dann doch noch ein Treffer. Leider auf der falschen Seite, als man zu weit aufgerückt war und Steffen Bischoff einen Reisepass an Stuttgarts Hüter Jetter vorbei ins Tor veredeln konnte.
Diese 2:4 war aber keineswegs die Entscheidung, denn das Spiel auf Augenhöhe lies noch keinen Sieger erkennen.

Im letzten Drittel und nach knapp 5 Minuten dann ein kurioses Pforzheimer Tor. Ein Flachschuss wurde von Niklas Syguda, der mittlerweile für Jetter im Stuttgarter Kasten stand, mit dem Handschuh am Boden pariert. Der Schiedsrichter, der gute Sicht hatte, zeigte zunächst nichts an, und als mancher bereits mit einem Bully rechnete, wurde auf Tor entschieden.
Das war nun bitter…2:5…aus dem Nichts…

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Faire Partie mit nur je 2 Strafminuten. Im Bild: Chris Pratnemer, Masaru Komiyama

Stuttgart war kurzzeitig irritiert und hatte gleich im Anschluss eine weitere heikle Situation zu überstehen als Pforzheims Torjäger Bischoff allein auf das Stuttgarter Gehäuse zulief, aber zum Glück seinen Meister in Niklas Syguda fand.
Die 1b-Rebellen warfen nun nochmal alles nach vorne. Die Cracks um Ken Filbey verteidigten aber routiniert, so dass fast kein Durchkommen war.
Der finale Stoß erfolgte dann in der 50. Minute als man die Scheibe nach dem Abfangen eines gegnerischen Zuspiels unglücklich ins eigene Tor abfälschte und die Gäste so zum entscheidenden 2:6 kamen.

Eigentlich fast schon sinnbildlich für die ganze Partie, die man nicht hätte so verlieren müssen, auch wenn der Gegner sicherlich insgesamt betrachtet leichte Feldvorteile verbuchen konnte.
Trotzdem bleibt ein positives Fazit.
Es geht wieder bergauf, wenngleich die Feinabstimmung durch die vielen Ausfälle der letzten Zeit natürlich noch fehlt.
Aber auf diese Leistung kann man aufbauen.
Was im Hinblick auf das letzte Spiel kommenden Samstag in Balingen auch von großer Bedeutung sein wird.

Für Stuttgart am Schläger:
Max Jetter (Goalie), Niklas Syguda (backup, ab 3. Drittel Goalie), Carlo Sala de Llobet, Colin Wolf, Veit Wenzel, Gregor Michalik, Jonathan Krause, Yannick Barthruff, Janis Groß, Masaru Komiyama, Julien Frey, Jesper Leis, Jonas Mauch, Daniel Kolev, Darius Sirch, Leo Schätzle

Text/Bilder: Ralf Seidel

1b-Rebels wollen die Sensation – letztes Heimspiel gegen Pforzheim

Am kommenden Samstag, 17. März empfangen die 1b-Rebellen den aktuellen Tabellenvierten aus Pforzheim.
Eröffnungsbully in der Eiswelt Stuttgart ist wie gewohnt um 20 Uhr.

DSC08449Nimmt man das Ergebnis der ersten Begegnung zur Hand, sind die Pforzheim Bisons klarer Favorit.
In der Vorrunde verloren die Eiswelt-Cracks in der St.Maur Eishalle deutlich mit 5:0, und setzten dabei den Niederlagen-Trend der letzten Jahre gegen die Gäste fort.

Diese Saison läuft es allerdings auch bei den Filbey-Cracks nicht nach Plan: sensationellen Siegen wie zum Beispiel in Freiburg, folgten unerklärliche Niederlagen, so dass man dank des sinus-artigen Leistungsverlaufs nicht wie gewohnt ganz vorne steht und die Meisterschaft im Prinzip abhaken kann.
Eine große Rolle spielt dabei sicherlich die immer noch ungeklärte Eishallen-Situation, die eine Planung mehr als erschwert.

Die Bison-Herde hat mit Steffen Bischoff und Chris Pratnemer die überragenden Akteure an Bord, die mit allen Wassern gewaschen sind und jedes Eiskristall in der Stuttgarter Eiswelt kennen.
Beide spielten mehrere seasons für die Regionalliga-Rebellen und haben aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung die Fähigkeit in engen Gefechtssituationen kühlen Kopf zu bewahren und ein Team zu führen.

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…nach dem Spiel in Freiburg

Die Waldau-Cracks müssen sich nach den letzten Spielen mit hohen Niederlagen zunächst wieder neu sortieren und aufstellen.
Das Ganze dann auch noch ohne Coach Eric Strieska, der sich -wie berichtet- in Freiburg eine schwere Verletzung zugezogen hat.
Er liegt derzeit im Krankenhaus und wurde bereits operiert.
Gute Besserung und eine schnelle Genesung !

Stuttgarts Reserve-Infanterie durchwandert also gerade ein tiefes sportliches und mentales Tal, wobei man aber eines festhalten kann: die Moral ist absolut intakt!
Daran ändert auch das derzeitige sportliche Sturmtief über der Waldau nichts, im Gegenteil das Team rückt dabei noch enger zusammen.

Ole
Ole Abendroth

Bestes Beispiel: Ole Abendroth.
Er ging von sich aus sofort in die Verantwortung und übernahm spontan das Traineramt.

Die Mannschaft haut sich derzeit im Training nochmal voll rein, und der eine oder andere hat sich bereits wieder an Bord zurückgemeldet.

Inwieweit sich das Team zahlenmäßig für Samstag aufstellt ist noch nicht abschließend gesichert, denn man muss zunächst sehen wie die Trainingseinheiten laufen und die Belastungen verkraftet werden.
Aber immerhin, die Tendenz geht langsam in Richtung “Licht am Ende des Tunnels”.

Ob es zu einer Sensation reicht, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall will man sich zuhause im letzten Heimspiel nochmal ordentlich präsentieren.

bghppWie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu hören war, kommt eine Fan-Abordnung des Rebels-Fanclubs “Blau-Gelbe Horde” und auch von Pforzheimer Seite werden die liga-bekannten “Puck Pirates” am Start sein und den entsprechenden Rahmen bilden.

Es wird also einiges los sein auf der Waldau.
Freuen wir uns auf einen tollen, spannenden Hockey-Abend!

Wir haben (k)eine Chance, nutzen wir sie.

Eiswelt Stuttgart
Samstag 17.03.2018
Bully 20:00 Uhr

Schiedsrichter:
Ruben Schmid (EC Balingen)
Ingo Lüsch (TSG Reutlingen)

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1b-Rebels chancenlos in Freiburg – schwere Verletzung von Eric Strieska

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Es kam wie es kommen musste…
Wie im Vorfeld bereits erwartet, kassieren die 1b-Rebels in Freiburg mit 18:1 (6:0/6:1/6:0) eine heftige Klatsche.
Mit nur 12 einigermaßen gesunden Feldspielern trat man die Reise ins Badische an, um seinen Landesliga-Pflichten nachzukommen.
Alles was noch in der Lage war die Schlittschuhe zu binden war am Start, selbst Coach Eric Strieska stand seinen Jungs als Verteidiger zur Seite, um sich dem turmhohen Favoriten entgegenzustellen.

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Gute Besserung: Eric Strieska

Aber, dies alles geriet zur Nebensache, denn in der 10. Minute und beim Stand von 2:0 zog sich Coach Eric Strieska einen schwere Verletzung zu, als er im high-speed Modus hinter dem gegnerischen Tor ohne Fremdeinwirkung in die Bande krachte.
Er wurde umgehend in der Universitätsklink Freiburg ärztlich behandelt mit der niederschmetternden Diagnose: Wadenbeinbruch und Syndesmoseband-Abriss !
Vom Spiel selber gibt es danach nicht mehr allzu viel zu berichten, denn neben dem Verlust einer tragenden Säule, sollte auch der Schock das Stuttgarter Spiel maßgeblich beeinflussen.
Der einzige Stuttgarter Treffer gelang Jesper Leis in der 33. Minute auf Pass von Marcel Giese zum zwischenzeitlichen 9:1.
Erwähnenswert ist auch das faire Spiel insgesamt, denn es gab im ganzen Spiel nur 2 Minuten (!), was auch an der souveränen Leitung durch das Schiedsrichtergespann lag, darunter dem Kult-Schiedsrichter Peter Stratz, der hier nach über 40 Jahren sein Abschiedsspiel gab.
Wir bedanken uns noch bei den Freiburger Verantwortlichen, die sich direkt am Anschluss in der Stuttgarter Kabine nach der Verletzung erkundigten und auf diesem Wege die besten Genesungswünsche überbrachten.

Am kommenden Samstag um 20 Uhr kommen dann die Bisons aus Pforzheim zum letzten Heimspiel auf die Waldau.
Bis dahin gilt es die Reihen neu zu sortieren, um das Saisonziel mit Platz 5 nicht aus den Augen zu verlieren.
Als Interimstrainer hat sich bereits Ole Abendroth angeboten, der das komplette coaching im Saisonfinale gegen Pforzheim (H) und Balingen (A) übernehmen wird.

Eric, halt die Ohren steif, am Samstag spielt das Team für dich !

Wir bedanken uns für den vorbildlichen, sportlichen Teamspirit in Freiburg bei:
Max Jetter (Goalie), Marcel Santi, Colin Wolf, Jesper Leis, Schneider Philip, Marcel Giese, Masaru Komiyama, Veit Wenzel, Timo Gläßgen, Julien Frey, Eric Strieska, Jonathan Krause, Kjell Wenzel

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2018vsStuttgart 18-1 (14)

Photo Michael Morgenstern(Betreuer der 1b EHC Freiburg) – Verabschiedung von EHC-Referee Peter Stratz, seit vielen Jahren Obmann der Schiedsrichter im EBW

1b-Rebels stehen vor schweren Wochen – auswärts in Freiburg

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Kampfbereit: Masaru Komiyama

Am Sonntag liegen die Dinge klar auf der Hand.
Die Wölfe aus Freiburg benötigen noch 2 Siege, und wären damit Meister der Landesliga BW.
Die 1b-Rebellen hingegen kommen derzeit auf dem Zahnfleisch daher.
Der Mannschaftsbus gleicht mehr einem Krankentransporter….

Die derbe 11:0-Klatsche letzte Woche in Mannheim wurde zwar am grünen Verbandstisch mit 0:5 für Stuttgart gewertet, da die Maddogs einen Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt haben, aber es ist derzeit personell keine Besserung in Sicht.
Die 1b-Rebellen gehen durch ein gewaltiges Tal…

“Blut, Schweiß und Tränen”- jeder muss seinen Part erledigen, dass das Saisonfinale halbwegs vernünftig über die Bühne geht, denn personell steht man am Limit und die Situation bleibt mehr als angespannt.
Das Saisonziel mit Platz 5 ist zwar immer noch machbar, aber unter diesen Voraussetzungen scheint es beinahe unerreichbar.

Im ersten Aufeinandertreffen in der Eiswelt Ende November 2017 traf man auf spielstarke Breisgauer, die mit Tobi Bräuner einen Ex-DEL2-Crack in ihren Reihen haben, der das Spiel maßgeblich beeinflusst. Der Kader ist herausragend und über jeden Zweifel erhaben.
Dies durften auch die Black Eagles Reutlingen letztes Wochenende erfahren, die vom Freiburger Express mit 15:0 regelrecht aus der eigenen Eishalle geschossen wurden.
Die Torgestänge sind heute noch in Reparatur…

Tabelle05_03_2018
Euphorie auf der einen Seite, nacktes Überleben auf der anderen Seite.
Aber, wenn man dem Ganzen noch etwas Positives abringen will ist es die Tatsache, dass man sich trotzdem ins Badische aufmacht, um die Stuttgarter Flagge zu verteidigen !
Eine Spielabsage ist keine Option.
Allergrößter Respekt für diese sportliche Einstellung, egal was kommt, wir werden uns in der alt-ehrwürdigen Franz-Siegle-Eishalle bis zur Schluss-Sirene wehren.

FreiburgFranz-Siegle-Eishalle Freiburg
11.03.2018
Bully 17:15 Uhr


Schiedsrichter:

Torsten Werner (ERC Waldbronn), Jessica Voß (EV Ravensburg)

1b geht in Mannheim mit 11:0 unter

Timo Gläßgen
Danke: #39 Timo Gläßgen

Die 1b-Rebellen kamen am Samstag Abend in der Mannheimer SAP-Arena (Nebenhalle 1) mit 11:0 (0:0/6:0/5:0) unter die Räder.

Einen Tag vor dem Spiel standen noch 14+1 Spieler in der Kaderliste.
Noch vor der Abfahrt auf der Waldau kam dann die erste Absage.
Unterwegs in Richtung Mannheim fahrend, folgten dann die nächsten…
Schlußendlich liefen dann 11+1 zum Warmmachen aufs Eis bis dann ein kreidebleicher Timo Gläßgen, der sich zuvor 2x in der Kabine übergeben hatte, signalisierte, dass er zwar nicht einsatzfähig ist, aber er dennoch dem Team weiterhelfen will, indem er sich zumindest mit auf die Bank setzt.
Nach kurzer Beratung mit Interims-Trainer Ole Abendroth, der eigentlich dagegen war (“Gesundheit geht vor”) blieb er dann zunächst als Joker auf der Bank.
Soviel zu den Umständen an diesem Abend.

BullyAls man dann noch sah, dass der Gegner aufgrund der Kader-Masse (17+2) kaum Platz zum Warmlaufen hatte, waren auch die taktischen Vorgaben klar: Positionen halten, schnelle Wechsel und Scheibe tief, wenn es anders nicht möglich war.
Dies gelang im ersten Abschnitt auch sehr gut.
Überraschenderweise waren die Gastgeber nicht in der Lage geordnet ins Angriffsdrittel zu fahren, denn die 1b-Rebellen hatten bereits an der blauen Linie ihren ersten Verteidigungswall aufgebaut und liesen entweder den Gegner oder die Scheibe passieren, aber nie beides gleichzeitig.
Kurzum: das Stuttgarter Platoon operierte glänzend !

DSC08847Als die Waldau-Cracks merkten dass das planlose Anrennen der Maddogs im Prinzip nicht fruchtete, setzte man auch eigene Akzente.
Insbesondere die spielstarke #80, Felix Feichter, tauchte ein ums andere Mal gefährlich vor dem Maddogs Gestänge auf und hatte sogar die große Chance seine Farben in Führung zu bringen.
Die Gäste versuchten trotzdem weiter immer wieder anzulaufen, und hielten das Tempo hoch, um die Schutzschirme der Rebellen über das Tempo zu destabilisieren.
Dies sollte aber nicht zum Erfolg führen, und so ging man mit einem, doch etwas überraschenden 0:0 in die Kabinen.
Danach brachen die Stuttgarter Schutzschirme komplett zusammen….
Innerhalb von 49 Sekunden (!) kassierte die Abendroth-Truppe gleich zu Beginn 3 Treffer in Folge und der Mannheimer Druck wurde daraufhin weiter forciert.
AuszeitCoach Abendroth sortierte zwar in einer Auszeit noch mal seine Formationen, aber die “verrückten Hunde” hatten jetzt klar die Oberhand und überrannten die Rebellen ein ums andere mal.
Rebellen-Hüter Niklas Syguda pfiffen die Scheiben nur so um die Ohren. Er war der mit Abstand meistbeschäftigste Mann auf dem Eis und rettete sein Team mit Glanztaten vor dem Totalverlust.
Das Spiel der Gastgeber lief nun auf Hochtouren, der Dauerdruck zeigte nun erstmals die geplante Wirkung.
Die Konzentration der Waldau-Boys lies jetzt auch deutlich nach. So erklären sich auch die drei weiteren Treffer zum 6:0 im zweiten Drittel.
In der Kabine appellierte dann Kapitän Gregor Michalik nochmal an den Kampfgeist, aber wer die Gesichter gesehen hat und vorallem die Körperhaltung von einigen, so zeigten sich hier bereits deutlich die Spuren der Dauerbelastung.
DSC08850Die Geschichte des letzten Abschnitts ist daher auch schnell erzählt.
Wieder 3 schnelle aufeinander folgende Treffer zum mittlerweile 9:0 liesen die letzten Stuttgarter Reserven auf Null sinken, dann rappelte man sich zwar wieder auf und kam wieder zu einem geordneten Spielaufbau und sogar zu Chancen, aber die SAP-Cracks konnten dennoch zweimal nachlegen zum finalen Schlußstand von 11:0.

Jetzt heißt es für die 1b-Rebels, sich mit intensiven Trainingseinheiten auf das kommende Wochenende vorzubereiten, und auch mental den heftigen Dämpfer gegen Mannheim abzuhaken.
Am kommenden Sonntag wartet dann das schwere Auswärtsspiel gegen die Freiburger Zweitliga-Vertretung.

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Denis Simin, Gregor Michalik, Yannick Barthruff, Masaru Komiyama, Veit Wenzel, Timo Gläßgen, Daniel Kolev, Felix Feichter, Kjell Wenzel, Ronny Panse, Leopold Schätzle
Trainer: Ole Abendroth
Mannschaftsleiter: Ralf Seidel

Tabelle_03_03_2018

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