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eine Nummer zu groß – 1b-Rebels gehen in Schwenningen gnadenlos unter

In einer äußerst einseitigen Partie unterlagen die 1b-Rebellen auswärts beim Favoriten Fire-Wings Schwenningen mit 3:25 (2:4/0:12/1:9).
Mit der höchsten Niederlage seit Jahrhunderten befindet sich die Fernsehturm-Truppe im freien Fall und ist zur Winterpause am Tiefpunkt der Saison angekommen.
Mit 11+2 ging es Samstagnachmittag Richtung Helios-Arena und natürlich war bereits vor dem Spiel klar dass dort die Trauben in nahezu unerreichbarer Höhe hängen, aber ein derartiges Brett war nicht zu erwarten.

Nur zu Beginn waren die Fire-Wings noch nicht wie erwartet präsent und leisteten sich einen Defensivfehler, der nach 33 Sekunden zur überraschenden Stuttgarter Führung durch Kapitän Leo Schätzle führte, als dieser frei vor Goalie Kohler einschießen konnte.
Die Fire-Wings Sturmtruppe kam nur langsam auf Betriebstemperatur und so spielten die Waldau-Cracks zunächst mit, aber im Laufe der Zeit übernahmen die Gastgeber immer mehr das Kommando und pressten die Rebellen massiv ins Verteidigungsdrittel.
Aber es dauerte fast 6 Minuten bis der Bauchenberg-Truppe der Ausgleich glückte.
Im Mittelpunkt stand wie so oft der Rebellen-Hüter Niklas Syguda, der regelrecht unter Feuer genommen wurde, aber wieder einen super Job ablieferte.
In der 10. Minute war er dennoch machtlos und die Scheibe lag zur erstmaligen Schwenninger Führung im Stuttgarter Gehäuse.
Trotzdem hielt das Rebellen Abwehr-Bollwerk den weiteren Angriffen stand.
Stuttgart stemmte sich mit aller Macht gegen die immer besser in Spiel kommenden “Feuer-Flügler”.
Mit dem Mut zur Lücke und starkem Einsatz gelang Masaru Komiyama in Abstauber-Manier sogar der vielumjubelte 2:2 Ausgleich (13.Min) und es wurden Erinnerungen an das Pforzheimer Spiel wach, als man aus Kontern heraus erfolgreich war und den Gegner düpieren konnte.
Aber Schwenningen zeigte sich wenig beeindruckt und setzte den Spielstand innerhalb kurzer Zeit auf 4:2.
Mit diesem Drittel-Ergebnis konnte man aus Stuttgarter Sicht trotz Rückstand durchaus leben, denn die Helios-Cracks hätten auch durchaus höher führen können, aber mit vereinten Kräften und dem nötigen Glück gelang doch die eine oder andere gute Aktion.
Die Welt war für die Waldau-Crew noch in Ordnung…

Im zweiten Abschnitt zogen dann tiefschwarze Wolken auf.
Im Stile einer Regionalliga-Mannschaft wurden die Stuttgarter Defensivstellungen derart überrannt und sturmreif geschossen, dass ein totaler Einbruch unvermeidbar war.
Die 1b-Rebellen konnten einem leidtun, denn trotz intensiver Bemühungen war man fast immer einen Ticken langsamer, und die Gastgeber konnten ihr Spiel nun vollständig durchdrücken.
Die Rebellen-Grundordnung und speziell die Zuordnungen zu den ständig rotierenden Schwenninger Angreifern ging nun völlig verloren und die Tore fielen wie reife Früchte von den Bäumen.
Die Überlegenheit zeigte sich auch auf der Anzeigentafel => 16:2.
Man benötigt sicherlich keine 2 Semester Psychologie um die Stuttgarter Kabinen-Stimmung in der Drittelpause erahnen zu können….

Wer dachte der Aufzug könnte im letzten Abschnitt in irgendeiner Form angehalten werden, musste nach 44 Sekunden und dem 17:2 erkennen, dass es noch tiefer geht:
Das muntere Scheibenschießen ging unvermindert weiter.
Der “Höhepunkt” dann in der 44. Minute als man sich innerhalb von 56 Sekunden 3 Gegentore einfing und der Gegner neben der vollen Kontrolle nun sogar begann zu zaubern.
Aus Stuttgarter Sicht erwähnenswert wäre noch der dritte Treffer durch Dean Nenninger in der 48. Minute zum zwischenzeitlichen 3:21.
Ein Tropfen auf den viel zu heißen Stein….
Zum Ende der Lehrstunde stand final ein 3:25 zu Buche – ohne Worte

Fazit:
Man kann Spiele verlieren, aber…
Die 1b-Rebellen sind zum Jahresabschluß völlig außer Tritt.

Defensiv zu instabil und anfällig für Konter, oft mangelhaftes Zweikampfverhalten und in der Offensive ohne nennenswerte Durchschlagskraft – alles Faktoren, die letztlich zu diesem bitteren Spielausgang führten.
In der Kabine direkt nach dem Spiel rang man nach Fassung und den richtigen Worten.
Das mit weitem Abstand schlechteste Spiel der Saison hinterließ massiven Eindruck bei allen Beteiligten und man war sich einig dass es so nicht weitergehen kann, nicht weitergehen darf.
Dass die Auswärtsaufstellung wieder mal nur 11 Spieler + 2 Hüter hergab, und Coach Abendroth mit auf dem Eis stehen musste, sollte jetzt als Randnotiz betrachtet werden und nicht als Ausrede herhalten.
In den nächsten Wochen und dem nötigen Abstand bis zum nächsten Spiel, soll es einige Änderungen geben, die man in die Spielvorbereitung aufnehmen will.
Eine Art Neuanfang soll bis dahin angestoßen werden.

Wenn man zum Schluss etwas Positives aus dem Spiel mitnehmen will, dann ist es die sehr realistische und selbstkritische Einschätzung der anwesenden Spieler und der nach wie vor intakte überragende real-spirit-of-hockey.
Wir gewinnen und verlieren Spiele – gemeinsam !

Für Stuttgart spielten:
Niklas Syguda (Goalie bis 38. Min.), Patrick Thierfelder (Goalie ab 38. Min.), Gregor Michalik, Marek Prokes, Ole Abendroth, Timo Dombrowski, Masaru Komiyama, Philipp Rusch, Nino Häberlen, Josip Strutz, Dean Nenninger, Felix Feichter, Leo Schätzle

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2020, vor allem Gesundheit.
Die Mannschaft bedankt sich für die Unterstützung -auch in sportlich turbulenten Zeiten.
Sticks up !!

schwere Aufgabe in Schwenningen steht an

Die 1b-Rebellen haben an diesem Wochenende wieder eine Partie auf dem Schirm.
Am Samstag, 14.12. ab 19 Uhr geht es auswärts zum letzten Spiel 2019 Richtung Helios Arena gegen die Fire-Wings Schwenningen.

Gegen die Seniorenmannschaft des ERC Schwenningen gab es für Waldau-Cracks bisher nichts zu holen.
In der letzten Saison verlor man zweimal deutlich und in der aktuellen Runde setzte es Ende Oktober eine deftige 0:11-Heimniederlage gegen den Ex-Regionalligisten.

Mit Mike Soccio, Stefan Schäfer und Phil Wissink stehen 3 Killer unter den Top10 der Landesliga-Scorerliste, wobei hier insbesondere Mike Soccio mit 21 Treffern als Top-Torjäger heraussticht -und das gerade mal in 9 Partien !

Von der Leistungsklasse her betrachtet spielt man eigentlich gegen einen Regionalligisten, der es bis jetzt nur versäumt hat nach oben durch zu marschieren.
Lag es letzte Saison noch an einem eigenen Fauxpas vor Saisonbeginn bei der Verbandsmeldung, so muss man diese Saison die enorme Spielstärke der Liga zur Kenntnis nehmen.
Aus der Floskel dass jedes Jahr die Qualität der Liga zunimmt wurde dieses Jahr bitterer Ernst:
Gegen Pforzheim setzte es die erste nicht für möglich gehaltene Heim-Niederlage.
Addiert man noch die Auswärtspleite in Esslingen und Penalty-Niederlage in Pforzheim dazu, dann scheint der Griff nach den Sternen diese Saison noch schwerer.

Die aktuelle Landesliga im oberen Tabellendrittel hat ein derart hohes Top-Niveau erreicht, dass die Grenzen zur Regionalliga immer mehr verschwimmen.
Würde eine PlayOff/Playdown-Runde im Verband ausgerufen, würde sich mancher Regionalligist verwundert die Augen reiben und der Klassenunterschied nicht zu erkennen sein.
Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet tritt die Landesliga-Truppe des Stuttgarter EC als Schlusslicht im Eissport-Tempel zu Schwenningen an.
Gegen einen Gegner bei dem man eigentlich tabellenmäßig ein Fernglas benötigt.
Lediglich in der Fairplay-Tabelle liegt man direkt vor den Schwenningern auf Platz 1, was aber eher von untergeordnetem Interesse sein dürfte und in etwa dem Spannungsgehalt der Nachricht entspricht,  dass   in der südchinesischen Stadt Yingde in der Provinz Guangdong am Mittag ein Sack Reis umgefallen ist.

Eine gewaltige Herausforderung steht also an.
Die letzte Niederlage im Derby gegen Esslingen wurde soweit aufgearbeitet.
Eine Videoanalyse brachte wichtige Erkenntnisse.
Denn, so komisch es klingen mag, es war in den letzten Wochen bei weitem nicht alles schlecht.
Problematisch war vor allem dass immer wieder dieselben Fehlermuster auffällig waren, die ursächlich die Niederlagen begründen.

Von daher dürfte die Teamanalyse vor der Videowand im VIP-Container wichtige Erkenntnisse gebracht haben, die es gilt umzusetzen.
Ob die Optimierungspotentiale gegen die “Feuerflügler” bereits greifen werden, muss man sehen, denn der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis weit höher als in der Theorie 😉
Die 1b-Rebellen werden sich auf jeden Fall den Spaß nicht verderben lassen und gehen die super-schwere Partie durchweg positiv an.
Stuttgart kann eigentlich nur gewinnen….

Samstag, 14. Dezember 2019
Helios Arena Schwenningen
Bully 19:00 Uhr

Schiedsrichter:
Michael Musacchio, Leonie Ernst


nostalgischer Rückblick in die Saison 1993/94 :

Fataler Einbruch im letzten Drittel – Klatsche gegen Esslingen

Nicht viel zu lachen hatten die 1b-Rebels im letzten Heimspiel des Jahres.
Denn ausgerechnet im Neckarderby vor 120 Zuschauern gegen den Nachbarn Esslingen setzte es eine heftige 3:14 (0:1/2:5/1:8)-Klatsche, bei der der aktuell Tabellenzweite der Landesliga den Hausherren letztlich keine echte Chance ließ.

“C” Leo Schätzle, Stuttgarts Best

Das Spiel begann zunächst vielversprechend, denn obwohl die Gäste sofort nach vorne drückten und versuchten das Heft in die Hand zu nehmen, lief dort nicht alles rund.
Nicht jeder Paß fand einen Abnehmer und auf dem Weg nach vorne prallte der Gegner auf einen gut strukturierten Stuttgarter Verteidigungswall.
Dies alles hatte einen Grund, denn vor dem Spiel wurden in der Rebellen-Kabine klare Deckungsaufteilungen vereinbart, um dem zu erwarteten Esslinger Offensivdrang besser in den Griff zu bekommen.
“Wir müssen uns auf eine Abwehrschlacht einstellen, lasst sie anrennen…”,
so Stuttgarts Defender Gregor Michalik noch kurz vor Spielbeginn.

Aber nicht nur das, sobald sich die Möglichkeit zum Kontern bot, versuchte man den Gegner seinerseits unter Druck zu setzen.
Insbesondere der erste Stuttgarter Sturm mit Bartmann, Schätzle, Leis brachte die Gäste-Defensive einige Male in Verlegenheit, aber der Ex-Stuttgarter Goalie Max Jetter war nicht zu überwinden.
In der 14. Minute fiel dann überraschend der Führungstreffer der Esslinger durch Keven Frank, der in Abstauber-Manier einen Abpraller im Gehäuse unterbringen konnte.
Überraschend deshalb, weil sich beide Teams über die Dauer betrachtet mehr oder weniger egalisierten.
Die Zwiebelstädter hatten zwar mehr Spielanteile, aber so richtig zum Abschluss kamen sie nicht, und wenn doch, war Stuttgarts Goalie Niklas Syguda zur Stelle.
Losgelegt wie die Feuerwehr, dann aber auch mit Blaulicht vom Weg abgekommen.
Esslingen kam nicht ins gewohnte Spiel.
Die Taktik der Waldau-Rebellen ging auf.

Und die Hausherren machten im Mittelabschnitt da weiter, wo sie im 1. Drittel aufgehört hatten.
Waren die Esslinger im Angriff, lauerten die 1b-Rebellen aus einer dicht gestaffelten Abwehr auf ihre Konterchance.
Die Waldau-Truppe zu Beginn jetzt aber auch mit hochkarätigen Einschussmöglichkeiten, aber es fehlte der ultimative Abschluss, jemand der die Scheibe einfach mal “reinprügelt”…
Dann fast schon der Klassiker: Doppelschlag der Gäste innerhalb knapp 40 Sekunden und es stand 0:3 (26.Min.)
Kurz den Überblick verloren, und Esslingen nutzt dies eiskalt aus.
Aber es war weiterhin kein einseitiges Spiel, denn auch die Waldau-Boys spielten durchaus weiter nach vorne und beschäftigten den Gegner, der immer noch nicht wie gewohnt im Spiel war und auch Dinge zeigte, die man von Esslingen nicht gewohnt war.
Die bekannte individuelle Stärke des Gegners zeigte sich nicht im Kollektiv.
Die Fehlpass-Quote bei beiden Teams nahm teilweise erschreckende Ausmaße an.
Nur der Blick auf die Anzeigentafel lies noch den Unterschied erkennen.
In der 36. Minute dann der längst überfällige Anschlusstreffer der 1b-Rebellen durch Tim Dombrowski, der sich über links ins Angriffsdrittel tankte und dann mit einem trockenen Flachschuss vom Bullykreis das 1:3 erzielte.
Doch keine 60 Sekunden später die Esslinger Antwort:
wieder ein Doppelschlag zum 1:5 innerhalb von 15 (!) Sekunden (36.Min.)
Ein absolut kurioser Spielverlauf, das Ergebnis passt überhaupt nicht zu dem, was sich auf dem Eis abspielte!
Esslingen brutal effektiv !
Aber die 1b-Rebels ließen nicht locker:
63 Sekunden später nimmt Stuttgarts Kapitän Leo Schätzle die Scheibe an der eigenen Blauen auf, läuft durch auf Jetter und versenkt das Hartgummi links oben zum 2:5 (38. Min.)
Das letzte Wort aber hatten die Gäste von der Neckarinsel kurz vor Drittelende durch Lars Schmohl, der das Spielgerät frei vor Syguda zum 2:6 einschieben konnte.
Immer wenn die Abendroth-Truppe dran war langsam die Ernte einzufahren, kommt Esslingen und fährt mit dem Panzer über die Felder…aber es sollte noch schlimmer kommen.

Das letzte Drittel war gerade einmal 39 Sekunden alt, da war die Partie für die Rebellen auch schon gelaufen:
Esslingens Ex-Profi Michael Fink traf zum 2:7, und von diesem Schock erholte sich die Fernsehturm-Truppe nicht mehr.
Jetzt fielen die Tore beinahe im Minutentakt.
Esslingen zwar immer noch nicht überzeugend bzw. so wie man sie von der Spielstärke her kennt, aber das Scoreboard lügt nicht: die Gäste zogen auf und davon.
Auch wenn der Spielstand vielleicht was anderes aussagt, die 1b-Rebels sind keineswegs auseinandergefallen, und versuchten sogar weiter nach vorne zu spielen, aber die Gäste von der Neckarinsel spielten das Ding jetzt routiniert runter.
Erwähnungswert aus Stuttgarter Sicht wäre noch der Treffer zum 3:11 durch den an diesem Abend mit Abstand stärksten Rebellen-Spieler und Kapitän Leo Schätzle, der nicht nur durch seine 2 Tore auffiel, sondern auch durch seinen vorbildlichen Kampfeinsatz.

Fazit:
Leider werden immer wieder dieselben Fehler gemacht. Man spielt im Prinzip lange Zeit gut mit, erarbeitet sich Chancen, ist im Spiel, aber in den entscheidenden Zweikämpfen verliert man zu leicht die Übersicht und Mannschaften wie Esslingen strafen sowas knallhart ab.
Das heute einige vielleicht nicht in ihren besten Tag hatten und die Mannschaft wieder nicht in Bestbesetzung antrat – geschenkt, denn es soll hier nicht als Ausrede dienen.
Viel entscheidender ist es, dass es trotz guten Ansätzen nicht gelingt die Leistung auf die Anzeigentafel zu bringen.
Und die Aufgabe am letzten Spieltag 2019 wird nicht einfacher:
Am kommenden Samstag 14.12. um 19 Uhr geht es in der Helios-Arena gegen die Fire Wings aus Schwenningen.

Zum Abschluss möchte sich die Mannschaft bei den Stuttgarter Fans bedanken, die trotz der Niederlagen der letzten Zeit immer  hinter dem Team stehen!

Vielen Dank für eure Unterstützung !

1b-Rebels vs. ESG Esslingen 3:14 (0:1/2:5/1:8)

13:27 0:1 K. Frank
25:40 0:2 Martin (Morgenthaler)
26:17 0:3 M.Fink (Frank)
35:06 1:3 Dombrowski PP1
36:04 1:4 Schmohl (Baumann)
36:19 1:5 Wirth (Martin)
37:22 2:5 Schätzle (Leis/Bartmann)
39:05 2:6 Schmohl (Baumann/Dickopf)
40:39 2:7 M. Fink (S. Fink)
41:29 2:8 Schmohl
43:21 2:9 K. Frank (M. Fink/S. Fink)
44:34 2:10 Halbych (Baumann/Schmohl)
48:12 2:11 Wirth (Martin)
50:38 3:11 Schätzle (Leis/Bartmann)
54:14 3:12 S. Fink (M. Fink/Stephan) PP1
57:30 3:13 Halbych (Wirth)
59:25 3:14 Halbych (M. Frank)

Für Stuttgart spielten:
Niklas Syguda (Goalie bis 42.Min.), Patrick Thierfelder (Goalie ab 42. Min.), Phlipp Rusch, Timo Dombrowski, Marek Prokes, Carlo Sala de Llobet, Josip Strutz, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jesper Leis, Michael Bartmann, Fabian Schneider, Nino Häberlen, Louis Cieplik

Derbykracher am Nikolaustag – Esslingen kommt

Am kommenden Freitag um 20 Uhr treffen die 1b-Rebellen in ihrem letzten Heimspiel  2019 auf den aktuellen Tabellendritten von der Neckarinsel.
Der amtierende Meister Esslingen spielt wie jede Saison im oberen Tabellendrittel mit und wer eine Etage nach oben in die Regionalliga will, muss zunächst diese Hürde nehmen.
Was aber in der Regel alles andere als einfach ist, denn der Esslinger Kader spielt seit Jahren zusammen und wird beinahe jede Saison durch Hochkaräter ergänzt, die man in einer Landesliga nicht vermuten würde.
So mischt aktuell der ehemalige Profi #14 Michael Fink mit und ballert den gegnerischen Hütern die Scheiben nur so um die Ohren.
Beim letzten Heimspiel gegen die Black Eagles aus Reutlingen trug er sich beim 10:2-Heimsieg insgesamt 3x in die Torlisten ein und setzt auch als Vorlagengeber Akzente.
Sollte dieser einmal verhindert sein, dann ploppen andere auf, wie z.B. sein Bruder #7 Steffen Fink oder der letztjährige Topscorer #90 Kevin Frank, die die gegnerischen Defensiv-Stellungen sturmreif schießen.

Die 1b-Rebels bekommen es also wie immer mit einem Spitzenteam zu tun, dass es gilt unter Kontrolle zu bekommen.
Aber es muss dann alles, wirklich alles stimmen.
Setzt der scheibenführende Verteidiger beim Aufbau die Kufe falsch aufs Eis, stehen sofort die Esslinger Stürmer parat.
Jeder noch so kleine Fehler kann fatale Folgen nach sich ziehen.

Die Waldau-Cracks stehen also vor einer gewaltigen Herausforderung.
Es werden dringend Punkte benötigt, nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das eigene Selbstvertrauen.
Zu oft war man kurz vor der vollen Ausbeute und wurde noch kurz vor Schluss abgefangen.
Das Potential ist also durchaus vorhanden, um die Negativserie zu durchbrechen, und ganz wichtig:
es ist ein Derby mit eigenen Gesetzen und traditionell vielen Zuschauern.
Diese Mischung kreiert nicht selten einen Spielverlauf, der sich nicht am Tabellenstand orientiert und den Underdog über sich hinauswachsen lässt.

Eiswelt Stuttgart
Freitag, 06.12.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Ingo Lüsch, Marc Tabor

Schwarze Serie hält an

Auch das zweite Saison-Heimspiel auf der Waldau brachte für die 1b-Rebellen keine Wende.
Am Ende musste man sich in einer äußerst fairen Begegnung der Eppelheimer Reserve mit 2:6 (1:1/0:2/1:3) deutlich geschlagen geben.

Überraschungen gibt es im Eishockey immer wieder.
Nicht so am Samstagabend in der Landesliga-Begegnung gegen die Gäste aus der Rhein-Neckar-Region.
Die erste Sturmreihe der 1b-Rebellen (13+2) war durch private Termine praktisch aufgelöst, aber auch die Gäste, die nur mit 10+1 in der Eiswelt auftraten spielten personell am Limit.

Und das merkte man dem Spiel an.
Es war ein klassisches Landesliga-Duell mit viel Einsatz und Kampf, aber die Qualität lies zunächst zu wünschen übrig.
Aus einem feinen Spielzug heraus gelang den Gästen in der 7. Minute der Führungstreffer durch einen Alleingang der agilen #5 Tim Frey.
Dieser sollte aber nicht lange Bestand haben, denn Stuttgarts Forward #80 Felix Feichter besorgte im Nachschuss aus dem Slot zeitnah den 1:1-Ausgleich (11.Min.).
In der Folge ging das Spiel hin und her, wobei die Gäste den direkteren Zug zum Tor zeigten und oftmals gefährlich vor Syguda auftauchten, wohingegen die Rebellen ihre Chancen nicht konsequent zu Ende spielten, zu wenig schossen und damit insgesamt zu wenig Druck aufs Gästetor brachten.

Wie schnell ein Eishockey Spiel kippen kann, machte dann der zweite Abschnitt deutlich.
Da gelang den Eisbären nach gerade mal 70 gespielten Sekunden die Führung durch #9 Dennis Dallosch.
In der 27. Minute dann die nächste kalte Dusche durch den Eppelheimer #81 Björn Wilts, der das 1:3 folgen lies, als die Hausherren regelrecht im eigenen Drittel eingeschnürt wurden und Syguda rechts oben überwinden konnte.

Time-Out Stuttgart

In der Folge dann die Eisbären mit den klareren Aktionen und einem weiteren Treffer näher als die Abendroth-Truppe, die zwar versuchte auf den Anschlusstreffer zu drängen, sich aber in dem Eppelheimer Abwehrgeflecht verhedderte.
Selbst 2 Powerplay-Situationen sollten nicht ausreichen, um dem Spiel eine Wende zu geben.
Was aber dringend geboten gewesen wäre, denn mit zunehmender Spieldauer spielte der Gegner immer stabiler, ohne aber das Spiel zu dominieren, denn die 1b-Rebellen hielten trotz allem mit großem Kampf und Spielfreude dagegen.
Der Einsatz einiger Eisbären Regionalliga-Spieler schlug im Verlauf des Spiels voll zu Buche, denn gerade diese Spieler behielten trotz großem Gefechtslärm die Übersicht.

Im letzten Drittel flammte dann Hoffnung auf.
Rebellen-Tornado Mikey Bartmann erkämpft sich in der 42. Minute die Scheibe an der eigenen blauen Linie, bricht durch die neutrale Zone durch auf den Eppelheimer Hüter und hämmert das Spielgerät zum 2:3-Anschlusstreffer unter das Eppelheimer Gebälk.
Die Waldau-Truppe sendet damit ein Signal zur Aufholjagd!
Stuttgart hoffte jetzt auf ein weiteres, schnelles Tor -und ein kleines Eishockey-Wunder.
Denn die Polartiere konterten die Rebellen-Offensive eiskalt…und das Spiel nahm den typischen Verlauf eines letzten Drittels der letzten Rebellen-Spiele…
Knapp 2,5 Minuten später überwindet die #37 der Eppelheimer Maurice Ullrich den Rebellen-Keeper Syguda mit einem Hammer aus 3 Meter zum 2:4 (44.Min.)

Ratlos: Tim Abendroth, Niklas Syguda, Gregor Michalik

Damit war jetzt nicht unbedingt zu rechnen, aber spiegelt letztlich die Tatsache wider, dass die Eppelheimer im Angriff routinierter und vor allem zielstrebiger agierten.
Kurz danach in der 47. Spielminute dann die Vorentscheidung als der Eppelheimer Regionalliga-Topscorer mit der #97 Leon Rausch das schwarze Spielgerät mit der Rückhand zum 2:5 an Syguda vorbeischaufeln konnte.
Coach Abendroth nahm direkt danach eine Auszeit und die 1b-Rebels setzten anschließend nochmal alles auf eine Karte.
Aber man spielte gegen die cleveren Eisbären nach vorne nicht zwingend genug und  im Aufbau zu umständlich, um die Icehouse-Cracks nochmal entscheidend in Bedrängnis zu bringen.
Ca. 3 Minuten vor Abpfiff dann der finale Nackenschlag, wieder durch die #97 Leon Rausch, der freistehend im Slot die Scheibe zum 2:6 einschießen konnte.

Fazit:
Keine Ausreden.
Am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Eppelheimer Reserve.
Es ist die erste Niederlage, die richtig weh tut, denn gerade in diesem Heimspiel wähnte man sich an einem Wendepunkt gegenüber den letzten 3 Spielen.
Die Waldau-Cracks haben im Prinzip auch nicht viel falsch gemacht, aber -auf gut Deutsch gesagt- eben die Scheiße am Schläger.
Jetzt heißt es dieses Spiel so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bringen, denn bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr steht das nächste Heimspiel gegen das Landesliga-Schwergewicht aus Esslingen an.
Die Mutter aller Derbys schlechthin…

06:56 Min. 0:1 Frey (Wilts/Becker)
10:31 Min. 1:1 FEICHTER (BARTMANN)
——————————–
21:10 Min. 1:2 Dallosch (Ullrich)
26:53 Min. 1:3 Wilts (Wilhelm/Frey)
——————————–
41:23 Min. 2:3 BARTMANN (BORCHERT)
43:57 Min. 2:4 Ullrich
46:26 Min. 2:5 Rausch
57:16 Min.  2:6 Rausch (Frey/Wilts)

1b-Rebels vs. Eisbären Eppelheim 2:6 (1:1/0:2/1:3)

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart 13+2
Eppelheim 10+1

Strafzeiten:
Stuttgart: 1×2 Min.
Eppelheim: 3×2 Min.

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Tim Abendroth, Marek Prokes, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Josip Strutz, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Dean Nenninger, Michael Bartmann, Felix Feichter, Fabian Schneider

Teilnehmer an der Movember-Aktion:

v.l. Julien Frey, Gregor Michalik, Masaru Komiyama, Marek Prokes

1b-Rebels gegen Eppelheim unter Zugzwang – nur ein Sieg hilft weiter

 

Am Samstagabend, 30.11.2019 um 20 Uhr empfangen die 1b-Rebellen die Reserve der Eisbären Eppelheim in der Eiswelt Stuttgart.
Nach 3 Auswärtspartien am Stück endlich wieder ein Heimspiel.

Nach den vielen verpassten Punkten der vergangenen Wochen stehen die 1b-Rebels vor einem wichtigen Spiel, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren, denn nach wie vor hängt das unbeliebteste Utensil der Landesliga in der Eiswelt: die rote Laterne.

Der Begriff “Ergebniskrise” bringt es eigentlich auf den Punkt, denn die letzten Spiele waren alles durchweg knappe Angelegenheiten.
In den entscheidenden Phasen im letzten Drittel war man nicht in der Lage das gegnerische Flaggschiff zu entern und die volle Beute in Form von Punkten an Bord zu holen.
Reine Kopfsache, denn von der Spielanlage, Motivation und Kondition her betrachtet, werden sich gerade in den letzten 20 Minuten ja durchaus Möglichkeiten erspielt, aber kaum ist man im Angriffsdrittel fehlt der ultimative Abschluss.
Nach dem Spiel fühlt es sich dann so an, wie wenn man im Supermarkt kurz vor Ladenschluss an der Kasse steht und beim Bezahlen merkt das der Geldbeutel noch zu Hause liegt.
Ärgerlich, nervig….

Aber einmal wird dieser fast schon gordische Knoten zerschlagen werden, denn mit dem Landesliga-Neueinsteiger Eppelheim kommt ein bereits bekannter Sparringspartner auf Augenhöhe unter den Fernsehturm.
Im sogenannten “Gasalarm-Spiel” in Eppelheim Mitte Oktober kam es beim Stand von 4:4 kurz vor Ende zum Spielabbruch und Räumung der Eishalle wegen Gasaustritt.
Von daher trifft man auf keinen völlig unbekannten Kontrahenten.
Wobei dies nicht ganz richtig ist, da Eppelheim gelegentlich mehrere Spieler einsetzt, die auch im Eppelheimer Regionalliga-Team antreten und eine nicht unerhebliche Verstärkung darstellen.
Und je nachdem wie die jeweiligen Eppelheimer Spielpläne aussehen, hat dies direkte Auswirkungen auf den Spielverlauf.
Eine Warnung dürfte hier der letzte Eppelheimer 9:6-Auswärtssieg (!) vor knapp 2 Wochen in Balingen sein…

Aber dies soll nicht weiter interessieren, da es sowieso sinnvoller ist auf sich selber zu schauen und dort nach Lösungen zu suchen.
Im Rebellen-Lager hat man sich dazu bereits direkt nach dem Balingen-Spiel eingeschworen:
Der “Vollgas”-Alarm wird am Samstag in der attacking zone stattfinden ….

Eiswelt Stuttgart
Samstag, 30.11.2019
Bully 20 Uhr

Großes Kämpferherz, keine Punkte – Knackpunkt letztes Drittel

Trotz einer respektablen Leistung in Balingen haben die 1b-Rebellen am Samstagabend einen Dreier verpasst.
Durch die 1:2 (0:0/1:2/0:0)-Niederlage konnte man sich in der Tabelle nicht an den Balingern vorbeischieben und bleibt damit das Schlusslicht in der Landesliga BW.

Torschütze: #8 Timo Dombrowski

Die zahlreichen Zuschauer sahen zu Beginn einen durchaus engagierten Start beider Mannschaften.
Den Gastgebern aus dem Zollernalbkreis merkte man die Verunsicherung aufgrund der letzten Spiele deutlich an, doch die 1b-Rebels konnten keinen Profit daraus schlagen.
Denn auswärts in Balingen war man es bisher gewohnt auf einen technisch starken Gegner zu treffen, der druckvoll agiert und den jeweiligen Gegenüber direkt unter Feuer nimmt, aber diesmal war alles anders.

Im Prinzip war der große Respekt vor den Eisbären wie eine eingerostete Handbremse, die man nicht gelöst bekam.
Anstatt in die großen Lücken durchzustoßen wurden “sichere” Rückpässe bevorzugt.
Die Abendroth-Truppe wirkte überrascht und in Teilen uneins ob der Marschrichtung Richtung Operationsgebiet Angriffszone.
Dies führte phasenweise soweit, dass man kaum aus dem eigenen Drittel herauskam und der Gegner mit einfachen Mitteln Druck ausüben konnte, obwohl er eigentlich alles andere als stabil stand.

Große Emotionen, faires Spiel

Dieser Umstand wurde in der Drittelpause auch deutlich angesprochen.
“Die spielen nicht besser als wir und wir spielen nicht schlechter als die, der Unterschied ist dass wir nicht zum Abschluss kommen, während die uns hinten beschäftigen und aggressiver sind”, so Coach Ole Abendroth.
“Jungs, das müssen wir sofort ändern! Mehr schießen, und ich will die Bande hören!”

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts folgte dann aber zunächst die kalte Dusche.
Gerade einmal knapp über zwei Minuten nach Wiederbeginn netzten die Eyachstädter zur 1:0 Führung ein.
Aber die passende Antwort kam postwendend innerhalb 73 Sekunden:
Stuttgarts Verteidiger #8 Timo Dombrowski fackelt nicht lange und versenkt das Hartgummi mit einem trockenen Schuss vom äußerem linken Bullykreis in die obere rechte Eisbären Schublade (1:1/24. Min.).

Auszeit Stuttgart

Nach Protesten der Balinger Spieler, Befragung der Zuschauer und einem Anruf bei der NASA wurde dieser Treffer von den Schiedsrichtern gegeben, wobei dieser eindeutig hinten im Tor oben an das Quergestänge klatschte und eine Diskussion nicht nötig gewesen wäre.

Danach egalisierten sich beide Teams mehr oder weniger.
Das Spiel war sicher kein sportlicher Leckerbissen, sondern lebte im Grunde von der Spannung und Emotion.
Die Heimmannschaft wurde von den Zuschauern nach vorne geschriehen, aber spätestens nach dem ersten Fehlpass wurde es wieder ruhiger, denn auch die Rebellen-Forwards konnten ihre Präsenz dadurch im Angriffsdrittel deutlich steigern -ohne aber mit der nötigen Durchschlagskraft.

Hexer: Niklas Syguda

In der 35. Minute brach dann kurz das Chaos vor dem Rebellen-Tor aus.
Die Polartiere mit mächtig viel Dampf auf dem Kessel schnürten die Rebellen regelrecht ein, und diese warfen sich todesverachtend in die Schüsse.
Nach dem gefühlten 26. Nachschuss und fast allen Spielern vor dem Tor liegend oder knieend, wie bei einer epischen Schlacht, lag die Scheibe nach einem unbeschreiblichen Slotkampf-Gewusel im Stuttgarter Tor.
Balingens #68 Willi Bauer gelang die erneute Führung (2:1/35. Min.) der Gastgeber, die man durch einfaches konsequentes Tiefspielen der Scheibe leicht hätte verhindern können, so aber traf man wieder eine falsche Entscheidung.

starke Defense: Marek Prokes, Tim Abendroth

Im Schlussdrittel passierte dann im Vergleich zu den vorangegangen 40 Minuten deutlich mehr, die jeweiligen Offensiv-Slots waren stark frequentierte Orte.
Der Header dieses Abschnitts könnte auch lauten: “Syguda gegen Balingen”
Es ist unglaublich was Stuttgarts Krake Niklas Syguda alles abfischen konnte, und zwar wirklich alles.
Vom Schlagschuss über Alleingänge, alles…
Und das mit einer Ruhe als wenn er gerade beim Angeln ist und auf einen Fischbiss wartet.
Überragend!!!

Ähnlich wie im Pforzheim-Spiel der letzten Woche gingen die Polartiere jetzt zum totalen Angriff über, aber bedingt durch Strafzeiten war dies phasenweise nur Stückwerk, und der Schwung sprang oft wieder auf Rebellenseite um, die dadurch immer wieder die Möglichkeit bekamen zum Ausgleich zu kommen.

Ausgerechnet in einer dieser wichtigen Phasen musste Stuttgarts Stürmer #80 Felix Feichter das Eis verlassen, eine Verletzung -ohne Fremdeinwirkung- zwang ihn zur Aufgabe, was natürlich Auswirkungen auf die Stuttgarter Offensivqualität hatte.

Es wurde zwar weiter geackert und gekämpft aber den 1b-Rebellen lief letztlich im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit davon.
(Nett gemeinter Wink an die Balinger Zeitnehmer)
Verdammtes letztes Drittel…..

Fazit:
Es war kein wirklich gutes Eishockey-Spiel, dafür war es eines mit viel Einsatz, Hektik und Spannung bis zum Schluss, mit dem glücklicheren Ende für die Eisbären Balingen, denen wir hiermit natürlich gratulieren, wie es sich im Sport gehört.

Die 1b-Rebels machen wieder vieles richtig, stehen defensiv gut, aber sind teilweise übermotiviert und verkomplizieren sich selber das Spiel, dass im Grunde einfacher Natur ist.
Das Match wurde eigentlich nur deshalb verloren, weil der große Respekt vor den Eisbären (zu) lange anhielt und (zu) spät realisiert wurde, welches Potential das Spiel für die Waldau-Boys bereitgehalten hat.
So blöd es klingen mag, aber manchmal ist es besser den Kopf auszuschalten und seinem Instinkt zu folgen….

Die nächste Möglichkeit dazu haben die 1b-Rebels am Samstag, den 30.11.2019 um 20 Uhr.
Nach 3 Auswärtsspielen in Folge trifft die Waldau-Truppe in der Eiswelt Stuttgart auf die Reserve der Eisbären Eppelheim.
Save the date.

EC Eisbären Balingen – 1b-Rebels 2:1 (0:0/2:1/0:0)

Spieler auf Spielbericht:
Balingen 16+2
Stuttgart 14+2

Strafzeiten:
Balingen 9×2 Min. + 10 Min. Florian Rummel
Stuttgart 8×2 Min. + 10 Min. Leo Schätzle

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Timo Dombrowski, Marek Prokes, Tim Abendroth, Vinzent Capek, Masaru Komiayama, Josip Strutz, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Dmitri Busch, Felix Feichter, Fabian Schneider, Nino Häberlen, Leo Schätzle

1b-Rebels auf der Jagd nach drei Punkten – doch Vorsicht ist geboten!

Am kommenden Samstag, den 23.11.2019 um 19:45 Uhr stellen sich die 1b-Rebellen in Balingen vor und treffen dort auf die Wundertüte der Liga.

Die Eisbären Balingen als letztjähriger Tabellendritter können mit dem bisherigen Verlauf nicht zufrieden sein.
Der Motor zieht noch nicht richtig durch….

Trotz Kaderverstärkungen aus Schwenningen mit #54 Urs Hugger, #55 Manuel Stutz und #56 Andrej Vasilev (mazedonischer Nationalspieler) und nahezu identischem Vorjahreskader gelang bisher nur ein Sieg aus 5 Spielen, und dass ausgerechnet gegen den Titelaspiranten und Vorjahresmeister Esslingen, der in einem überragenden Spiel auf der Neckarinsel mit 7:4 niedergekämpft wurde.

Hier fuhren die Polartiere mit ihrem Topscorer #8 Zeiselmeier an der Spitze die Krallen aus und zeigten ihr wahres Gesicht.

Im darauffolgenden Heimspiel musste man gegen die artverwandten Polartiere aus Eppelheim allerdings eine 6:9-Niederlage hinnehmen, bei der sich Spielertrainer Popek zu allem Überfluss eine Spieldauer-Strafe einhandelte und damit gegen die Rebellen fehlen wird.
Der Aufwärtstrend ist damit jedenfalls wieder dahin.

Und hier liegt die besondere Gefahr, denn nachdem bisher beide Heimspiele verloren gingen, darunter auch noch das prestigeträchtige Derby gegen Reutlingen (3:6),   sind die Eyachstädter angeschlagen und zudem zuhause stark unter Druck.
Hinzu kommt noch der Hexenkessel mit den zahlreichen frenetischen und emotionalen Fans, was den Eisbären-Käfig mit Sicherheit wieder zum Beben bringen wird.

Masaru Komiyama: another incredible shot ?

Wenn die Rebellen also am Samstag dort aufschlagen weiß jeder im Stuttgarter Trikot was auf einen zukommt.
Aber nach dem Eishockeyspektakel beim Tabellenführer Pforzheim hat man trotz der Penalty-Niederlage viel Positives mitnehmen können.

Allein die Erkenntnis bei einem Landesliga-Topteam so eine Auftritt hinzulegen, und den Gegner am Rande einer Niederlage zu haben, steigert das Selbstbewusstsein, ohne aber ins Überhebliche abzudriften, denn auch die letzten Spielminuten waren überaus lehrreich…

Die Eisbären Balingen dürfen sich wieder auf eine sehr kompakte und unbequem zu bespielende Stuttgarter Mannschaft freuen, die wie immer mit viel Herzblut an die anstehende Aufgabe gehen wird.
Vielleicht gelingt ja wieder eine Sensation wie im Vorjahr als man nach starker Leistung mit einem 6:4-Auswärtscoup die volle Punktzahl mit in den Mannschaftsbus nach Stuttgart nehmen konnte.

In der Saison 2019/2020 scheint in dieser äußerst spannenden Liga alles möglich….

Samstag, 23.11.2019
Kunsteisbahn Wasserwiesen Balingen
Bully 19:45 Uhr

Schiedsrichter:
Nadja Matic
Matthias Riepl

Penalty-Niederlage in Pforzheim – Dramatik bis zum Ende

Es war kein Spiel für schwache Nerven was da am Sonntagabend in der St. Maur-Eishalle geboten wurde.
Stuttgart führt knapp 90 Sekunden vor Ende der Partie mit 4:2, kassiert nach einem Pforzheimer Doppelschlag noch den Ausgleich und muss sich dann im Nachsitzen mit einem Punkt zufrieden geben.
Aber trotz der 5:4 n.P. (2:1/0:2/2:1)-Niederlage zeigte die Waldau-Truppe was alles mit einer geschlossenen Teamleistung möglich ist – unabhängig vom Gegner.

Wie erwartet legte der Gastgeber wie die Feuerwehr los und die 1b-Rebellen hielten mit Kampf und einer überragenden Torwartleistung dagegen.
Die Fernsehturm-Truppe konterte die anstürmenden Gastgeber einige Male geschickt aus und ging durch Jesper Leis in der neunten Minute sogar mit 1:0 in Führung.
Das war insofern eine Überraschung, da man sich vor dem Spiel auf Rebellenseite auf eine totale Defensiv-Schlacht eingerichtet hat, aber nachdem man merkte dass der Tabellenführer alles andere als souverän auftrat, wurden die Fühler trotz starkem Gegendruck immer öfter nach vorne ausgestreckt.
Mit viel Glück, darunter 2x Metallgeschepper, wurden die weiteren Pforzheimer Tsunami-Wellen überstanden, wobei sich hier Stuttgarts Goalie Niklas Syguda wieder Bestnoten erarbeiten konnte.
Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr knapp 4 Minuten vor Drittelende brachte dann den verdienten Ausgleich, als man auf dem Rebellen-Defensiv-Radar die #10 Juricek im Slot “vergessen” hatte.
Pforzheim hatte jetzt das Momentum komplett auf seiner Seite und legte fast im selben Schema nach, als wieder ein Stürmer im Slot “geparkt” wurde und dieser das 2:1-Führungstor in der letzten Spielminute einläutete.
Diese Nachlässigkeit wäre dann auch der wirklich einzige Kritikpunkt, denn die Rebellen verteidigten ansonsten sehr effektiv.
In der Kabine zeigte man sich dann trotz des Rückstands durchaus optimistisch, denn eines war klar:
die Bisons werden umstellen, denn das ständige ineffektive Vorchecken kann keine Mannschaft durchhalten, und dadurch werden immer mehr “Poren” entstehen.

Gesagt, getan….
Kaum war das Spiel freigegeben und in einer der ersten Attacken standen plötzlich die Rebellen Jesper Leis und Michael Bartmann allein vor dem Pforzheimer Hüter Klaus Gräfe:
Ein platzierter Flachschluss von Mikey Bartmann und der 2:2-Ausgleich war geschafft (21. Min.).

Das Spiel wurde jetzt offener, die Gastgeber waren zwar immer noch spielbestimmend, aber nicht mehr so dominant wie in einigen Phasen des ersten Spielabschnitts.
Bei Scheiben-Eroberung durch die Rebellen wurde das Spielgerät rasch nach vorne durchgesteckt und so waren auch die Bisons immer mehr defensiv beschäftigt.
Dann kam die 27. Minute und Stuttgarts Japaner Masaru “Bazooka” Komiyama hatte seinen großen Auftritt.
Pass aus dem eigenen Drittel von Nino Häberlen, Komiyama nimmt die Scheibe unter massivsten Druck auf, steht 2-3 Meter im Angriffsdrittel im direkten Zweikampf allein gegen 2 Bisons-Verteidiger, die Scheibe stellt sich kurz auf und dann folgt halb im Fallen ein Brett aus Komiyamas “durchgeflextem” Schläger und das Spielgerät schlägt hinter Gräfe ein.
3:2 Führung! What a shot! Unreal!
Die Stuttgarter Wechselbank in Ekstase !!!!!!!!!

Dieser Treffer zeigte Wirkung, die Filbey-Cracks jetzt sichtlich irritiert.
Der Offensiv-Stil des Gegners war minutenlang weg, die 1b-Rebellen bekamen leicht Oberwasser und hatten durchaus Möglichkeiten weiter am Spielstand zu drehen.
Der souveräne Tabellenführer der Landesliga berappelte sich aber wieder und nahm im Verlauf die Fäden wieder in die Hand.
Dieses Drittel dürfte dem Pforzheimer Coach trotzdem überhaupt nicht gefallen haben.
Auf dem Weg zur Kabine schüttelte er mehrfach seinen Kopf, dass die Gefahr eines Schleudertraumas bestand….
“Ruhig bleiben, runterkommen, und so weiter spielen. Nicht hinten rausziehen lassen, und vorallem kühlen Kopf bewahren.
Wir müssen hier kein Tor mehr schießen”, so die Pausenansprache des 1b-Rebels Coach Ole Abendroth.
“Wir gehen jetzt da raus, als wenn das jetzt das 1. Drittel ist und genau mit dieser Einstellung und Konzentration holen wir uns heute die 3 Punkte!”

Was folgte, war ein Drittel das einen Herzkranken zum sofortigen Exitus geführt hätte.
Stuttgart weiter 3:2 in Führung und anrückende Bisons, die mit aller Macht auf den Ausgleich drängen.
Strafzeiten auf beiden Seiten sollten beiden nichts einbringen.
Die Waldau-Truppe mit einigen sehr guten Möglichkeiten, aber Goalie Nufer, der Mitte des Spiels für Graefe im Kasten stand, sowie Niklas Syguda auf Stuttgarter Seite waren nicht zu überwinden.
Die Blicke gingen jetzt immer öfter Richtung Uhr…

Und plötzlich geschah das Unmögliche:
Stuttgarts Sturmtank Lukas Borchert kämpft sich in der 50. Min. vor Nufer und das schwarze Spielgerät liegt  im Bisons Fressnapf.
4:2!
Das gibt es nicht….Stuttgart führt 10 Minuten vor Spielende mit 4:2 beim übermächtigen Tabellenführer!
Sensationell…

Und nun wurde es richtig spannend, denn in der Folge kassierte man kurz hintereinander wegen Beinstellen jeweils 2 Strafminuten und war in Unterzahl.
Aber zur Überraschung aller schlugen die Gastgeber aus den powerplays kein Kapital, was die Hoffnung auf die volle Ausbeute in die Höhe schnellen ließ.

Keine Frage, die St.Maur Kampfeinheit warf nun alles nach vorne und definierte den Begriff “Pressing” neu.
Stuttgarts Lebensversicherung Niklas Syguda stand nun im absoluten Brennpunkt.
Es folgte Bully auf Bully. Noch 3 Minuten zu spielen, Pforzheim nimmt eine Auszeit und anschließend den Goalie raus.
Massiver traffic vor dem Stuttgarter Gehäuse und plötzlich liegt der Puck im Stuttgarter Gestänge.
Nur noch 4:3 und noch exakt 89 Sekunden zu spielen.
Das müsste doch reichen, aber die Rebellen bekommen die wie entfesselt aufspielenden Pforzheimer einfach nicht in den Griff und 44 Sekunden später fällt dann plötzlich sogar der 4:4 Ausgleich.

Und hätte Niklas Syguda nicht wieder einen Sahnetag erwischt und den letzten Schuss Sekundenbruchteile vor Ende nicht mit dem Schoner pariert…so aber blieb es beim 4:4 und beide Teams mussten zum Nachsitzen, was immer eine Glücksache ist.
Und da setzten die Bisons ihren flow weiter und sicherten sich den Zusatzpunkt.

Fazit:

Was war das für ein Spielverlauf!
Für die 300 Zuschauer dürfte das Spiel extrem unterhaltsam gewesen sein, für die jeweiligen Trainer sind sie vermutlich genau das Gegenteil…
Soll man sich nun ob des einen Punktes freuen, oder wegen der entgangenen vollen Punktzahl eher ärgern?
Im Prinzip eigentlich beides, wobei sicherlich die Freude überwiegen sollte, denn mit Pforzheim hatte man das bisher stärkste Team hinter der roten Linie und wer in der Bison-Zone punktet sendet ein fettes Ausrufezeichen an die Liga.
Solche Spiele sind immer sehr lehrreich, motivierend und geben einem Rückenwind für die kommenden Aufgaben.
Das nächste Spiel ist am Samstag, 23.11. um 19:45 Uhr wieder in der Fremde.
Wir wechseln das Tiergehege, denn es geht Richtung Hohenzollern zu den Eisbären aus Balingen.

Bisons Pforzheim vs. 1b-Rebels   5:4  n.P. (2:1/0:2/2:1)

08:49 Min. 0:1 Leis (Schätzle)
16:22 Min. 1:1 Juricek (Vogl/Wittmann)
19:08 Min. 2:1 Vogl (Wittmann, Juricek)
20:54 Min. 2:2 Bartmann (Leis/Schneider)
27:00 Min. 2:3 Komiyama (Häberlen/Syguda)
50:03 Min. 2:4 Borchert (Capek/Abendroth)
58:31 Min. 3:4 Juricek (Viller) PP1
59:16 Min. 4:4 Viller (Juricek/Gorel) PP1
PENALTY 60:00 Min. 5:4 Vogl

Strafzeiten:

Pforzheim 4×2 Min.
Stuttgart 6×2 Min.

Spieler auf Spielbericht:

Pforzheim 17+2
Stuttgart 15+2

Für Stuttgart spielten:

Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Timo Dombrowski, Marek Prokes, Tim Abendroth, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jesper Leis, Dean Nenninger, Michael Bartmann, Felix Feichter, Fabian Schneider, Nino Häberlen, Leopold Schätzle

1b-Rebels vor schwerem Auswärtsspiel

Die 1b-Rebellen treten am kommenden Sonntag, 17.11. um 19 Uhr bei den wiedererstarkten Bisons aus Pforzheim an.
Der aktuelle Spitzenreiter der Landesliga hat bisher einen Sieg nach dem anderen eingefahren und überzeugte auf ganzer Linie.
Die Landesliga-Schwergewichte Fire-Wings Schwenningen oder Esslingen, die eigentlich großen Favoriten der Saison, müssen sich hinten anstellen, denn gegen beide wurden die Spiele gewonnen.

Die Gründe liegen natürlich in der Kaderplanung für die neue Saison.
Nicht nur in der Breite wurde sich verstärkt, sondern auch an der Spitze der Nahrungskette wurde erheblich nachgelegt.
Mit dem DEL-erfahrenen #60 Patrik Vogl und dem Slowaken #10 Martin Juricek (1.Liga Slowakei) wurden zwei Raketen verpflichtet, die gerade dabei sind die Liga auseinander zu nehmen.
Aber das sind nicht die einzigen auf die man ein Augenmerk legen sollte, denn im Prinzip sind alle Blöcke in der Lage Spiele zu entscheiden.
Der aktuelle Tabellenstand ist also kein Zufall, sondern dokumentiert eindrucksvoll die Stärke des Gegners.

Das Line-Up der 1b-Rebellen sieht dagegen völlig anders aus.
Neuer Trainer, einige Abgänge, neue Reihenaufteilung, verletzte Spieler und zuletzt 2 Niederlagen, wobei insbesondere die letzte in Mannheim mehr als ärgerlich war, als man trotz Mini-Kader durchaus Siegchancen hatte.
Die Waldau-Truppe ist noch nicht richtig in der Saison angekommen.
Es fehlt eindeutig noch der Rhythmus und der Drive der nötig ist, um Spiele über die volle Distanz erfolgreich zu gestalten.
Die ersten 2 Abbruchspiele in Eppelheim und Esslingen tun ein Übriges und waren lediglich Muster ohne Wert.

Auch wenn es kadermäßig am Sonntag deutlich besser aussieht, so bleibt eine gewisse Unsicherheit ob der eigenen Leistungsfähigkeit.
Vielleicht ist es daher gar nicht so schlecht gegen einen spielstarken Gegner in der Fremde anzutreten, von dem alle einen klaren Pflichtsieg erwarten.
Die 1b-Rebellen werden in jedem Fall alles daransetzen sich bestmöglich aus der Affäre zu ziehen.

Infanterie gegen Panzer – David gegen Goliath
Heldengeschichten sind umso berührender, je aussichtsloser die Situation erscheint…

St.Maur Eishalle Pforzheim
So, 19.11.2019
Bully 19 Uhr

Schiedsrichter:
Frank Hunt, Jessica Voß