Kategorie: Allgemein

Derbykracher am Nikolaustag – Esslingen kommt

Am kommenden Freitag um 20 Uhr treffen die 1b-Rebellen in ihrem letzten Heimspiel  2019 auf den aktuellen Tabellendritten von der Neckarinsel.
Der amtierende Meister Esslingen spielt wie jede Saison im oberen Tabellendrittel mit und wer eine Etage nach oben in die Regionalliga will, muss zunächst diese Hürde nehmen.
Was aber in der Regel alles andere als einfach ist, denn der Esslinger Kader spielt seit Jahren zusammen und wird beinahe jede Saison durch Hochkaräter ergänzt, die man in einer Landesliga nicht vermuten würde.
So mischt aktuell der ehemalige Profi #14 Michael Fink mit und ballert den gegnerischen Hütern die Scheiben nur so um die Ohren.
Beim letzten Heimspiel gegen die Black Eagles aus Reutlingen trug er sich beim 10:2-Heimsieg insgesamt 3x in die Torlisten ein und setzt auch als Vorlagengeber Akzente.
Sollte dieser einmal verhindert sein, dann ploppen andere auf, wie z.B. sein Bruder #7 Steffen Fink oder der letztjährige Topscorer #90 Kevin Frank, die die gegnerischen Defensiv-Stellungen sturmreif schießen.

Die 1b-Rebels bekommen es also wie immer mit einem Spitzenteam zu tun, dass es gilt unter Kontrolle zu bekommen.
Aber es muss dann alles, wirklich alles stimmen.
Setzt der scheibenführende Verteidiger beim Aufbau die Kufe falsch aufs Eis, stehen sofort die Esslinger Stürmer parat.
Jeder noch so kleine Fehler kann fatale Folgen nach sich ziehen.

Die Waldau-Cracks stehen also vor einer gewaltigen Herausforderung.
Es werden dringend Punkte benötigt, nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das eigene Selbstvertrauen.
Zu oft war man kurz vor der vollen Ausbeute und wurde noch kurz vor Schluss abgefangen.
Das Potential ist also durchaus vorhanden, um die Negativserie zu durchbrechen, und ganz wichtig:
es ist ein Derby mit eigenen Gesetzen und traditionell vielen Zuschauern.
Diese Mischung kreiert nicht selten einen Spielverlauf, der sich nicht am Tabellenstand orientiert und den Underdog über sich hinauswachsen lässt.

Eiswelt Stuttgart
Freitag, 06.12.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Ingo Lüsch, Marc Tabor

Schwarze Serie hält an

Auch das zweite Saison-Heimspiel auf der Waldau brachte für die 1b-Rebellen keine Wende.
Am Ende musste man sich in einer äußerst fairen Begegnung der Eppelheimer Reserve mit 2:6 (1:1/0:2/1:3) deutlich geschlagen geben.

Überraschungen gibt es im Eishockey immer wieder.
Nicht so am Samstagabend in der Landesliga-Begegnung gegen die Gäste aus der Rhein-Neckar-Region.
Die erste Sturmreihe der 1b-Rebellen (13+2) war durch private Termine praktisch aufgelöst, aber auch die Gäste, die nur mit 10+1 in der Eiswelt auftraten spielten personell am Limit.

Und das merkte man dem Spiel an.
Es war ein klassisches Landesliga-Duell mit viel Einsatz und Kampf, aber die Qualität lies zunächst zu wünschen übrig.
Aus einem feinen Spielzug heraus gelang den Gästen in der 7. Minute der Führungstreffer durch einen Alleingang der agilen #5 Tim Frey.
Dieser sollte aber nicht lange Bestand haben, denn Stuttgarts Forward #80 Felix Feichter besorgte im Nachschuss aus dem Slot zeitnah den 1:1-Ausgleich (11.Min.).
In der Folge ging das Spiel hin und her, wobei die Gäste den direkteren Zug zum Tor zeigten und oftmals gefährlich vor Syguda auftauchten, wohingegen die Rebellen ihre Chancen nicht konsequent zu Ende spielten, zu wenig schossen und damit insgesamt zu wenig Druck aufs Gästetor brachten.

Wie schnell ein Eishockey Spiel kippen kann, machte dann der zweite Abschnitt deutlich.
Da gelang den Eisbären nach gerade mal 70 gespielten Sekunden die Führung durch #9 Dennis Dallosch.
In der 27. Minute dann die nächste kalte Dusche durch den Eppelheimer #81 Björn Wilts, der das 1:3 folgen lies, als die Hausherren regelrecht im eigenen Drittel eingeschnürt wurden und Syguda rechts oben überwinden konnte.

Time-Out Stuttgart

In der Folge dann die Eisbären mit den klareren Aktionen und einem weiteren Treffer näher als die Abendroth-Truppe, die zwar versuchte auf den Anschlusstreffer zu drängen, sich aber in dem Eppelheimer Abwehrgeflecht verhedderte.
Selbst 2 Powerplay-Situationen sollten nicht ausreichen, um dem Spiel eine Wende zu geben.
Was aber dringend geboten gewesen wäre, denn mit zunehmender Spieldauer spielte der Gegner immer stabiler, ohne aber das Spiel zu dominieren, denn die 1b-Rebellen hielten trotz allem mit großem Kampf und Spielfreude dagegen.
Der Einsatz einiger Eisbären Regionalliga-Spieler schlug im Verlauf des Spiels voll zu Buche, denn gerade diese Spieler behielten trotz großem Gefechtslärm die Übersicht.

Im letzten Drittel flammte dann Hoffnung auf.
Rebellen-Tornado Mikey Bartmann erkämpft sich in der 42. Minute die Scheibe an der eigenen blauen Linie, bricht durch die neutrale Zone durch auf den Eppelheimer Hüter und hämmert das Spielgerät zum 2:3-Anschlusstreffer unter das Eppelheimer Gebälk.
Die Waldau-Truppe sendet damit ein Signal zur Aufholjagd!
Stuttgart hoffte jetzt auf ein weiteres, schnelles Tor -und ein kleines Eishockey-Wunder.
Denn die Polartiere konterten die Rebellen-Offensive eiskalt…und das Spiel nahm den typischen Verlauf eines letzten Drittels der letzten Rebellen-Spiele…
Knapp 2,5 Minuten später überwindet die #37 der Eppelheimer Maurice Ullrich den Rebellen-Keeper Syguda mit einem Hammer aus 3 Meter zum 2:4 (44.Min.)

Ratlos: Tim Abendroth, Niklas Syguda, Gregor Michalik

Damit war jetzt nicht unbedingt zu rechnen, aber spiegelt letztlich die Tatsache wider, dass die Eppelheimer im Angriff routinierter und vor allem zielstrebiger agierten.
Kurz danach in der 47. Spielminute dann die Vorentscheidung als der Eppelheimer Regionalliga-Topscorer mit der #97 Leon Rausch das schwarze Spielgerät mit der Rückhand zum 2:5 an Syguda vorbeischaufeln konnte.
Coach Abendroth nahm direkt danach eine Auszeit und die 1b-Rebels setzten anschließend nochmal alles auf eine Karte.
Aber man spielte gegen die cleveren Eisbären nach vorne nicht zwingend genug und  im Aufbau zu umständlich, um die Icehouse-Cracks nochmal entscheidend in Bedrängnis zu bringen.
Ca. 3 Minuten vor Abpfiff dann der finale Nackenschlag, wieder durch die #97 Leon Rausch, der freistehend im Slot die Scheibe zum 2:6 einschießen konnte.

Fazit:
Keine Ausreden.
Am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Eppelheimer Reserve.
Es ist die erste Niederlage, die richtig weh tut, denn gerade in diesem Heimspiel wähnte man sich an einem Wendepunkt gegenüber den letzten 3 Spielen.
Die Waldau-Cracks haben im Prinzip auch nicht viel falsch gemacht, aber -auf gut Deutsch gesagt- eben die Scheiße am Schläger.
Jetzt heißt es dieses Spiel so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bringen, denn bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr steht das nächste Heimspiel gegen das Landesliga-Schwergewicht aus Esslingen an.
Die Mutter aller Derbys schlechthin…

06:56 Min. 0:1 Frey (Wilts/Becker)
10:31 Min. 1:1 FEICHTER (BARTMANN)
——————————–
21:10 Min. 1:2 Dallosch (Ullrich)
26:53 Min. 1:3 Wilts (Wilhelm/Frey)
——————————–
41:23 Min. 2:3 BARTMANN (BORCHERT)
43:57 Min. 2:4 Ullrich
46:26 Min. 2:5 Rausch
57:16 Min.  2:6 Rausch (Frey/Wilts)

1b-Rebels vs. Eisbären Eppelheim 2:6 (1:1/0:2/1:3)

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart 13+2
Eppelheim 10+1

Strafzeiten:
Stuttgart: 1×2 Min.
Eppelheim: 3×2 Min.

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Tim Abendroth, Marek Prokes, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Josip Strutz, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Dean Nenninger, Michael Bartmann, Felix Feichter, Fabian Schneider

Teilnehmer an der Movember-Aktion:

v.l. Julien Frey, Gregor Michalik, Masaru Komiyama, Marek Prokes

1b-Rebels gegen Eppelheim unter Zugzwang – nur ein Sieg hilft weiter

 

Am Samstagabend, 30.11.2019 um 20 Uhr empfangen die 1b-Rebellen die Reserve der Eisbären Eppelheim in der Eiswelt Stuttgart.
Nach 3 Auswärtspartien am Stück endlich wieder ein Heimspiel.

Nach den vielen verpassten Punkten der vergangenen Wochen stehen die 1b-Rebels vor einem wichtigen Spiel, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren, denn nach wie vor hängt das unbeliebteste Utensil der Landesliga in der Eiswelt: die rote Laterne.

Der Begriff “Ergebniskrise” bringt es eigentlich auf den Punkt, denn die letzten Spiele waren alles durchweg knappe Angelegenheiten.
In den entscheidenden Phasen im letzten Drittel war man nicht in der Lage das gegnerische Flaggschiff zu entern und die volle Beute in Form von Punkten an Bord zu holen.
Reine Kopfsache, denn von der Spielanlage, Motivation und Kondition her betrachtet, werden sich gerade in den letzten 20 Minuten ja durchaus Möglichkeiten erspielt, aber kaum ist man im Angriffsdrittel fehlt der ultimative Abschluss.
Nach dem Spiel fühlt es sich dann so an, wie wenn man im Supermarkt kurz vor Ladenschluss an der Kasse steht und beim Bezahlen merkt das der Geldbeutel noch zu Hause liegt.
Ärgerlich, nervig….

Aber einmal wird dieser fast schon gordische Knoten zerschlagen werden, denn mit dem Landesliga-Neueinsteiger Eppelheim kommt ein bereits bekannter Sparringspartner auf Augenhöhe unter den Fernsehturm.
Im sogenannten “Gasalarm-Spiel” in Eppelheim Mitte Oktober kam es beim Stand von 4:4 kurz vor Ende zum Spielabbruch und Räumung der Eishalle wegen Gasaustritt.
Von daher trifft man auf keinen völlig unbekannten Kontrahenten.
Wobei dies nicht ganz richtig ist, da Eppelheim gelegentlich mehrere Spieler einsetzt, die auch im Eppelheimer Regionalliga-Team antreten und eine nicht unerhebliche Verstärkung darstellen.
Und je nachdem wie die jeweiligen Eppelheimer Spielpläne aussehen, hat dies direkte Auswirkungen auf den Spielverlauf.
Eine Warnung dürfte hier der letzte Eppelheimer 9:6-Auswärtssieg (!) vor knapp 2 Wochen in Balingen sein…

Aber dies soll nicht weiter interessieren, da es sowieso sinnvoller ist auf sich selber zu schauen und dort nach Lösungen zu suchen.
Im Rebellen-Lager hat man sich dazu bereits direkt nach dem Balingen-Spiel eingeschworen:
Der “Vollgas”-Alarm wird am Samstag in der attacking zone stattfinden ….

Eiswelt Stuttgart
Samstag, 30.11.2019
Bully 20 Uhr

Großes Kämpferherz, keine Punkte – Knackpunkt letztes Drittel

Trotz einer respektablen Leistung in Balingen haben die 1b-Rebellen am Samstagabend einen Dreier verpasst.
Durch die 1:2 (0:0/1:2/0:0)-Niederlage konnte man sich in der Tabelle nicht an den Balingern vorbeischieben und bleibt damit das Schlusslicht in der Landesliga BW.

Torschütze: #8 Timo Dombrowski

Die zahlreichen Zuschauer sahen zu Beginn einen durchaus engagierten Start beider Mannschaften.
Den Gastgebern aus dem Zollernalbkreis merkte man die Verunsicherung aufgrund der letzten Spiele deutlich an, doch die 1b-Rebels konnten keinen Profit daraus schlagen.
Denn auswärts in Balingen war man es bisher gewohnt auf einen technisch starken Gegner zu treffen, der druckvoll agiert und den jeweiligen Gegenüber direkt unter Feuer nimmt, aber diesmal war alles anders.

Im Prinzip war der große Respekt vor den Eisbären wie eine eingerostete Handbremse, die man nicht gelöst bekam.
Anstatt in die großen Lücken durchzustoßen wurden “sichere” Rückpässe bevorzugt.
Die Abendroth-Truppe wirkte überrascht und in Teilen uneins ob der Marschrichtung Richtung Operationsgebiet Angriffszone.
Dies führte phasenweise soweit, dass man kaum aus dem eigenen Drittel herauskam und der Gegner mit einfachen Mitteln Druck ausüben konnte, obwohl er eigentlich alles andere als stabil stand.

Große Emotionen, faires Spiel

Dieser Umstand wurde in der Drittelpause auch deutlich angesprochen.
“Die spielen nicht besser als wir und wir spielen nicht schlechter als die, der Unterschied ist dass wir nicht zum Abschluss kommen, während die uns hinten beschäftigen und aggressiver sind”, so Coach Ole Abendroth.
“Jungs, das müssen wir sofort ändern! Mehr schießen, und ich will die Bande hören!”

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts folgte dann aber zunächst die kalte Dusche.
Gerade einmal knapp über zwei Minuten nach Wiederbeginn netzten die Eyachstädter zur 1:0 Führung ein.
Aber die passende Antwort kam postwendend innerhalb 73 Sekunden:
Stuttgarts Verteidiger #8 Timo Dombrowski fackelt nicht lange und versenkt das Hartgummi mit einem trockenen Schuss vom äußerem linken Bullykreis in die obere rechte Eisbären Schublade (1:1/24. Min.).

Auszeit Stuttgart

Nach Protesten der Balinger Spieler, Befragung der Zuschauer und einem Anruf bei der NASA wurde dieser Treffer von den Schiedsrichtern gegeben, wobei dieser eindeutig hinten im Tor oben an das Quergestänge klatschte und eine Diskussion nicht nötig gewesen wäre.

Danach egalisierten sich beide Teams mehr oder weniger.
Das Spiel war sicher kein sportlicher Leckerbissen, sondern lebte im Grunde von der Spannung und Emotion.
Die Heimmannschaft wurde von den Zuschauern nach vorne geschriehen, aber spätestens nach dem ersten Fehlpass wurde es wieder ruhiger, denn auch die Rebellen-Forwards konnten ihre Präsenz dadurch im Angriffsdrittel deutlich steigern -ohne aber mit der nötigen Durchschlagskraft.

Hexer: Niklas Syguda

In der 35. Minute brach dann kurz das Chaos vor dem Rebellen-Tor aus.
Die Polartiere mit mächtig viel Dampf auf dem Kessel schnürten die Rebellen regelrecht ein, und diese warfen sich todesverachtend in die Schüsse.
Nach dem gefühlten 26. Nachschuss und fast allen Spielern vor dem Tor liegend oder knieend, wie bei einer epischen Schlacht, lag die Scheibe nach einem unbeschreiblichen Slotkampf-Gewusel im Stuttgarter Tor.
Balingens #68 Willi Bauer gelang die erneute Führung (2:1/35. Min.) der Gastgeber, die man durch einfaches konsequentes Tiefspielen der Scheibe leicht hätte verhindern können, so aber traf man wieder eine falsche Entscheidung.

starke Defense: Marek Prokes, Tim Abendroth

Im Schlussdrittel passierte dann im Vergleich zu den vorangegangen 40 Minuten deutlich mehr, die jeweiligen Offensiv-Slots waren stark frequentierte Orte.
Der Header dieses Abschnitts könnte auch lauten: “Syguda gegen Balingen”
Es ist unglaublich was Stuttgarts Krake Niklas Syguda alles abfischen konnte, und zwar wirklich alles.
Vom Schlagschuss über Alleingänge, alles…
Und das mit einer Ruhe als wenn er gerade beim Angeln ist und auf einen Fischbiss wartet.
Überragend!!!

Ähnlich wie im Pforzheim-Spiel der letzten Woche gingen die Polartiere jetzt zum totalen Angriff über, aber bedingt durch Strafzeiten war dies phasenweise nur Stückwerk, und der Schwung sprang oft wieder auf Rebellenseite um, die dadurch immer wieder die Möglichkeit bekamen zum Ausgleich zu kommen.

Ausgerechnet in einer dieser wichtigen Phasen musste Stuttgarts Stürmer #80 Felix Feichter das Eis verlassen, eine Verletzung -ohne Fremdeinwirkung- zwang ihn zur Aufgabe, was natürlich Auswirkungen auf die Stuttgarter Offensivqualität hatte.

Es wurde zwar weiter geackert und gekämpft aber den 1b-Rebellen lief letztlich im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit davon.
(Nett gemeinter Wink an die Balinger Zeitnehmer)
Verdammtes letztes Drittel…..

Fazit:
Es war kein wirklich gutes Eishockey-Spiel, dafür war es eines mit viel Einsatz, Hektik und Spannung bis zum Schluss, mit dem glücklicheren Ende für die Eisbären Balingen, denen wir hiermit natürlich gratulieren, wie es sich im Sport gehört.

Die 1b-Rebels machen wieder vieles richtig, stehen defensiv gut, aber sind teilweise übermotiviert und verkomplizieren sich selber das Spiel, dass im Grunde einfacher Natur ist.
Das Match wurde eigentlich nur deshalb verloren, weil der große Respekt vor den Eisbären (zu) lange anhielt und (zu) spät realisiert wurde, welches Potential das Spiel für die Waldau-Boys bereitgehalten hat.
So blöd es klingen mag, aber manchmal ist es besser den Kopf auszuschalten und seinem Instinkt zu folgen….

Die nächste Möglichkeit dazu haben die 1b-Rebels am Samstag, den 30.11.2019 um 20 Uhr.
Nach 3 Auswärtsspielen in Folge trifft die Waldau-Truppe in der Eiswelt Stuttgart auf die Reserve der Eisbären Eppelheim.
Save the date.

EC Eisbären Balingen – 1b-Rebels 2:1 (0:0/2:1/0:0)

Spieler auf Spielbericht:
Balingen 16+2
Stuttgart 14+2

Strafzeiten:
Balingen 9×2 Min. + 10 Min. Florian Rummel
Stuttgart 8×2 Min. + 10 Min. Leo Schätzle

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Timo Dombrowski, Marek Prokes, Tim Abendroth, Vinzent Capek, Masaru Komiayama, Josip Strutz, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Dmitri Busch, Felix Feichter, Fabian Schneider, Nino Häberlen, Leo Schätzle

1b-Rebels auf der Jagd nach drei Punkten – doch Vorsicht ist geboten!

Am kommenden Samstag, den 23.11.2019 um 19:45 Uhr stellen sich die 1b-Rebellen in Balingen vor und treffen dort auf die Wundertüte der Liga.

Die Eisbären Balingen als letztjähriger Tabellendritter können mit dem bisherigen Verlauf nicht zufrieden sein.
Der Motor zieht noch nicht richtig durch….

Trotz Kaderverstärkungen aus Schwenningen mit #54 Urs Hugger, #55 Manuel Stutz und #56 Andrej Vasilev (mazedonischer Nationalspieler) und nahezu identischem Vorjahreskader gelang bisher nur ein Sieg aus 5 Spielen, und dass ausgerechnet gegen den Titelaspiranten und Vorjahresmeister Esslingen, der in einem überragenden Spiel auf der Neckarinsel mit 7:4 niedergekämpft wurde.

Hier fuhren die Polartiere mit ihrem Topscorer #8 Zeiselmeier an der Spitze die Krallen aus und zeigten ihr wahres Gesicht.

Im darauffolgenden Heimspiel musste man gegen die artverwandten Polartiere aus Eppelheim allerdings eine 6:9-Niederlage hinnehmen, bei der sich Spielertrainer Popek zu allem Überfluss eine Spieldauer-Strafe einhandelte und damit gegen die Rebellen fehlen wird.
Der Aufwärtstrend ist damit jedenfalls wieder dahin.

Und hier liegt die besondere Gefahr, denn nachdem bisher beide Heimspiele verloren gingen, darunter auch noch das prestigeträchtige Derby gegen Reutlingen (3:6),   sind die Eyachstädter angeschlagen und zudem zuhause stark unter Druck.
Hinzu kommt noch der Hexenkessel mit den zahlreichen frenetischen und emotionalen Fans, was den Eisbären-Käfig mit Sicherheit wieder zum Beben bringen wird.

Masaru Komiyama: another incredible shot ?

Wenn die Rebellen also am Samstag dort aufschlagen weiß jeder im Stuttgarter Trikot was auf einen zukommt.
Aber nach dem Eishockeyspektakel beim Tabellenführer Pforzheim hat man trotz der Penalty-Niederlage viel Positives mitnehmen können.

Allein die Erkenntnis bei einem Landesliga-Topteam so eine Auftritt hinzulegen, und den Gegner am Rande einer Niederlage zu haben, steigert das Selbstbewusstsein, ohne aber ins Überhebliche abzudriften, denn auch die letzten Spielminuten waren überaus lehrreich…

Die Eisbären Balingen dürfen sich wieder auf eine sehr kompakte und unbequem zu bespielende Stuttgarter Mannschaft freuen, die wie immer mit viel Herzblut an die anstehende Aufgabe gehen wird.
Vielleicht gelingt ja wieder eine Sensation wie im Vorjahr als man nach starker Leistung mit einem 6:4-Auswärtscoup die volle Punktzahl mit in den Mannschaftsbus nach Stuttgart nehmen konnte.

In der Saison 2019/2020 scheint in dieser äußerst spannenden Liga alles möglich….

Samstag, 23.11.2019
Kunsteisbahn Wasserwiesen Balingen
Bully 19:45 Uhr

Schiedsrichter:
Nadja Matic
Matthias Riepl

Penalty-Niederlage in Pforzheim – Dramatik bis zum Ende

Es war kein Spiel für schwache Nerven was da am Sonntagabend in der St. Maur-Eishalle geboten wurde.
Stuttgart führt knapp 90 Sekunden vor Ende der Partie mit 4:2, kassiert nach einem Pforzheimer Doppelschlag noch den Ausgleich und muss sich dann im Nachsitzen mit einem Punkt zufrieden geben.
Aber trotz der 5:4 n.P. (2:1/0:2/2:1)-Niederlage zeigte die Waldau-Truppe was alles mit einer geschlossenen Teamleistung möglich ist – unabhängig vom Gegner.

Wie erwartet legte der Gastgeber wie die Feuerwehr los und die 1b-Rebellen hielten mit Kampf und einer überragenden Torwartleistung dagegen.
Die Fernsehturm-Truppe konterte die anstürmenden Gastgeber einige Male geschickt aus und ging durch Jesper Leis in der neunten Minute sogar mit 1:0 in Führung.
Das war insofern eine Überraschung, da man sich vor dem Spiel auf Rebellenseite auf eine totale Defensiv-Schlacht eingerichtet hat, aber nachdem man merkte dass der Tabellenführer alles andere als souverän auftrat, wurden die Fühler trotz starkem Gegendruck immer öfter nach vorne ausgestreckt.
Mit viel Glück, darunter 2x Metallgeschepper, wurden die weiteren Pforzheimer Tsunami-Wellen überstanden, wobei sich hier Stuttgarts Goalie Niklas Syguda wieder Bestnoten erarbeiten konnte.
Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr knapp 4 Minuten vor Drittelende brachte dann den verdienten Ausgleich, als man auf dem Rebellen-Defensiv-Radar die #10 Juricek im Slot “vergessen” hatte.
Pforzheim hatte jetzt das Momentum komplett auf seiner Seite und legte fast im selben Schema nach, als wieder ein Stürmer im Slot “geparkt” wurde und dieser das 2:1-Führungstor in der letzten Spielminute einläutete.
Diese Nachlässigkeit wäre dann auch der wirklich einzige Kritikpunkt, denn die Rebellen verteidigten ansonsten sehr effektiv.
In der Kabine zeigte man sich dann trotz des Rückstands durchaus optimistisch, denn eines war klar:
die Bisons werden umstellen, denn das ständige ineffektive Vorchecken kann keine Mannschaft durchhalten, und dadurch werden immer mehr “Poren” entstehen.

Gesagt, getan….
Kaum war das Spiel freigegeben und in einer der ersten Attacken standen plötzlich die Rebellen Jesper Leis und Michael Bartmann allein vor dem Pforzheimer Hüter Klaus Gräfe:
Ein platzierter Flachschluss von Mikey Bartmann und der 2:2-Ausgleich war geschafft (21. Min.).

Das Spiel wurde jetzt offener, die Gastgeber waren zwar immer noch spielbestimmend, aber nicht mehr so dominant wie in einigen Phasen des ersten Spielabschnitts.
Bei Scheiben-Eroberung durch die Rebellen wurde das Spielgerät rasch nach vorne durchgesteckt und so waren auch die Bisons immer mehr defensiv beschäftigt.
Dann kam die 27. Minute und Stuttgarts Japaner Masaru “Bazooka” Komiyama hatte seinen großen Auftritt.
Pass aus dem eigenen Drittel von Nino Häberlen, Komiyama nimmt die Scheibe unter massivsten Druck auf, steht 2-3 Meter im Angriffsdrittel im direkten Zweikampf allein gegen 2 Bisons-Verteidiger, die Scheibe stellt sich kurz auf und dann folgt halb im Fallen ein Brett aus Komiyamas “durchgeflextem” Schläger und das Spielgerät schlägt hinter Gräfe ein.
3:2 Führung! What a shot! Unreal!
Die Stuttgarter Wechselbank in Ekstase !!!!!!!!!

Dieser Treffer zeigte Wirkung, die Filbey-Cracks jetzt sichtlich irritiert.
Der Offensiv-Stil des Gegners war minutenlang weg, die 1b-Rebellen bekamen leicht Oberwasser und hatten durchaus Möglichkeiten weiter am Spielstand zu drehen.
Der souveräne Tabellenführer der Landesliga berappelte sich aber wieder und nahm im Verlauf die Fäden wieder in die Hand.
Dieses Drittel dürfte dem Pforzheimer Coach trotzdem überhaupt nicht gefallen haben.
Auf dem Weg zur Kabine schüttelte er mehrfach seinen Kopf, dass die Gefahr eines Schleudertraumas bestand….
“Ruhig bleiben, runterkommen, und so weiter spielen. Nicht hinten rausziehen lassen, und vorallem kühlen Kopf bewahren.
Wir müssen hier kein Tor mehr schießen”, so die Pausenansprache des 1b-Rebels Coach Ole Abendroth.
“Wir gehen jetzt da raus, als wenn das jetzt das 1. Drittel ist und genau mit dieser Einstellung und Konzentration holen wir uns heute die 3 Punkte!”

Was folgte, war ein Drittel das einen Herzkranken zum sofortigen Exitus geführt hätte.
Stuttgart weiter 3:2 in Führung und anrückende Bisons, die mit aller Macht auf den Ausgleich drängen.
Strafzeiten auf beiden Seiten sollten beiden nichts einbringen.
Die Waldau-Truppe mit einigen sehr guten Möglichkeiten, aber Goalie Nufer, der Mitte des Spiels für Graefe im Kasten stand, sowie Niklas Syguda auf Stuttgarter Seite waren nicht zu überwinden.
Die Blicke gingen jetzt immer öfter Richtung Uhr…

Und plötzlich geschah das Unmögliche:
Stuttgarts Sturmtank Lukas Borchert kämpft sich in der 50. Min. vor Nufer und das schwarze Spielgerät liegt  im Bisons Fressnapf.
4:2!
Das gibt es nicht….Stuttgart führt 10 Minuten vor Spielende mit 4:2 beim übermächtigen Tabellenführer!
Sensationell…

Und nun wurde es richtig spannend, denn in der Folge kassierte man kurz hintereinander wegen Beinstellen jeweils 2 Strafminuten und war in Unterzahl.
Aber zur Überraschung aller schlugen die Gastgeber aus den powerplays kein Kapital, was die Hoffnung auf die volle Ausbeute in die Höhe schnellen ließ.

Keine Frage, die St.Maur Kampfeinheit warf nun alles nach vorne und definierte den Begriff “Pressing” neu.
Stuttgarts Lebensversicherung Niklas Syguda stand nun im absoluten Brennpunkt.
Es folgte Bully auf Bully. Noch 3 Minuten zu spielen, Pforzheim nimmt eine Auszeit und anschließend den Goalie raus.
Massiver traffic vor dem Stuttgarter Gehäuse und plötzlich liegt der Puck im Stuttgarter Gestänge.
Nur noch 4:3 und noch exakt 89 Sekunden zu spielen.
Das müsste doch reichen, aber die Rebellen bekommen die wie entfesselt aufspielenden Pforzheimer einfach nicht in den Griff und 44 Sekunden später fällt dann plötzlich sogar der 4:4 Ausgleich.

Und hätte Niklas Syguda nicht wieder einen Sahnetag erwischt und den letzten Schuss Sekundenbruchteile vor Ende nicht mit dem Schoner pariert…so aber blieb es beim 4:4 und beide Teams mussten zum Nachsitzen, was immer eine Glücksache ist.
Und da setzten die Bisons ihren flow weiter und sicherten sich den Zusatzpunkt.

Fazit:

Was war das für ein Spielverlauf!
Für die 300 Zuschauer dürfte das Spiel extrem unterhaltsam gewesen sein, für die jeweiligen Trainer sind sie vermutlich genau das Gegenteil…
Soll man sich nun ob des einen Punktes freuen, oder wegen der entgangenen vollen Punktzahl eher ärgern?
Im Prinzip eigentlich beides, wobei sicherlich die Freude überwiegen sollte, denn mit Pforzheim hatte man das bisher stärkste Team hinter der roten Linie und wer in der Bison-Zone punktet sendet ein fettes Ausrufezeichen an die Liga.
Solche Spiele sind immer sehr lehrreich, motivierend und geben einem Rückenwind für die kommenden Aufgaben.
Das nächste Spiel ist am Samstag, 23.11. um 19:45 Uhr wieder in der Fremde.
Wir wechseln das Tiergehege, denn es geht Richtung Hohenzollern zu den Eisbären aus Balingen.

Bisons Pforzheim vs. 1b-Rebels   5:4  n.P. (2:1/0:2/2:1)

08:49 Min. 0:1 Leis (Schätzle)
16:22 Min. 1:1 Juricek (Vogl/Wittmann)
19:08 Min. 2:1 Vogl (Wittmann, Juricek)
20:54 Min. 2:2 Bartmann (Leis/Schneider)
27:00 Min. 2:3 Komiyama (Häberlen/Syguda)
50:03 Min. 2:4 Borchert (Capek/Abendroth)
58:31 Min. 3:4 Juricek (Viller) PP1
59:16 Min. 4:4 Viller (Juricek/Gorel) PP1
PENALTY 60:00 Min. 5:4 Vogl

Strafzeiten:

Pforzheim 4×2 Min.
Stuttgart 6×2 Min.

Spieler auf Spielbericht:

Pforzheim 17+2
Stuttgart 15+2

Für Stuttgart spielten:

Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Timo Dombrowski, Marek Prokes, Tim Abendroth, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jesper Leis, Dean Nenninger, Michael Bartmann, Felix Feichter, Fabian Schneider, Nino Häberlen, Leopold Schätzle

1b-Rebels vor schwerem Auswärtsspiel

Die 1b-Rebellen treten am kommenden Sonntag, 17.11. um 19 Uhr bei den wiedererstarkten Bisons aus Pforzheim an.
Der aktuelle Spitzenreiter der Landesliga hat bisher einen Sieg nach dem anderen eingefahren und überzeugte auf ganzer Linie.
Die Landesliga-Schwergewichte Fire-Wings Schwenningen oder Esslingen, die eigentlich großen Favoriten der Saison, müssen sich hinten anstellen, denn gegen beide wurden die Spiele gewonnen.

Die Gründe liegen natürlich in der Kaderplanung für die neue Saison.
Nicht nur in der Breite wurde sich verstärkt, sondern auch an der Spitze der Nahrungskette wurde erheblich nachgelegt.
Mit dem DEL-erfahrenen #60 Patrik Vogl und dem Slowaken #10 Martin Juricek (1.Liga Slowakei) wurden zwei Raketen verpflichtet, die gerade dabei sind die Liga auseinander zu nehmen.
Aber das sind nicht die einzigen auf die man ein Augenmerk legen sollte, denn im Prinzip sind alle Blöcke in der Lage Spiele zu entscheiden.
Der aktuelle Tabellenstand ist also kein Zufall, sondern dokumentiert eindrucksvoll die Stärke des Gegners.

Das Line-Up der 1b-Rebellen sieht dagegen völlig anders aus.
Neuer Trainer, einige Abgänge, neue Reihenaufteilung, verletzte Spieler und zuletzt 2 Niederlagen, wobei insbesondere die letzte in Mannheim mehr als ärgerlich war, als man trotz Mini-Kader durchaus Siegchancen hatte.
Die Waldau-Truppe ist noch nicht richtig in der Saison angekommen.
Es fehlt eindeutig noch der Rhythmus und der Drive der nötig ist, um Spiele über die volle Distanz erfolgreich zu gestalten.
Die ersten 2 Abbruchspiele in Eppelheim und Esslingen tun ein Übriges und waren lediglich Muster ohne Wert.

Auch wenn es kadermäßig am Sonntag deutlich besser aussieht, so bleibt eine gewisse Unsicherheit ob der eigenen Leistungsfähigkeit.
Vielleicht ist es daher gar nicht so schlecht gegen einen spielstarken Gegner in der Fremde anzutreten, von dem alle einen klaren Pflichtsieg erwarten.
Die 1b-Rebellen werden in jedem Fall alles daransetzen sich bestmöglich aus der Affäre zu ziehen.

Infanterie gegen Panzer – David gegen Goliath
Heldengeschichten sind umso berührender, je aussichtsloser die Situation erscheint…

St.Maur Eishalle Pforzheim
So, 19.11.2019
Bully 19 Uhr

Schiedsrichter:
Frank Hunt, Jessica Voß

 

Letztes Aufgebot verliert unglücklich in Mannheim

Maddogs Mannheim   1b vs. 1b-Rebels   5:3 (1:1/2:2/2:0)

Die Vorzeichen am Freitagmittag waren alles andere als gut.
Aus dem Stuttgarter Rumpfkader im letzten Spiel wurde gegen Mannheim das letzte Aufgebot.
Fast schon traditionell: die Blöcke mussten zum wiederholten Male komplett umgestellt werden.
Im Rebellen-Kasten stand diesmal Patrick Thierfelder, der den erkrankten Niklas Syguda ersetzte und in der Verteidigung kam Marek Prokes zu seinem ersten Saison-Einsatz im Rebellen-Trikot.
Interimstrainer Chris Mauch standen krankheits- und urlaubsbedingt dennoch gerade einmal 10 Spieler + 1 Hüter zur Verfügung, was sich auch stimmungsmäßig in der Kabine niederschlug.
Wummerten vor dem Spiel bisher meist die E-Gitarren-Sounds über die Kleiderhaken, so hatte diesmal die vielzitierte fallende Stecknadel ihren Auftritt….

Aber Coach Mauch sah  in der 2-Reihen-Formation auch durchaus Potential, um z.B. schnell im Geschehen zu sein, oder wie der Regionalliga Rebellen-Teammanager Claus Becker immer zu sagen pflegt:
“kurze Bank kommt gut ins Spiel”.

Und im Prinzip war es auch so, denn obwohl die Maddogs gleich nach vorne marschierten und enormen Druck ausübten, war deren Fehlerquote relativ hoch und erlaubte der Fernsehturm-Truppe immer wieder gefährliche Konter.
So ab Mitte des 1. Drittels waren die 1b-Rebellen am Drücker, konnten aber die Spielanteile nicht auf das Tafel bringen, weil teilweise zu umständlich und letztlich vielversprechende Spielzüge nicht konsequent zu Ende gespielt wurden.
Die Rebellen kämpften sich aber regelrecht ins Spiel und witterten langsam Morgenluft, waren plötzlich komplett präsent und kamen durch #50 Jesper Leis in der 18. Minute zur nicht unverdienten 0:1 Führung

Und als viele eigentlich mit dem zweiten Stuttgarter Treffer rechneten, kamen die Gastgeber keine 60 Sekunden später zum unerwarteten 1:1-Ausgleich.
Man schaffte es trotz ausreichend Zeit nicht, die Scheibe kontrolliert und präzise an die Schnittstellen zu übergeben.

In der Drittelpause sprach Coach Mauch dann auch von unforced errors, quasi von „unerzwungenen Fehlern“, die aus einem eigenem Vorteil schnell eine brisante, gefährliche Stellung entstehen lassen können -aus dem Nichts heraus.
Er forderte daher zu noch schnellerem, konsequenterem Durchspielen der Linien, ohne aber die Kompaktheit innerhalb der Zonen zu vernachlässigen.
“Hier ist mehr drin, wir verstecken uns nicht, wir sind die bessere Mannschaft!”

Den besseren Start ins Drittel hatten dann aber die Gastgeber, die ihrerseits zu guten Möglichkeiten kamen, aber entscheidend ist dabei immer die Qualität der Abschlüsse.
Trotzdem sollten die Maddogs in der 24. Min. in Führung gehen (2:1) als die Scheibe nach einigen Stocher-Versuchen irgendwie ins Tor gelang.
Von außen sah es so aus, als ob gerade einige Leute hektisch mit dem Besen Kehrwoche machen und einer aus Versehen die Kehrschaufel Richtung Haus bugsierte…

Wie wichtig es aber ist, die Scheibe immer, und aus jeder Lage aufs Tor zu bringen zeigt dann der Ausgleichstreffer der 1b-Rebels in der 28. Minute in Unterzahl.
#48 Lukas Borchert erkämpft sich die Scheibe hinter dem Tor und spielt hinter der Torauslinie in Richtung auf die Mannheimer Hüterin Teucke und plötzlich lag das Hartgummi im Mannheimer Kasten.
Der Borchert-Shorthander-Trickshot: Von hinter dem Tor, aufs Tor und dann ins Tor.

Im Prinzip könnte man jetzt bezüglich Chancenverwertung mit copy/paste Teile aus dem ersten Drittel einkopieren, doch diesmal gelang der wohl schönste Treffer des Abends als die #50 Turbo-Jet Leis, in der 30. Spielminute den Nachbrenner zugeschaltet hat und das Spielgerät aus dem Lauf in den Slot passte und #48 Lukas Borchert nicht anders konnte als das Kunstwerk zum 2:3 zu veredeln.
Doch exakt 2 Minuten später (32.Min.) und ähnlich wie im ersten Drittel sollte den SAP-Cracks der Ausgleich zum 3:3 gelingen.

Der Eindruck mag vielleicht täuschen, aber man hatte zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl, die Gastgeber könnten dem Stuttgarter Spiel außer einem enorm hohen Tempo etwas Adäquates entgegensetzen, denn auch wenn sie ins Angriffsdrittel kamen, wurden sie mit vereinten Kräften oft auf die Seiten abgedrängt.
Sollte doch mal was durchkommen, so war Stuttgarts Goalie Patrick Thierfelder zur Stelle.
Aber es spricht für die Moral der 1b-Maddogs jeweils zum “passenden” Zeitpunkt zurückzuschlagen.

3:3, alles offen, leichte technische und spielerische Vorteile der Waldau-Rebellen, so ging es dann in den letzten Abschnitt – und der hatte es in sich…
Es war nach wie vor eine sehr spannende und kämpferische Begegnung, die überdies sehr fair geführt wurde.
Beiden Teams merkte man aber jetzt das hohe Tempo an, denn die Konzentration lies doch merklich nach.
Stuttgarts Kapitän Masaru Komiyama hätte davon profitieren können als er eine herrenlose Maddogs-Aufbau-Scheibe im hohen Slot mitgenommen hatte und Richtung Maddogs-Gehäuse durchstartete.
Aber die Maddogs-Hüterin Michelle Teucke wuchs im Verlauf über sich hinaus und konnte parieren.
Kurze Zeit später dann ein gewaltiges zentrales Brett von Marek Prokes. Endstation Teucke.
Viele große Chancen, davon 2 mit fast Penalty-Charakter, es war zum Verzweifeln…
Ein Tor wollte einfach nicht fallen.
Und so kam es wie es kommen musste, wieder 5,- € ins Phrasenschwein und den SAP-Cracks gelang das unfassbare 4:3 in der 42. Minute.
Jetzt wurde es richtig hektisch.
Die jeweiligen Kühlboxen bekamen regen Zulauf, aber keinem sollte das Powerplay nützlich sein.
Der Führungstreffer beflügelte jedoch nicht die Gastgeber zur Schlussoffensive, sondern stachelte die 1b-Rebels nochmal richtig an, die ihrerseits alles nach vorne warfen.
Den Schlusspunkt unter die Partie setzten dann jedoch die Maddogs in der 60. Minute mit dem schlussendlichen 5:3.

Fazit:
Glückwunsch zum Sieg nach Mannheim.
Für die Rebellen wäre hier trotz Personal-Notstand  mehr drin gewesen.
Das letzte Aufgebot kämpfte wie die Löwen und wäre beinahe dafür belohnt worden, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison:
es werden zwar viele Chancen erarbeitet, aber es bleibt zu viel liegen…
Aber man kann es durchaus auch positiv sehen, denn obwohl die Reihen wieder gemischt wurden, trat man erneut als kompakte Kampfeinheit auf, dass in der Lage war dem Gegner mehr als Paroli zu bieten.
Deshalb Kopf hoch, das heute war eine echte Überraschung und hat trotz der Niederlage Spaß gemacht !

Das nächste Spiel der 1b-Rebels ist wieder ein Auswärtsspiel.
Am Sonntag, 17.11.2019 um 19 Uhr trifft man in Pforzheim auf den aktuellen Tabellenführer Bisons Pforzheim.

Die Löwen von Mannheim:
Patrick Thierfelder (Goalie), Marek Prokes, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Josip Strutz, Timo Gläßgen, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jesper Leis, Dean Nenninger, Michael Bartmann

1b-Maddogs Mannheim vs. 1b-Rebels  5:3 (1:1/2:2/2:0)

Gepostet von Stuttgart Rebels Landesliga am Freitag, 1. November 2019

1b-Rebels wieder auswärts gefordert

Das nächste Auswärtsspiel in der Landesliga führt die Waldau-Truppe am kommenden Freitag (01.11./13:30 Uhr) zu den Maddogs aus Mannheim.
Hier wollen die 1b-Rebellen nicht nur punkten, sondern endlich in die Saison durchstarten.

Die deutliche Abfuhr im letzten Heimspiel gegen die Fire Wings hat eindeutig gezeigt, dass die Stuttgarter schnell wieder zu ihrem Spiel zurückfinden sollten, denn mit der Eichenkreuz Union (Eku) Mannheim wähnt man sich eher auf Augenhöhe als gegen Teams aus der gehobenen High-Society der Landesliga Baden-Württemberg.

Die Gastgeber aus der Quadrate-Stadt haben bereits 2 Spiele absolviert, die unterschiedlicher nicht hätten sein können:
Da schlägt man kurzerhand den letztjährigen Tabellen-Dritten Eisbären Balingen im ersten Heimspiel sensationell mit 5:3, um dann im nächsten Spiel gegen den Liga-Neuling Eppelheim quasi vor der Haustüre mit 12:1 unterzugehen.
Personell musste Mannheims Coach Claus Unser seinen Kader nicht groß umbauen, denn den Abgängen stehen regelmäßig neue Spieler gegenüber, die entweder aus dem großen Fundus des Mannheimer Hockeysports allgemein oder dem eigenen Nachwuchs entspringen.
Nicht zu vergessen diejenigen, die aus dem letztjährigen Regionalliga-Team in die Landesliga gewechselt sind.

Interims-Coach: Chris Mauch

Junge Spieler plus erfahrene Spieler sind für gewöhnlich die Zutaten für ein explosives Gemisch, das nach einigen Versuchen und Rückschlägen die volle Sprengkraft entwickeln kann.
Im Prinzip gilt das in ähnlicher Form auch für den Stuttgarter Landesliga-Kader, wo es viele Eiszeiten für Nachwuchsspieler gibt, die je nachdem auch gleich nach oben springen Richtung Rebellen-Coach Heiko Vogler.
Vinzent Capek, Tim Abendroth, Fabian Schneider, Lukas Borchert u.a.   sind aktuell im Seniorenbereich diejenigen, die aus den kommenden starken Stuttgarter Nachwuchs-Jahrgängen so langsam den Seniorenbereich entern.
“Trial and error” – dieser heuristische Ansatz ist also auch der ständige Begleiter im Stuttgarter Landesliga-Tagesgeschäft….

Für die Mannschaft wird es am Freitag wichtig sein in Mannheim eine Reaktion zu zeigen und eine gewisse Lernfähigkeit an den Tag zu legen, denn mit einem positiven Ergebnis wäre man endlich in der Saison 2019/20 angekommen und der Holper-Start mit Spielausfällen und dem letzten Schwenninger Waterloo-Spiel wäre endlich vergessen.
Das Coaching in Mannheim übernimmt Rebellen-Center und Nachwuchs-Coach Chris Mauch, der den verhinderten Ole Abendroth vertritt.

Also, Männer, auf in die SAP-Arena: kämpfen und punkten!

EKU Mannheim 1b vs. 1b-Rebels

Freitag, 01.11.2019
SAP-Arena Nebenhalle
Bully 13:30 Uhr

Referees:
Lukas Birther, Dominik Fowler

Tapfer kämpfender Rumpfkader unterliegt routinierten Fire Wings deutlich

Ohne einen kompletten etatmäßigen Block mussten die Waldau-Cracks gegen die Fire Wings Schwenningen krankheits- und urlaubsbedingt antreten und kassierten dabei eine herbe 0:11 (0:0/0:3/0:8) Klatsche.

Die ca. 30 Zuschauer sahen dabei ein äußerst temporeiches, faires Spiel.
Die routinierten Gäste übernahmen von Beginn sofort die Initiative, aber die 1b-Rebels hielten dem Druck stand und zeigten dabei gute Konter.
Insbesondere Stuttgarts #50 Jesper Leis war hier ein ständiger Unruheherd im Angriffsdrittel.
Das große Plus war die herausragende Defensivarbeit mit der es gelang die Bauchenberg-Truppe vom Stuttgarter Tor fernzuhalten.
Die Gäste fanden nicht die Mittel ihre Überlegenheit auf die -nach wie vor defekte- Anzeigentafel zu bringen und wäre Stuttgart in Führung gegangen, dann hätte man sich auch nicht beschweren können, denn einige Nadelstiche waren durchaus erfolgsversprechend.
Gegen den ehemaligen Regionalligisten ein 0:0-Drittel zu spielen, der überdies einige DNL-Spieler an Bord hatte, ist aller Ehren Wert und so zeigte sich auch Coach Abendroth sehr zufrieden mit seinen Spielern.

Weniger Gefallen dürfte er am Beginn des zweiten Drittel gefunden haben, als die Gäste gleich zu Beginn innerhalb von knapp 90 (!) verhängnisvollen Sekunden 3 Tore platzieren konnten.
Aber die Eiswelt-Crew stabilisierte sich wieder und setzte die defensiven Schutzschirme wieder auf 100%, die Zuordnungen stimmten wieder.
Das Spiel war für eine Landesliga-Begegnung sehr schnell und insgesamt betrachtet teilweise doch sehr einseitig, da die Gäste weiterhin mit großen Tempo ihre reifere Spielanlage mit ins Angriffsdrittel ziehen konnten und die Rebellen dadurch massiv bedrängten.
Aber das 0:3 sollte bis zum Schluss Bestand haben, was aber am starken Stuttgarter Schlussmann Niklas Syguda lag, der im wahrsten Sinne des Wortes im  “Brennpunkt” stand und sein Team dadurch weiter im Spiel hielt.

Im letzten Spielabschnitt ging dann die Welt unter….
Die Gäste nutzen die vielen kleinen Stuttgarter Fehler und Abstimmungsprobleme gnadenlos aus.
Die 1b-Rebellen kämpften zwar tapfer gegen den Sturm an, aber es gelang nicht dem Treiben in irgendeiner Form Einhalt zu gebieten.
Schwenningen spielte sich im Verlauf immer mehr in einen Rausch, alles was vorher vielleicht umständlich daherkam, gelang plötzlich mit einer Leichtigkeit und Präzision, so dass sich ein Debakel abzuzeichnen begann und plötzlich auch eintrat.

Kloiber, Abendroth

Am Ende stand ein klares 0:11 auf der Gameboard, das sich so nach den ersten beiden Dritteln nicht angedeutet hat.

Fazit:
Ein Abend zum Vergessen…
Eine Niederlage gegen den Top-Favoriten ist sicher kein Beinbruch, und wahrscheinlich auch irgendwo eingeplant, aber es kommt trotzdem immer auf das “wie” an und das ist sehr ärgerlich.
Die Ausfälle waren also offenbar nicht zu kompensieren, was aber keine Ausrede sein soll, denn auch mit voller Kapelle hätte man sicherlich einen schweren Stand gehabt.
Also, Spiel abhaken, nach vorne schauen, denn am Freitag, 1. November (Bully 13:30 Uhr) geht es in die SAP-Arena zu den Maddogs nach Monem, die letzte Woche mit einem überraschenden 5:3 Heimsieg gegen Balingen in die Saison gestartet sind.

Stuttgart: 12+1
Schwenningen: 15+1

Für Stuttgart auf dem Eis:
Niklas Syguda (Goalie), Nino Häberlen, Leo Schätzle, Fabian Schneider, Dmitri Busch, Dean Nenninger, Jesper Leis, Julien Frey, Josip Strutz, Masaru Komiyama, Vinzent Capek, Carlo Sala de Llonet, Timo Dombrowski