Kategorie: Allgemein

Abschlußfeier: 1b-Rebels in der Overtime

Das letzte Bully der Saison 2018/19 ist eingeworfen, die Saison beendet und die Mannschaft traf sich ein letztes Mal, um die vergangene Saison nochmal Revue passieren zu lassen und das Erreichte gebührend zu feiern.
Dazu wurde der VIP-Container gebucht, Essen und Getränke organisiert und im Hintergrund lief das letzte Saisonspiel der U20 gegen die Maddogs aus Mannheim, was insofern interessant war, da es in der kommenden Saison einige Veränderungen im Landesliga-Team geben wird, und daher ein besonderes Augenmerk auf die Spieler gerichtet war, die demnächst den Schritt in den Seniorenbereich gehen werden.
Das Spiel endete mit einem 8:3-Heimsieg und zeigte das große Potential das im Stuttgarter Nachwuchsbereich schlummert.

Trotzdem soll eine gewisse, tja beinahe sentimentale Abschiedstimmung nicht verhehlt werden, die immer dann eintritt, wenn Führungsspieler den Verein verlassen, die lange Zeit an Bord standen und prägend für das Spiel waren.

Dann gab es noch einige Ehrungen für diejenigen, die das Team hinter der Bande unterstützt haben.
Insbesondere Trainer Eric Strieska, der das Team mit seiner akribischen Arbeit nach vorne gebracht hat, wurde mit treffsicheren Worten von Gregor Michalik stellvertretend für das Team geehrt und mit einer Flasche seines Lieblingsgetränks beschenkt.
Aber auch die langjährigen Helfer Punktrichterin Julia Wolter sowie Stadionsprecher Bernd Wegst erhielten jeweils Präsente für ihr großes Engagement.
Selbst der 1b-Rebellen Kriegsberichterstatter Ralf Seidel wurde nicht vergessen, der im Hintergrund für die Berichte rund um das Team verantwortlich zeichnet.
Er erhielt zum Dank ein spezielles Trikot aus der Hockey Community mit allen Unterschriften des Teams.

Nach den Feierlichkeiten ging es dann zum gemütlichen Teil über in Richtung Innenstadt, worüber es aber keine genauen Berichte gibt, allenfalls Gerüchte, die aber spätestens zum Sommertraining den Weg zurück Richtung Fernsehturm finden werden…. 😉

Vielen Dank an die Organisatoren für den wirklich gelungenen Abend und Sticks-up denen, die den Verein verlassen werden.
Danke für euren vorbildlichen Einsatz im Stuttgarter Trikot !

Letztes EBW-Spiel der Saison 2018/19 für die Stuttgarter Knaben

Zum Abschluß des EBW-Spielbetriebs 2018/2019 machten sich unsere Knaben Mannschaft auf den Weg in die Quadratestadt und trafen auf den Mannheimer ERC. Obwohl unsere Rebels schnell mit 1:0 zurück lagen, entwickelte sich wie so häufig in dieser Saison ein ausgeglichenes, kampfbetontes Spiel.  Trotz einigen Chancen auf beiden Seiten, fielen keine weiteren Toren und somit ging es mit einem 0:1 Rückstand zum Pausentee.

 

Unsere Stuttgarter kamen mit viel Schwung aus der Pause und konnten folgerichtig in der 22. Minute zum 1:1 ausgleichen. Jetzt wurden im Angriff immer wieder Akzente gesetzt und die schnellen, athletischen Mannheimer Spieler durch eine disziplinierte Abwehrarbeit neutralisiert und auf unsere beiden Torwarte war Verlass. Dennoch mussten die Rebels kurz vor der Drittelpause in Unterzahl einen unglücklichen Treffer hinnehmen.

SEC-EKU/ HN Mannheim

Auch zu Beginn des dritten Drittels begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. In der 46. Minute konnten die Stuttgarter nach einer feinen Kombination wieder zum 2:2 ausgleichen. Leider hatte unsere Mannschaft (wie in der gesamten Saison gegen den MERC) in 3. Drittel eine Schwächephase, die der Gegner eiskalt ausnutze. Innerhalb von nur 93 Sekunden zog der Gegner auf 5:2 davon und der Stuttgarter Wiederstand war gebrochen. Am Ende stand mit 2:7  eine Niederlage, die gemessen an den Spielanteilen zu hoch ausgefallen ist.

 

Nachdem der Ligabetrieb 2018/2019 beendet ist, stehen noch zwei interessante Turniere In Bietigheim und Österreich als Saisonabschluss auf dem Programm. Viel Erfolg!

 

Bericht: Klaus Müller
Fotos:  Mario Vrban

 

 

Sensationell: 1b-Rebels stürmen auf Platz 4


Auch im zweiten Saison-Duell behielten die Rebellen die Oberhand und konnten in einem zerfahrenen Spiel einen verdienten 8:4 (2:1/1:1/5:2) Sieg eintüten und warfen damit den Anker auf Tabellenplatz 4.
Die Gäste traten dabei in Minimal-Besetzung (10+2) an und konnten lange dagegenhalten, aber im letzten Drittel brach ein Strafzeiten-Tsunami auf die Adler ein, so dass das Spiel völlig aus den Fugen geriet.
Aber, um es gleich vorwegzunehmen, es war eine absolut faire Begegnung, ohne irgendwelche Einlagen aus der Welt des Boxsports.
Während aber die einen die Beurteilungen der Schiedsrichter ohne Kommentar akzeptierten, arbeiteten sich die anderen an der Spielleitung ab, und so wurde aus mancher Mücke (2.Min.-Strafe) innerhalb von Sekunden ein Elefant (Matchstrafe).
Aber, es wurde auch Eishockey gespielt….

Stuttgart übernahm dabei von Anfang an das Kommando und bestürmte vehement die gegnerischen Abwehrreihen.
Phasenweise powerplay-ähnliches Spielgeschehen, indem die Adler regelrecht in ihr Nest gedrängt wurden.
Aber es fehlte etwas Entscheidendes: die Tore.
Und so kam es wie es kommen musste…
Im typischen Reutlinger Stil ließ man vorne einen Stürmer an der Blauen “parken” und der wartete auf einen tiefen Pass, der dann auch kam und damit war der Weg frei zu einer 1 auf 0 Situation, und wenn dieser Stürmer dann auch noch Tilgner heisst, dann ist hiermit auch das 0:1 (5.Min.) erklärt.
“Machst du keins, kriegst du eins”….Damn!!!!
Aber dieser Betriebsunfall wurde kurze Zeit später korrigiert als #5 Philipp Rusch von links aus einem unmöglichen, spitzen Winkel knapp vor der Torauslinie der 1:1-Ausgleich (11.Min.) gelang.
Damit nicht genug…
Nach einem Reutlinger Fehlpass im Anschluss eines Bullys im Stuttgarter Verteidungsdrittel übernahm die #14 Yannick “Schwarzenegger” Barthruff das schwarze Spielgerät und stürmte bullenartig über alle Linien hinweg auf Reutlingens Keeper Manuel Rogge zu und machte kurzen Prozess: 2:1 (13.Min.)
Danach verflachten die Offensivbemühungen der Waldau-Truppe etwas und Reutlingen kam besser ins Spiel, ohne aber Akzente setzen zu können.

Im zweiten Abschnitt erwarteten viele der knapp 70 Zuschauer dann einen Stuttgarter Sturmlauf, um dem zahlenmäßig unterlegenen Gästen so richtig einzuheizen und daraus weitere Treffer zu generieren.
Aber, es kam anders…
Das Spiel plätscherte so vor sich hin und mancher Beobachter stand am Rande einer Gesichtslähmung, denn das Spielniveau ging unerklärlicherweise stetig nach unten:
hier ein Fehlpass, da ein schludriger Angriff- auf beiden Seiten ging nur noch sehr wenig.
Passend dazu dann auch das kuriose 3:1 Powerplay-Tor durch Stuttgarts Topscorer Darius Sirch in der 36.Min. als sein bereits durch Rogge parierter Schuss die Kufe von Reutlingens Matthiew Lewis berührte und von da ins eigene Tor rutschte.
Kaum war das Spiel aber wieder freigegeben schlugen die Gäste zurück.
Ein Onetimer von Adler Max Enz brachte den 3:2-Anschlußtreffer (37.Min.)
Könnte man im Eishockey ein Drittel streichen wäre dieses hier der große Favorit….

Das Spiel war also noch lange nicht entschieden.
Aber wenn der Sprung auf Platz 4 gelingen soll, dann war ein Sieg heute Pflicht und es war an der Zeit noch mindestens eine Schippe draufzulegen.
Das Spiel wurde etwas strukturierter und beide Teams jetzt mit Abschlüssen, ohne aber die jeweiligen Hüter in Bedrängnis zu bringen.
Dann brachen die letzten 13 Minuten an und das Spiel kippte langsam aus den Latschen.
Es begann das kurioseste Drittel der gesamten Saison…
Stuttgart im 4/3 Powerplay, und ein schlampiger Pass an der blauen Linie genügte Reutlingens Routinier Dominique “Turbo” Tilgner zum Durchmarsch und 3:3-Ausgleich (47. Min.).
Aber die Rebellen-Antwort durch #77 Michael Bartmann kam umgehend mit einem Schlenzer von der blauen Linie zum 4:3 (48. Min.).
Die Waldau-Truppe nahm nun das Heft wieder mehr in die Hand, einerseits begünstigt durch die regelmäßigen Boxenstopps der Gäste, aber auch die Zielstrebigkeit der eigenen Aktionen war plötzlich wieder da.
Als dann Rebels-Sturmtank Darius Sirch drei Minuten später zum Solo ansetzte, konnte er nur noch mit einem Foul am Abschluss gehindert werden, was mit einem Penalty geahndet wurde.
Diesen verwandelte er dann traumhaft sicher mit der Rückhand zum 5:3 (51. Min.).
Jetzt konnte man etwas durchatmen, denn die Fernsehturm-Kampfeinheit war wieder “back in business” und hielt die Fäden in der Hand.

Den Faden völlig verloren haben dagegen jetzt die Achalm-Adler, die sich fortan mit den Schiedsrichtern “auseinandersetzten” und dann reihenweise die Segel streichen mussten.
Es gab so ziemlich alles was das IIHF-rule book an Strafen hergab und damit war auch das Spiel völlig aus dem Tritt.
Als dann kurz danach in der 55. Minute die Rebellen in einem Doppelschlag durch Darius Sirch und 8 Sekunden später Leo Schätzle auf 7:3 erhöhten, sollte das die Entscheidung gewesen sein.
Trotzdem gaben sich die verbliebenen Gästespieler von der Achalm nicht auf und kamen durch Matthias Scheel noch zum 7:4.

Danach wurde der Luftraum für die Adler dann komplett geschlossen.
Minutenlange Unterbrechung wegen einer Bankstrafe, die dann innerhalb von Sekunden zum Totalausschluß eskalierte (siehe Video)
Die Bewunderung gilt hier dem Zeitnehmer und Punktrichter, die die ehrenvolle Aufgabe hatten das Geschehen zu dokumentieren.
Die Zuschauer waren hierbei komplett überfordert.
Knapp 2 Minuten vor Spielende folgte dann der 8:4-Endstand durch unseren japanischen Dauerbrenner Masaru Komiyama, der eine saubere Puck-Stafette erfolgreich beenden konnte.

Fazit:
Ein unglaubliches Spiel!
Letztlich steht auf der Anzeigetafel ein deutlicher, ja fast schon standesgemäßer Sieg und in 2-3 Wochen redet keiner mehr darüber, aber der Verlauf war schon bemerkenswert.
Aber egal, mit diesem Sieg gelingt der Sprung auf Platz 4 in der Landesliga und damit der größte Erfolg einer Stuttgarter Mannschaft seit Jahren.
Addiert man noch den Umstand hinzu das Ganze mit 4 Spielen weniger als die anderen  erreicht zu haben, dann gleicht das einer echten Sensation.

Die Saison 2018/19 ist hiermit Geschichte.
Der überragende Teamspirit in der Stuttgarter Kabine hat sich heuer endlich auch auf die Leistung übertragen.
Und das ist nicht nur so daher gesagt, sondern beschreibt das Miteinander im allerbesten, ehrlichsten Sinne.

Dazu gehören auch diejenigen, die das Team bei den vielseitigen Aufgaben während eines Heimspiels hinter der Bande unterstützt haben:
-Stadionsprecher Bernd Wegst, Punkterichterin und Legende Julia Wolter,
-die vielen, die z.B. die Strafbänke übernommen haben, darunter auch einige Frauen/Freundinnen von Spielern
-unserem Feel-Good-Manager, Meckatzer-Zapfer, Spieler-Papa und Kamera-Mann Gerd Schneider
-und natürlich unserem  Olav Schnier, der es ermöglichte ein Landesliga-Spiel professionell als Live-Übertragung auf YouTube zu bringen!

Ohne euch wäre das alles gar nicht möglich!!! VIELEN DANK DAFÜR !!!
Wir sehen uns kommende Saison wieder !

1b-Rebellen vs. TSG “Black Eagles” Reutlingen 8:4 (2:1/1:1/5:2)

Abschlusstabelle 2018/2019

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Goalie), Philipp Rusch, Lorenz Neuhauser, Carlo Sala de Llobet, Yannick Barthruff, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Colin Wolf, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jonathan Krause, Michael Bartmann, Felix Feichter, Nino Häberlen, Darius Sirch, Leo Schätzle

Spielbericht:
05.Min. 0:1 Tilgner (Lewis)
11.Min. 1:1 Rusch (Michalik)
13.Min. 2:1 Barthruff (Komiyama/Rusch)
——————————————–
36.Min. 3:1 Sirch PP1
37.Min. 3:2 Enz (Lewis/Scheel)
——————————————–
47.Min. 3:3 Tilgner (Feierabend/Hamm) SH1
48.Min. 4:3 Bartmann (Barthruff/Feichter) PP2
51.Min. 5:3 Sirch PENALTY
55.Min. 6:3 Sirch (Neuhauser/Feichter)
55.Min. 7:3 Schätzle (Sirch/Neuhauser) PP1
57.Min. 7:4 Scheel (Lewis/Enz)
59.Min. 8:4 Komiyama (Michalik)

Trainer: Eric Strieska
Teammanager: Ole Abendroth

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart 15+1
Reutlingen 10+2

Strafzeiten:
Stuttgart: 6 Minuten
Reutlingen:  114 Min.

Bericht/Video: Ralf Seidel
Fotos: Miro Halbych

Platz 4 im Visier – Adler im Anflug

​Am Freitagabend empfangen die 1b-Rebels die TSG “Black Eagles” Reutlingen zum letzten Heimspiel der Saison 2018/19.

Die Waldau-Truppe spielt in dieser Partie um den 4. Tabellenplatz, was im Prinzip jetzt schon eine Sensation darstellt, während die Gäste bereits vor diesem Spiel als Tabellenschlußlicht aus der Saison gehen werden.
Die Mannschaft hat unter der Woche akribisch gearbeitet und geht bestens vorbereitet in das Rückspiel.
Das Hinspiel in Reutlingen ging mit einem überraschend deutlichen 6:2-Auswärtssieg über die Bühne, was auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurückzuführen war.

Bei aller Vorfreude auf das letzte Spiel werden die 1b-Rebellen aber einen Fehler nicht machen: den Gegner unterschätzen!

Es wird darauf ankommen, das Spiel mit Köpfchen anzugehen und dabei am besten der Strafbank fern zu bleiben.
Die taktische Disziplin war damals im Hinspiel ein großes Plus und brachte letztlich die volle Punktzahl aus der Achalm-Stadt.

Also, alles auf Gefechtsstation:
gehen wir die letzte Aufgabe positiv, aber mit Respekt an und machen einfach dort weiter, wo wir gegen Esslingen aufgehört haben: mit vollem Einsatz!

1b-Rebels vs. TSG “Black Eagles” Reutlingen

Eiswelt Stuttgart
29.03.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Ruben Schmidt
Ingo Lüsch

Starke kämpferische Leistung wurde nicht belohnt

Die 1b-Rebellen zogen sich mehr als achtbar aus der Affäre und unterlagen dem Meister aus Esslingen nach heftiger Gegenwehr mit 2:5 (0:1/2:2/0:2).
Trotz einiger Personalsorgen zeigten die aufopferungsvoll kämpfenden Waldau-Cracks eine gute Leistung und waren dem Gegner, der mit voller Kapelle antrat, über weite Strecken ebenbürtig.
Lange Zeit stand das Spiel auch auf des Messers Schneide, doch am Ende setzten sich die favorisierten Gäste durch und konnten so ihre Ausnahmestellung in der Landesliga bestätigen.

Vor 120 Zuschauern erwischten die 1b-Rebels den deutlich besseren Start ins Spiel.
Die Rebellen schafften es, den Gegner nicht ins Rollen kommen zu lassen und setzten überdies die ersten offensiven Akzente.
Die größte Chance zum Führungstreffer hatte Rebellen-Power-Forward Lorenz Neuhauser in der 5. Min., der in einer Top-Einzelleistung von der eigenen Blauen einen Sololauf durch die Esslinger Stellungen anzog und plötzlich allein vor Goalie Kurka stand, der aber parieren konnte.
Aber damit war die Szene noch nicht beendet, denn Neuhauser kam im Rebound wieder an die Scheibe und wieder war Esslingens Hüter auf dem Posten.
Stuttgart war im Verlauf das eindeutig spielbestimmende Team und hätte zu diesem Zeitpunkt bereits in Führung liegen können.
Esslingen fand kurioserweise bis dato nicht statt und hätte sich über einen 2-3 Tore Rückstand überhaupt nicht beschweren können, denn das Rebellen-Kommando stand defensiv stabil und kam druckvoll ins Angriffsdrittel.
Es fehlte lediglich der finale Abschluss und damit eine Würdigung auf der Anzeigetafel.
Dann plötzlich aus dem Nichts heraus der Führungstreffer der Gäste in der 15. Min. durch den Landesliga-Topscorer Kevin Frank!
Was für ein Schock: die einen spielen und die anderen machen die Tore….
Mit diesem äußerst unbefriedigenden Umstand ging es dann in die Kabinen.

Vinzent Capek

Wer dachte, dass es das nun war und der Treffer Wirkung zeigen wird, sah sich getäuscht.
Im Gegenteil, nach gerade mal 55 Sekunden im Mittelabschnitt zieht Felix Feichter über links ins gegnerische Drittel und spielt das schwarze Spielgerät traumhaft in den Slot auf Stuttgarts U17-Nachwuchsspieler Vinzent Capek und der überwindet Esslingens Hüter-Routinier Alex Kurka zum 1:1.
Zweites Landesliga-Spiel und der erste Treffer im Haifischbecken Seniorenhockey! Läuft …!

Für die Gäste war dieser Treffer ein echter Wachrüttler!
Der Tiger wurde geweckt, denn die Aktionen wurden langsam zielstrebiger und dadurch im Verlauf gefährlicher, was dazu führte, dass sich beide Mannschaften auf hohem Niveau mehr und mehr egalisierten.
Stuttgart trotz allem wieder mit mächtig Dampf unter den Kufen.
In der 28. Minute gelang dem Ex-Stuttgarter Patrick Schäffler die erneute Führung (1:2) als er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz stand und die herrenlose Scheibe mit der Rückhand hinter Stuttgarts Niklas Syguda bringen konnte.
Die Gäste von der Neckarinsel zogen jetzt ihr Spiel auf und schnürten die Rebellen phasenweise in die eigene Zone ein.
Aber Stuttgarts Defensivschirme standen weiter bei 100%, so dass man eigentlich damit rechnete, dass dieser Spielstand auch in die Drittelpause genommen wird.
Aber dann kam die verrückte 40. Minute….
Stuttgart mit einem zu tiefen Pass nach vorne ins Angriffsdrittel und ein Esslinger Verteidiger machte sich auf den Weg nach hinten, aber Stuttgarts Kampfbomber Neuhauser schaltete kurz den Turbo zu und überrumpelte den Gegner, luchste ihm noch die Scheibe ab und brachte sie in den Slot, wo Julien Frey die Wahnsinnsaktion veredelte und zum 2:2-Ausgleich einschoss (39:42 Min.)
Direkt nach dem Bully dann der Schock als den Gästen direkt die erneute Führung gelang (2:3/39:50 Min.)
Was für ein Schlag ins Kontor!

Im Schlussabschnitt ließ das Team von der Neckarinseln dann keine Zweifel mehr aufkommen, denn unmittelbar nach Spielbeginn setzte man dem Spiel endgültig seinen Stempel auf und erhöhte innerhalb von 11 Sekunden auf 2:5 (42./43.Min.)!!!
Das kam jetzt überraschend, und war im Prinzip letztlich die Entscheidung.
Aber, trotz des Rückstands sollte der Esslinger Doppelschlag nicht zum Zusammenbruch führen, sondern eher noch ein Ansporn für eine regelrechte Stuttgarter Leistungsexplosion.
Die Rebellen warfen nochmal alles in die Waagschale, stellten auf 2 Reihen um und versuchten das Spiel durch zahlreiche Angriffe zu wenden.
Der Gegner hieß aber Esslingen, war letztlich zu abgekocht und zeigte warum er dieses Jahr wieder ganz oben in der Tabelle steht….

Fazit:
Es hat nicht sollen sein, trotzdem braucht sich keiner zu grämen, denn die Leistung geht trotz der Niederlage voll in Ordnung.
Läuferisch, kämpferisch und spielerisch war man dem Meister ebenbürtig.
Stuttgarts Kämpferherz wurde durch den deutlichen Rückstand auch in keinster Weise gebrochen.
Es war ein schnelles, attraktives und vor allem mit gerade mal insgesamt 3×2 Strafminuten faires Landesliga-Spiel mit einem verdienten Sieger.
Aber, der Abstand zwischen den beiden Neckarteams ist kleiner geworden, darauf kann man aufbauen.
Wir gratulieren der ESG Esslingen zum Sieg und Meistertitel, und freuen uns auf die nächsten Duelle im kommenden Jahr in der Landesliga.

Kabinenansprache Coach Strieska:
“Die Niederlage war unnötig und mit 3 Toren Abstand viel zu hoch. Schade das es heute nicht gereicht hat.
Wenn wir mit demselben Einsatz und Tempo am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Reutlingen so in unser letztes Spiel gehen, dann werden wir das Eis garantiert als Sieger verlassen.
Also, lasst uns diese Woche im Training nochmal richtig Gas geben, damit wir am Freitag zum Saisonabschluß die Punkte einsacken können!”

1b-Rebels vs. ESG Esslingen 2:5 (0:1/2:2/0:2)

0:1 14:34 Min. Kevin Frank (Dany Halbych/Patrick Schäffler)
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1:1 20:55 Min. Vinzent Capek (Felix Feichter)
1:2 27:04 Min. Patrick Schäffler (Dany Halbych/Kevin Frank)
2:2 39:42 Min. Julien Frey (Lorenz Neuhauser)
2:3 39:50 Min. Andrej Martin (Robin Morgenthaler)
———————————————–
2:4 41:52 Min. Kevin Frank (Patrick Schäffler/Dany Halbych)
2:5 42:03 Min. Marlo Gimmerthal (Stefan Baumann)

Für Stuttgart spielten:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (backup), Philipp Rusch, Lorenz Neuhauser, Carlo Sala de Llobet, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Colin Wolf, Julien Frey, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jonathan Krause, Dmitri Busch, Michael Bartmann, Feix Feichter, Leo Schätzle

Zuschauer: 120

Strafzeiten:
Stuttgart 1×2 Min.
Esslingen 2×2 Min.

Text/Fotos/Video: Ralf Seidel, Miro Halbych

 

1b-Rebels vor Derby-Knaller

Leo Schätzle im Zweikampf

Derbyzeit in der Eiswelt:
Die 1b-Rebellen freuen sich auf ihr vorletztes Spiel am kommenden Freitag 22.03. um 20 Uhr in der Landesliga Baden-Württemberg gegen die ESG Esslingen, die seit einigen Wochen bereits als Meister über die Ziellinie gegangen sind.

Siege und Niederlagen sind im Sport selten bis nie planbar, und so war die unerwartet deutliche 12:1 Niederlage im Hinspiel auf der Neckarinsel ein echter Schuß vor den Bug, der deutlich vor Augen führte was passieren kann, wenn man die taktische Linie verlässt.
Im ewigen jungen Duell gegen unsere Esslinger Sportfreunde muss alles stimmen, man darf sich rein gar nichts erlauben, denn der spielstarke Gegner bestraft Nachlässigkeiten umgehend.

Im Gegensatz zur ESG geht es für die Fernsehturm-Truppe im Saison-Showdown  um alles, denn von Platz 3 bis nach unten ist rein rechnerisch noch alles drin, und das obwohl man aufgrund von knappen Eiszeiten vor der Saison nur eine Einfachrunde melden konnte und damit 4 Spiele weniger absolviert als der Gegner.
Um unter anderem diesen Umstand in Zukunft zu beseitigen, gilt es bis zum 1. April bei der Abstimmung zum Bürgerentscheid Flagge zu zeigen und das Thema auf die Agenda zu bringen.
Dazu sind alle Bürger der Stadt Stuttgart aufgerufen für das Projekt “weitere Eishalle auf der Waldau planen” im Bürgerhaushalt zu stimmen.
weitere Infos:

Nicht auszudenken, was alles möglich gewesen wäre, hätte man über die volle Distanz eingreifen können, so aber bleiben nur noch zwei Heimspiele gegen Esslingen und dann eine Woche später gegen Reutlingen, um ein vor der Saison nicht für möglich gehaltenes Szenario zu schaffen.
Aber die volle Aufmerksamkeit gilt zunächst dem Meister, der sich auf der Waldau in der Vergangenheit des öfteren sehr schwer tat.
In der letzten Saison kam es sogar zur Sensation, als den Rebellen ein sagenumwobener 5:3-Heimsieg gelang und damit kurzzeitig die Machtverhältnisse verschoben wurden.

Was man allerdings jetzt schon vor der Partie definitiv sagen kann:
die Hütte wird traditionell voll sein, denn ein Derby, insbesondere gegen den Meister ist ein absolutes Highlight und zieht mit Sicherheit wieder einige Zuschauer an.

Was man auch noch definitiv sagen kann:
Gegen Esslingen braucht man keinen zu motivieren….

1b-Rebels vs. ESG Esslingen
Eiswelt Stuttgart
Freitag, 22.03.2019
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Stephan Frölich
Mike Kerbel

3. Platz beim Yasin Ehliz Cup 2019 für die Stuttgarter Knaben

 

Am Wochenende 16/17 März stand für unseren Knabenmannschaft die 5. Auflage des Yasin Ehliz Cup in Bad Tölz auf dem Programm. Die Mission Titelverteidigung begann am Samstag Morgen um 7Uhr mit dem ersten Spiel gegen Holzkirchen. Trotz langer Anreise und einer kurzen Nacht war unser Team hellwach und ging schnell in Führung. Das Tor gab unseren Jungs und Mädchen zusätzliches Selbstvertrauen und sie münzten die spielerische und technische Überlegungheit in weitere Tore um. Die wenigen Chancen der Holzkirchner Mannschaft waren eine sichere Beute unserer beiden Goalies. Am Ende stand ein ungefährdetes 9:0 zu Buche.


Nachdem das professionell organisierte Turnier offiziell um 10.30Uhr eröffnet wurde, musste unser Team noch weitere 3 Stunden warten, bis das zweite Spiel angepfiffen wurde. Die Zeit konnte mit diversen Rahmenangeboten wie die Torschussanlage und die obligatorischen Playercards überbrückt werden.

Im zweiten Spiel ging es mit den Hockey Madls gegen eine Mädchenauswahlmannschaft aus Bayern. Es wurde schnell klar, dass unser Team deutlich besser eingespielt war als unsere Gegnerinnen. Am Ende stand ein ungefährdetes 20:2, wobei die Mädels bei beiden Toren individuelle Klasse unter Beweis stellten.
Mit dem Sieg war klar, dass sich unser Team für das Halbfinale am Sonntag qualifiziert hat. Das kommende Spiel sollte dann entscheiden, ob die Stuttgarter oder Füssen als Gruppenerster in die Zwischenrunde einziehen. Dabei hatten die Füssener einen leichten Vorteil, weil sie wie der SEC alle Spiele gewonnen haben und das um 5 Tore bessere Torverhältnis aufzuweisen hatten. Die Partie wurde entsprechend intensiv und kämpferisch geführt. In der ersten Halbzeit ging unser Team mit 2:0 in Führung.

Obwohl die Füssener in der vorletzten Minute den Anschlusstreffer erzielen konnten und den Torhüter zugunsten eines Extrafeldspielers vom Eis nahmen, konnten unsere Spieler den knappen Vorsprung über die Zeit retten. Da beide Halbzeiten als separate Spiele gewertet wurden, hatte unser Team zu diesem Zeitpunkt die Führung in unserer Gruppe übernommen. Allerdings durfte die zweite Halbzeit nicht verloren werden. Hier ging Füssen relativ früh mit 1:0 in Führung. Unsere jungen Spieler konnten den Rückstand trotz grossen kämpferischen Einsatz nicht mehr egalisieren. Buchstäblich in der letzten Sekunden rettete der Füssener Goalie seinem Team den ersten Platz, als er ein sicheres Tor mit einem Monster-Safe verhinderte.

Die vermeidbare Punkteteilung hatte zur Folge, dass wir am darauf folgenden Tag gegen den Gruppenersten der Gruppe A antreten mussten, die Tölzer Löwen. Es entwickelte sich von Anfang an ein intensives Spiel mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft. Allerdings haben sich unsere Rebels nicht versteckt, spielten technisch und taktisch auf hohem Niveau und konnten auch im Angriff immer wieder Akzente setzen. Trotzdem mussten sie nach ca. 10 Minuten den 1:0 Rückstand hinnehmen. In den nächsten 20 Minuten wog das Spiel hin und her. Die Tölzer hatte den grösseren Spielanteil und mehr Chancen, die aber von unseren sehr guten Torhütern vereiztelt wurden. Aber auch die Tölzer Torhüterin musste mehrere gute Paraden zeigen. In der Mitte des zweiten Spielabschnitts konnten die Löwen vorentscheidend auf 2:0 erhöhen. Nach einem sehr langen Wechsel und zwei riesigen Paraden unseres Goalies konnte die Tölzer ins leere Tor abstauben. Unsere Stuttgarter Spieler wehrten sich auch nach dem 3:0 ca. 5 Minuten vor Spielschluss gegen die drohende Niederlage, konnten aber trotz guter Chancen das Ehrentor nicht erzielen.


Nach der Niederlage stand nun der Spiel um Platz drei auf dem Programm. Hier trafen die Rebels wieder auf die Füssener, die gegen Eppan denkbar knapp und unglücklich 3:4 verloren. Der SEC gab von Anfang an den Ton an und hatten bereits nach wenigen Minuten eine Grosschance. Nachdem der Puck über mehrere Stationen flüssig vor das Tor gebracht wurde, rettete der Füssener Goalie das 0:0 mit einer Glanztat. Das Team lies sich davon jedoch nicht aus dem Takt bringen und spielten weiter zielstrebig nach vorne und sie belohnten sich mit dem 1:0 nach einer langen Sequenz in der offensiven Zone. Als kurz darauf das 2:0 fiel, schien die Partie bereits entschieden. Aber so leicht sollten sich die Füssener nicht geschlagen geben. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten sich die Füssener mehrmals für längere Zeit in unserem Verteidigungsdrittel fest setzen. Einer dieser Druckperioden nutzten sie zum 2:1 Anschlusstreffer, einige andere Chancen konnten unsere tollen Towarte vereiteln. In dieser kritischen Phase zeigte unsere Mannschaft unbändige Moral und Siegeswillen. Anstatt nachzugeben haben die Rebels die Schlagzahl nochmals erhöht und das Heft in die Hand genommen. Da die sich bietenden Chancen nicht verwertet wurden, blieb es bis zum Schluss spannend, bis unser Team auf 3:1 erhöhen konnten. Den 2 Tore Vorsprung gaben sie bis zum Ende nicht mehr aus der Hand und konnten sich über einen hart erkämpten Sieg und den 3. Platz bei der 5. Auflage des Yasin Ehliz Cups freuen.

 

Das Finale des Turniers gewannen die Tölzer Löwen mit 2:0 gegen die italienische Mannschaft aus Eppan. Die Löwen waren widerum das einzige Team, welches unsere Rebels bezwingen konnte. Zum Abschluss konnte die Rebels den Pokal für den 3. Platz freudestahlend in Empfang nehmen. Darüber hinaus wurde der Stutttgarter Kapitän Nikita Schweimer als bester Spieler des Turniers geehrt. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und an Nikita!

 

Dieses Turnierwochenende war ein wichtiger Schritt nach vorne für unsere Spieler, die sich auf dem und abseits des Eis als Mannschaft gefunden haben und füreinander gespielt haben. Dazu beigetragen hat die perfekte Organisation des Wochenendes für die Kids durch das Betreuerteam um Karel Knap und die sehr gute Vorbereitung und Führung des Teams durch unseren Trainer Martin Siskovic. Ein besonderer Dank geht an den EC Bad Tölz für die tolle Organisation des Yasin Ehliz Cups. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!!!

 

 

 
Bericht: Klaus Müller
Fotos: Saša Komlen, Mario Vrban

 

Die Siegesserie reißt – Stuttgart verliert in Schwenningen

SERC Fire-Wings vs. 1b-Rebels  7:3 (3:2/1:1/3:0)

Spielbericht vom Stuttgarter Goalie: Niklas Syguda

Puh, nach dem Spiel war erstmal Durchatmen und Beruhigen der Gemüter angesagt, nachdem das Spiel im Schlussabschnitt nochmal so richtig Fahrt aufgenommen hatte.
Aber der Reihe nach…

Die Stuttgarter reisten zwar dezimiert, es fehlte unter anderem der bis dato beste Scorer der Stuttgarter Darius Sirch, aber nicht ohne Ambitionen nach Schwenningen.
Nachdem man die letzten drei Spiele gewinnen konnte, erhoffte man sich die Partie so lange wie möglich offen halten zu können.
Schon beim Warm-up ließ sich aber erkennen, dass die Schwenninger mit ihrem 15+2 Kader die Saison keineswegs locker ausklingen lassen wollten.

Und so begann das Spiel direkt und ohne jegliche Abtastphase.
Nach 3 Minuten stand es bereits 1:0 für die Hausherren.
Vorausgegangen war ein sauber vorgetragener Angriff, der nach einem Pass vors Stuttgarter Tor mit dem Torerfolg gekrönt wurde.
Nur ganze 3 Minuten später dann ein identischer Angriff mit ebenfalls identischem Abschluss, wodurch Schwenninger auf 2:0 erhöhte.
Aus Stuttgarter Sicht fühlte man sich glatt wie im falschen Film.
So konnte man bis dahin auch einige Schüsse auf gegnerische Tor abgeben, musste aber erkennen, dass die Marschrichtung wohl doch etwas zu offensiv ausfiel und man seinen defensiven Aufgaben nicht ganz nachgekommen war.
Zu einem Umdenken im Stuttgarter Team führte schließlich das 3:0 in der 9. Spielminute.
Von dort an besann man sich wieder auf eine sattelfeste Defensive und baute aus dieser heraus das Spiel auf.
Belohnt wurde das ganze postwendend mit dem Anschlusstreffer.
Lorenz Neuhauser nutzte nur 25 Sekunden nach dem 3:0 seine Chance vor dem Tor eiskalt zum 3:1 aus.
Und damit nicht genug; die Jungs um Interimstrainer Ole Abendroth witterten ihre Chance und so war es in der 13. Spielminute erneut Lorenz Neuhauser, der den endgültigen Anschluss wieder herstellte.
Mit einem 3:2 ging es anschließend in die erste Pause.
Zwischenfazit: Der Beginn des Spiels ließ Böses erahnen, aber das Team erlangte seine Konzentration wieder, schaffte den Anschluss und gestaltete das Spiel weitestgehend offen.
Somit ergaben sich Chancen auf beiden Seiten.

Kaum hatte das zweite Drittel begonnen, musste Torhüter Niklas Syguda den Puck auch schon wieder aus seinem Gehäuse holen.
In der 23. Minute vollendete Schwenningen einen blitzsauberen Angriff zum 4:2 und zeigte damit, welche Qualitäten sie im Kader haben.
Den Verteidigern blieb in dieser Szene nicht anderes übrig, als eine Statistenrolle einzunehmen.
Wer nun aber glaubte, dass Spiel kippe zugunsten der Hausherren, der irrt, denn mit den 1b-Rebellen ist diese Saison wahrlich immer zu rechnen und so nutzte Leopold Schätzle nach 35 Minuten die Chance einer doppelten Überzahl zum erneuten 4:3 Anschlusstreffer.
Wahnsinn, wer hätte geglaubt, dass das Team gegen einen solch starken Gegner zwei Drittel lang mehr als nur mithalten kann.
Nach 40 Minuten ein gutes Spiel auf einem hohen Niveau, bei welchem die Schwenninger zwar die optische und schussstatistische Überlegenheit besaßen, die Stuttgarter aber niemals aufsteckten und beherzt weiter kämpften.

„Kämpfen“ ist in diesem Sinne auch das richtige Wort, um den Schlussabschnitt einzuleiten.
Das Spiel kippte nicht zugunsten einer Mannschaft, sondern vor allem zugunsten der Strafbank.
Die Zeitnehmer und vor allem die Schiedsrichter waren nun gefordert.
72 Strafminuten im letzten Drittel, darunter drei Spielausschlüsse, sprechen eine deutliche Sprache.
In der 45.
Und 48. Minute führte demnach ein Powerplay zu zwei Gegentoren, von denen man sich nicht mehr erholen konnte.
Schlussendlich sorgte dann das 7:3 in eigener Überzahl nach 54 Minuten für den endgültigen Knock-out der Rebels.
Leider etwas zu hoch ausgefallen ist somit das Ergebnis, da man sich insgesamt doch recht ordentlich präsentiert hatte.
Vor allem das letzte Drittel war dabei der Knackpunkt, indem man sich von der Schwenninger Spielweise aus dem Konzept hat bringen lassen.

Somit heißt es: Köpfe freikriegen!
In Schwenningen kann man schon mal gegen eine regionalligataugliche Mannschaft verlieren und man hat sich keinesfalls abschlachten lassen.
Weiter geht es dann am kommenden Freitag, den 22. März in der Eiswelt Stuttgart gegen des ESG Esslingen.
Dort gibt es noch einiges aus dem Hinspiel wiedergutzumachen!

Für Stuttgart am Schläger:
Niklas Syguda (Golaie) Patrick Thierfelder (Backup), Philipp Rusch, Lorenz Neuhauser, Marek Prokes, Fabian Schneider, Vinzent Capek, Masaru Komiyama, Colin Wolf, Gregor Michalik, Lukas Borchert, Jonathan Krause, Philip Schneider,Michael Bartmann, Leo Schätzle

Text: Niklas Syguda
Fotos: Gerd Schneider

Auf die 1b-Rebels wartet ein heißer Tanz


Die 1b-Rebellen treffen am Samstag, 16.03. um 19:00 Uhr in der Helios-DEL-Arena zu Schwenningen auf  den Vizemeister Fire-Wings Schwenningen.

Ein interessanter, aber zugleich äußerst anpruchsvoller Spieltag liegt vor den Stuttgartern, denn der  Schwenninger  ERC  ist der Überflieger der Liga und liegt hinter dem bereits feststehenden Meister aus Esslingen auf Platz 2.
Ein Kommunikationsproblem mit dem Verband vor Saisonbeginn verhinderte den glatten Durchmarsch in die Regionalliga Südwest, denn es wurde nur für eine Einfachrunde gemeldet, wohingegen der Rest eine 1,5fach Runde spielt und dadurch bereits vor dem Landesliga-Start  im Vorteil war.

Wieder an Bord: Masaru Komiyama

Das heisst -rein sportlich betrachtet- eine weitere Saison in der Landesliga, was Fluch und Segen zugleich bedeutet.
Fluch, weil man sich in der Landesliga leicht eine Spielweise angewöhnt, die in einer Regionalliga zum sofortigen Herztod führt (vgl. Aufsteiger Freiburg, jetzt Letzter in der Regionalliga) und Segen, weil man die Fanbase durch Siege wieder hinter sich vereinen konnte.
So wurde kräftig am Fanbaum geschüttelt und plötzlich hat man nicht nur zu Heimspielen eine beeindruckende Kulisse, die man selbst in einer Regionalliga nicht gehabt hat.

Im ersten Aufeinandertreffen in der Eiswelt zeigten die Cracks um Matthias Kloiber ihren Regionalliga-Status und gingen nach einem hart umkämpften Spiel mit einem 5:2 Sieg vom Eis.
Aber, der Spielverlauf zeigte auch das der Gegner durchaus Ecken und Kanten hat, wo es sich lohnt den Hebel anzusetzen.

Trotzallem, die Bauchenberg-Truppe ist und bleibt zu Hause eine Macht !
Selbst der frisch gebackene Landesliga-Meister Esslingen wurde dort in seine Einzelteile zerlegt und mit einem 12:2 Richtung Neckarinsel zurückgeschickt.

Die 1b-Rebellen wissen also was sie dort erwartet, aber letztlich sollte nicht der Gegner im Fokus liegen, sondern das eigene Spiel.
Es ist nicht wichtig, wer einem gegenüber steht, viel wichtiger ist derjenige, der links und rechts neben einem steht.
Das sind die kriegsentscheidenen Fixpunkte, die auch in den letzten 3 siegreichen Spielen zum Erfolg führten:
Der Teamspirit und das Vertrauen in die eigene Stärke.

So gesehen muss eigentlich nur dort weitergearbeitet werden, wo man gegen Mannheim in der 60. Minute aufgehört hat.
Es wird zwar alles andere als einfach, aber die 1b-Rebellen wollen für das Wunder kämpfen….

Auf zum Vizemeister nach Schwenningen !

Fire-Wings Schwenningen vs. 1b-Rebels
Samstag, 16.03.2019
Helios Arena Schwenningen
Bully 19:00 Uhr

Schiedsrichter:
Rütschle Jakob
Kai Veser

Comeback-Qualitäten: 1b-Rebels drehen Spiel

In einem spannenden und mitreißenden Match gehen die 1b-Rebels mit einem 6:2 (0:0/2:2/4:0) vom Eis und zeigen dabei ihre Saisonbestleistung mit allem was das Eishockeyherz begehrt:
Einsatz, Spielfreude, Kampf, Körperspiel, Geduld, Effizienz und vor allem eines: der unbändige Wille zum Sieg.
Das alles steckte in diesem 60-minütigem epischen Schlagabtausch.
Lässt man die Tabelle kurz außen vor, dann kann man hier von einem Landesliga-Spitzenspiel der Extraklasse auf hohem Niveau sprechen.
Phasenweise schwebte ein Hauch von Regionalliga durch die Eiswelt….

Von Beginn an ging es in die Vollen!
Auf das obligatorische Abtasten wurde verzichtet und die spielstarken Maddogs, die mit einigen Regionalliga-Spielern in der Eiswelt aufkreuzten standen fokussierten Stuttgartern gegenüber, die zu allem bereit waren.
Die Rebellen-Stellungen standen dabei zwar oft unter Druck, aber man ließ sich nicht beirren.
Im Gegenteil, sobald die Möglichkeit bestand nach vorne zu ziehen wurde diese genutzt.
So scheiterte u.a. Julien Frey bei einem Konter am Gästegoalie mit einem verdeckten Schuss und kurz danach hatte Stuttgarts umtriebiger Stürmer Lukas Borchert, die größte Chance auf den Führungstreffer. Aber auch die Kurpfälzer hatten ihre Möglichkeiten, im Stuttgarter Kastell stand aber Stuttgarts Godfather of Goalies Niklas Syguda, der sich wieder in überragender Topform zeigte und der im Verlauf immer mehr im Rampenlicht stehen sollte.
Die Kräfteverhältnisse zeigen sich auch in der Schussbilanz, die mit 13:16 in etwa ausgeglichen war, aber die Qualität der Chancen war bei den Waldau-Cracks erheblich besser.
Mit diesem letztlich gerechten, torlosen Remis ging es dann in die Kabinen.

Im Mittelabschnitt beißen die Maddogs dann gnadenlos zu.
Ausgerechnet in einer Stuttgarter Powerplay-Situation gelang die Führung durch Jandura, der sich über links durchsetzte, auf Syguda zufuhr und einnetzen konnte (0:1/22.Min.)
Die SAP-Cracks jetzt mit viel Power in ihren Aktionen. Stuttgart hingegen schien kurzzeitig irritiert.
Es war die stärkste Phase des Gegners und zeigt die große Qualität des Kaders der Kurpfälzer.
Als der Kanadier Smallchild in der 29. Minute in Überzahl gar das 0:2 gelang, schien das Spiel eine Wende zu nehmen.
In der letzten Saison wäre das noch der berühmte Nackenschlag gewesen, aber diese Saison antwortet die Stuttgarter Artillerie mit einer gewaltigen Gegenoffensive:
Knapp 3 Zeigerumdrehungen später der Anschlusstreffer durch Darius Sirch zum 1:2 (31. Min.) und nur 33 Sekunden später folgte sogar der Ausgleich: Lorenz Neuhauser der eigentlich selber mit der Rückhand hätte vollstrecken können sieht in der Mitte den besser stehenden Lukas Borchert und dieser vollstreckt lässig zum 2:2 (32.Min.): eine geniale Glocke mit toller Vorarbeit !
Hier zeigte sich die neue Charakteristik im Stuttgarter Spiel und der unbändige Wille das gegnerische Spiel mit allen Mitteln zu brechen.
Auch hier zeigt die Schussstatistik wohin das Spiel hätte laufen können, denn 6:17 spricht eindeutig für die Maddogs, aber der Wille versetzt bekanntlich Berge…
Das Spiel war also noch nicht entschieden und es sollte ein letztes Drittel folgen, was einem auch noch Tage danach das Adrenalin nach oben schnellen lässt.

Marek “the machine” Prokes

Jetzt wurde es richtig spannend, die knapp 40 Zuschauer auf den Rängen und ca. 15 vor dem Meckatzer-Bierstand wohnten einem Krimi bei, der einiges zu bieten hatte.
Interessant war, dass beide Geschwader zunächst nicht mit der Brechstange vorgingen um eine Entscheidung herbeizuführen und die Verteidigungsreihen ihre Stellungen nicht blindlings verliesen.
Als die #8 der Rebellen Lorenz Neuhauser in der 45. Minute mit einem  Schuss vom rechten Bullykreis die Scheibe ins Gästegehäuse hämmerte, war dies nicht nur die erstmalige Stuttgarter Führung (3:2) sondern gleichzeitig auch das Signal auf Frontalangriff überzugehen.
Mit schnellem Konterspiel ins Angriffsdrittel und Nachschüsse platzieren war die neue Devise.
So in etwa entstand auch der vielumjubelte Tor-Abschluss zum 4:2 (50.Min.) als sich der stark aufspielende Julien Frey über links aufs gegnerische Tor kämpfte und dann der geblockte Abpraller von Leo Schätzle nur noch ins halbleere Tor eingeschoben werden musste.
Die Erleichterung auf den Zuschauerrängen und auf dem Eis war förmlich zu greifen.
Aus einem 0:2 kurzerhand ein 4:2 herausgeschossen. Wahnsinn !
Aber es sollte noch besser kommen. Viiiiel besser !!
Mannheim öffnete jetzt seinen Abwehrverband, griff sofort den Puckführenden an und setzte die Rebellen damit unter Zugzwang und alles auf eine Karte.
Aber die 1b-Rebels haben keinen normalen Goalie, sondern einen Niklas Syguda, bei dem einem langsam die Superlative ausgehen!
Dann dezimierten sich die Maddogs und Stuttgart holte zum finalen Schlag aus in Form eines gewaltigen Blueliners. Knapp 2 Minuten vor Spielende fasste sich Marek “the machine” Prokes ein Herz und zündete an der Blauen eine Überschallrakete mit Ziel Maddogs-Basis (5:2/58.Min.), aber damit nicht genug.
Keine 60 Sekunden eine exakte Kopie des Gewaltschusses, wieder von der Blauen und wieder hies der Jäger Marek Prokes und die 1b-Rebels gingen mit 6:2 (59.Min.) in Front.
Danach war Schluss und alle fuhren zu dem Mann, der wiederholt die Kohlen aus dem Feuer holte: Niklas “Godfather of Goalies” Syguda !

Fazit:
Es war das beste Spiel einer Stuttgarter Landesliga-Mannschaft seit Jahren!
Da zu einem Topspiel aber immer 2 Mannschaften gehören, muss auch dem Gegner Respekt gezollt werden.
Die Maddogs präsentierten sich als kompakte, kampfstarke Einheit.
Sie hatten nur das Pech zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein…
Die 1b-Rebels bestätigten mit dieser Vorstellung den aktuellen Trend und sind in dieser Saison auch deshalb so schwer auszurechnen, weil es im Kader viele Jäger gibt, die jederzeit zuschlagen können.
Am kommenden Samstag fährt der Mannschaftsbus Richtung Neckarursprung zu den Fire-Wings Schwenningen, die zuhause ein Macht sind.
Ein typisches David/Goliath-Projekt, wobei sich David schon jetzt sehr darauf freut…

In der Kabine zeigte sich Coach Strieska von der Leistung seines Teams schwer beeindruckt und rang sichtlich nach Worten:
“Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin baff…Glückwunsch zum Hattrick!
Alle haben eine geile Leistung gebracht! Und jetzt wird gefeiert!!!”


Spielbericht:
0:1 21:43 Min. Jandura F. SH1
0:2 28:24 Min. Smallchild (Martinec/Metzner) PP1
1:2 30:43 Min. Sirch (Rusch/Frey)
2:2 31:16 Min. Borchert (Neuhauser/Schneider F.)
3:2 44:28 Min. Neuhauser (Schneider F./Borchert)
4:2 49:22 Min. Schätzle (Sirch/Frey)
5:2 57:53 Min. Prokes (Borchert/Sirch) PP2
6:2 58:50 Min. Prokes (Sirch) PP2

Die Wahnsinnigen im Stuttgart Trikot:
Niklas Syguda (Goalie), Patrick Thierfelder (Backup), Lorenz Neuhauser, Marek Prokes, Fabian Schneider, Colin Wolf, Ole Abendroth, Josip Strutz, Julien Frey, Lukas Borchert, Jonathan Krause, Michael Bartmann, Philipp Rusch, Darius Sirch, Leo Schätzle

Coach: Eric Strieska
Teammanager: Masaru Komiyama

Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart: 15+2
Mannheim: 13+2

Strafzeiten:
Stuttgart: 5×2 Min.
Mannheim: 6×2 Min.

Schußstatistik (erstellt von Masaru Komiyama):
1. Drittel 13:16
2. Drittel 6:17
3. Drittel 12:6

Text/Fotos/Video: Ralf Seidel