Autor: Ralf Seidel

1b-Rebels in Zweibrücken gefordert

Die 1b-Rebellen müssen in der Landesliga BW am Samstag 05.02. Richtung Südwestpfalz nach Zweibrücken und treffen hier um 11:30 Uhr auf die Hornissen Reserve, die aktuell die rote Laterne des Tabellenletzten in ihrer Kabine hängen hat.
Die einen wollen unten raus – die anderen oben Anschluß halten, so lässt sich das Szenario vor dem nächsten Spiel skizzieren.

11 Spiele – ein Sieg -10 Niederlagen, die Tabelle lügt nicht, aber mit einem Spiel weniger wäre ein “Laternenwechsel” im Bereich des Möglichen.
Grundsätzlich haben sich aber die Cracks um Trainer Tomas Vodicka die Saison 2021/22 sicherlich anders vorgestellt.
“Nach dem Ankommen will der EHC Zweibrücken 1b jetzt nach oben klettern”, so eine Schlagzeile aus der Presse vor Saisonbeginn.
Es läuft nicht rund, was eigentlich als Außenstehender verwundert, denn im Hinspiel Anfang November 2021 gelang den Rebellen ein hart erkämpfter 5:3 Heimsieg, der erst kurz vor Ende in trockene Tücher gebracht werden konnte.

Wer also meint die Rosenstädter aufgrund des Tabellenstands en Passant zu schlagen und die 3 Punkte als sicher markiert, hat eindeutig die falsche Einstellung.

Und das ist nicht der übliche mahnende, erhobene Zeigefinger!

Allein schon der lange Anfahrtsweg und der frühe Spielbeginn um 11:30 Uhr schafft eine ganz andere Situation auf dem Eis.
Und eines sollte dabei auch nicht vergessen werden, die Stuttgarter Landesliga-Truppe ist bisher aus Zweibrücken immer mit Niederlagen in die Landeshauptstadt zurückgekehrt!

Wir stellen uns daher auf ein schweres Spiel ein, denn auch kadermäßig sind leider Lücken zu beklagen, vor allem werden diesmal der eine oder andere Leistungsträger die Reise krankheitsbedingt nicht antreten können, so dass das Rebellen-Platoon den Gastgebern zahlenmäßig deutlich unterlegen sein wird, denn Zweibrücken tritt zuhause fast schon traditionell mit vollem Geschwader an die rote Linie.

Auch wenn die letzten Rebellen-Spiele gegen Mannheim (Heimsp.) und Hügelsheim (Ausw.) gewonnen werden konnten und man daher eigentlich mit breiter Brust am Samstag früh um 7:30 Uhr die Ausrüstung in die Autos packen kann, gilt es für die Rebellen von Anfang an hellwach und mit voller Konzentration an den Start zu gehen.

Aber, egal wie es kommt:
wir freuen uns auf die kanadische 26×60 m große Eisfläche in der PETER CUNNINGHAM MEMORIAL ARENA und werden die Stuttgarter Fahne in der Südwestpfalz hochhalten.

Auf nach Zweibrücken !!!

 

1b-Rebels kämpfen Rhinos nieder

 

In einem spannenden und gegen Ende hin dramatischen Spiel holen sich die 1b-Rebellen die volle Ausbeute und kehren mit einem hart erkämpften 6:7 (2:4/2:1/2:2) aus dem Badischen zurück.
Eigentlich schien es zunächst eine eindeutige Angelegenheit zu werden.
Eigentlich….denn allen Unkenrufen zum Trotz brachte Coach Eric Strieska 16+1 Cracks an den Start und daher war man auch guter Dinge, ohne aber den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dieser ging zwar schnell in Führung, aber nach einer kurzen Findungsphase brannte man ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab:
innerhalb von etwas mehr als 6 Minuten gelangen 4 Volltreffer und die Waldau-Boys hatten die Partie im Griff.
1:4 und gerade mal 10 Minuten gespielt !
Es folgten weitere Spitzen-Spielzüge und im Prinzip sehenswerte Aktionen, kurzum:
Es lief bestens, bis auf die Tatsache dass man jetzt immer mehr versuchte den Gegner zu düpieren und oftmals verhedderte man sich dabei in Einzelaktionen.
Aber die Gastgeber, die langsam immer besser ins Spiel fanden, zeigten Comeback-Qualitäten und kamen in der 17. Minute zum überraschenden 2:4.

In der Drittelpause zeigte sich Coach Stieska zwar nicht unzufrieden, aber monierte die aufkommende Lässigkeit:
” Wir können gerne anfangen zu zaubern, aber nicht nach einer 4:1 Führung nach 10 Minuten im ersten Drittel, Leute das geht so nicht, wenn wir so weitermachen und die Abwehr weiter so vernachlässigen werden wir schnell Probleme bekommen. Es fallen dann 2-3 dumme Tore und schon haben wir den Gegner da, wo wir ihn nicht haben wollen.”

Im zweiten Abschnitt setzte man den Gastgebern zunächst weiter zu, hatte wieder besseren Zugriff, und kam dann in der 23. Minute folgerichtig durch Jonas Kleinebenne aus dem Gewühl vor dem Hügelsheimer Kasten zum verdienten 2:5.
Das Stuttgarter Schiff war wieder auf Kurs, wenngleich die Leichtigkeit des ersten Abschnitts dem Kampf Platz machte, denn die Nashörner verteidigten geschickt und so lief man ständig an, aber man fand letztlich nicht mehr so leicht die Lücken wie im ersten Drittel und hatte auch Mühe geordnet nach vorne zu arbeiten.

Selbst eine Vielzahl an Powerplay-Situationen konnte die Fernsehturm-Truppe nicht gewinnbringend umsetzen, im Gegenteil: ein böser Abwehrpatzer verhalf den Rhinos zum überraschenden 3:5-Shorthander und kurz vor Drittelende sogar noch das 4:5, und der Spielverlauf drohte ohne Not zu kippen.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Stuttgarts Goalie Dominik Keller plagte sich seit Mitte des Spiels immer mehr mit einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung (Adduktoren), die ihm derart zusetzte, dass er nur noch unter Schmerzen die Scheiben wegschieben konnte, was natürlich den Gastgebern auch aufgefallen ist, und diese versuchten das zu nutzen, indem aus allen Lagen gefeuert wurde, aber die letzte Bastion hielt den Laden weiterhin dicht…

Die Drittelansage des Stuttgarter Übungsleiters soll hier nur in einem Satz komprimiert wiedergegeben werden:” Männer, mich kotzt das heute richtig an, wenn wir dieses Spiel verlieren nehme ich das persönlich !”

Trotz Anraten der Sanitäter das Spiel abzubrechen, um die Verletzung zu behandeln, blieb Dominik Keller weiter im Tor, und half so das Spiel zu Ende zu bringen.
Ein Spiel, das von nun an einem wahren Krimi glich und die Nerven aller aufs Äußerste strapazierte….

Stuttgart legte jetzt noch ein Brikett nach, rackerte, kämpfte und in der 47. Minute gelang Cedric Scheibach endlich das nervenschonende 4:6 durch den alten Bauerntrick, aber gleich nach dem Bully überrumpelten die Rhinos die Rebellenabwehr, zogen vor Dominik Keller und drückten das Hartgummi im Nachschuss hinter die Linie.
Dann 3 Minuten später der Supergau, als man wieder in Überzahl war und dem besten Hügelsheimer Jan Snajdr die Scheibe überlies und der in einer starken Einzelaktion zum nie und nimmer erwarteten 6:6 einnetzen konnte.
Wahnsinn !
Stuttgarts Teammanager Gerd Schneider tigerte hin und her. Wild gestikulierend hielt es ihn nicht mehr an der Bande…reine Nervensache…
Selbst als Cedric Scheibach aus dem Slot halb fallend die 6:7-Führung gelang, wirkte sich das nur bedingt blutdrucksenkend aus, denn es waren noch 8 Minuten zu spielen und Goalie Keller war dermaßen angeschlagen, dass er oft gar nicht mehr aufstehen konnte.
Die Erlösung brachte dann die Schlußsirene, und alle stürmten zu ihrem Goalie: er hat heute seinem Team zum Sieg verholfen…

Fazit:
Jungs, das dürft ihr mit den alten Männern im Background-Team nicht oft machen.
Das Spiel hat uns mit Sicherheit wertvolle Lebenszeit gekostet…. 😉
Aber, unfassbar wie dieses Spiel so enden kann, und bei allem Respekt vor der Hügelsheimer Leistung, die Aufgabe hätte man mit Sicherheit in ruhigere Bahnen lenken können, ja eigentlich müssen.
Glückwunsch an die Mannschaft, wir sind tabellenmäßig immer noch bei der Musik !!!
Das nächste Spiel ist am Samstag 05.02.2022 um 11:30 Uhr in Zweibrücken.

Für Stuttgart spielten:
Dominik Keller (Goalie), Daniel Keller, Timo Dombrowski, Artur Glanz, Marek Prokes, Neil Witthoeft, Gregor Michalik, Armin Wörz, Jonas Kleinebenne, Hendrik Pohlmann, Philipp Page, Flynn Schäuffele, Fabian Schneider, Cedric Scheibach, Slava Kroter, Leo Schätzle, Masaru Komiyama

1b-Rebels gastieren bei den Baden Rhinos

Am Sonntag 23.01. um 19:30 Uhr greifen die 1b-Rebellen mit einem Auswärtsspiel wieder ins Landesliga Geschehen ein.
Die Reise geht ins badische Hügelsheim. Dort trifft man im Baden Airpark auf die Rhinos Reserve, die sich aktuell auf  dem 7.Tabellenplatz
befindet .

Die Gastgeber haben gerade einen Lauf, die letzten beiden Spiel wurden gewonnen und die Blickrichtung geht damit tabellenmäßig nach oben.
Ende Oktober letzten Jahres konnten die Airpark-Cracks in der Eiswelt zwar noch mit einem klaren 8:1 Heimsieg auf Distanz gehalten werden, aber mittlerweile scheint man sich akklimatisiert zu haben und gerade zuhause sind die Nashörner unberechenbar, was man auch schon in der Vorbereitung gesehen hat, als man mit einer knappen 2:3-Niederlage in die Landeshauptstadt zurückkehrte.

Bei den Rebellen, die im Grunde wieder nicht in Bestformation antreten werden, wird es darum gehen in den Rhythmus zu kommen und sich den flow zu erarbeiten, denn das letzte Spiel war vor über 4 Wochen, mit nur ein Trainings dazwischen und da auch nicht vollzählig, so dass man fast schon von einem Kaltstart sprechen kann.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet wird von einem unberechenbaren Spielverlauf ausgegangen.
Aber, wir werden trotzdem alles versuchen, denn mit einem Sieg könnte man sich am alten Rivalen Esslingen auf Platz 4 vorbeischieben.

Das allein sollte Ansporn genug sein um am Victoria Boulevard 101 sein Bestes zu geben.
Also, auf gehts, greifen wir an !

Baden Airpark, Rheinmünster
Sonntag, 23.01.2022
Bully: 19:30 Uhr

Schiedsrichter:
Matthias Beck, Andreas Oppermann

1b-Rebels lassen Maddogs keine Chance

7:1 für die 1b-Rebellen hieß es gegen die Maddogs Reserve bereits nach zwanzig Minuten.
Am Ende feierten die Hausherren vor 52 Zuschauern einen ungefährdeten 12:1 (7:1/2:0/3:0)-Erfolg.

Die Gastgeber nahmen nach einer kurzen Phase der Feinjustierung zu Beginn das Heft in die Hand und produzierten teils schön herausgespielte Tore am Fließband.
Den Gästen (12+2) merkte man das Fehlen wichtiger Spieler deutlich an, denn zeitgleich spielte auch deren Regionalliga-Mannschaft, so dass dort der Einsatz offenbar Priorität hatte.
Aber auch den Stuttgartern (14+2) fehlten wieder einige tragende Säulen, so dass man den Gästen nicht die erhoffte Feuerkraft entgegenstellen konnte.

Es zeichnete sich aber schon früh ab, dass die Abendroth-Truppe den Ton in dieser Partie angeben.
Der Druck aufs gegnerische Defensiv-Drittel wurde von Minute zu Minute stärker und in der 7. Minute eröffnete der heute wieder starke Robin “the machine” Morgenthaler den Torreigen als er den Mannheimer Goalie verlud und den schwarzen Fladen mit der Rückhand einschieben konnte (1:0).
Danach ging es im fast zweiminütigem Rhythmus weiter, so als wird ein aufgeblasener Luftballon losgelassen, und in etwa so kann man sich die nachfolgenden Tore auch bildlich vorstellen.

Stuttgart filetierte die Mannheimer Deckung nach Belieben:
8. Min. David Haffner mit backhand-Nachschuss nach Stocher-Orgie vor dem Mannheimer Tor (2:0)
9. Min. Moritz Donner ca. 2 Meter vor dem Tor auf Zuckerpass von Carlo Sala de Llobet aus der rechten Mannheimer Ecke (3:0)
10. Min. Robin Morgenthaler auf Zuspiel von Leo Schätzle von hinter dem Tor (4:0)

Was war hier los?
Einige Zuschauer hatten bereits Gelenkschmerzen vom Dauerklatschen, aber sichtlich ihren Spaß an der einseitigen Darbietung und feierten die Tor-Orgie auf dem Eis mit lauten Anfeuerungsrufen.
Und es ging weiter in eine Richtung…

12. Min. Neuzugang Artur Glanz nach einem Solo von der blauen Linie von linker Position und druckvollem Abschluss (5:0)
Mannheim bis dato unter massivem Dauerfeuer, die Rebellen drückten die Gäste regelrecht hinten rein und zwangen den Gegner in eine ständige Abwehrschlacht aus der es kein Entrinnen gab.
Powerplay trotz personellem Gleichstand!
14.Minute jetzt “echtes” Powerplay Stuttgart, und Marek Prokes mit einem platziertem Abschluss vom rechten Slot (6:0).
15.Minute ein genialer ca. 20 Meter Pass von Leo Schätzle von der linken Bande an den rechten Bullypunkt, dann eine One-Timer-Rakete von Robin Morgenthalers “durchgeflextem” Stick, und das Tor hob sich kurz aus seiner Verankerung….(7:0)

Eine beinahe atemberaubende Chancenverwertung, wie selten in dieser Saison und eine deutliche 7:0 Führung nach bereits 15 Minuten, das war eine echte Premiere!

Aber, kaum war der Jubel vorbei, zeigten die Maddogs Flagge und kamen durch #13 Jan Pliefke mit einem satten Schuss zum 7:1 (16. Min.).
Eigentlich aus dem Nichts heraus, denn die Rebellen-Defensiv-Eisfläche sah von außen aus wie neu, fast unbenutzt, und Goalie Maurice Keller im Prinzip ohne Beschäftigung.

So hatte Coach Ole Abendroth wenig auszusetzen, die Maddogs wurden klar dominiert und lediglich gegen Ende trat wieder der alte Schlendrian ein, als einige Waldau-Boys ob der deutlichen Führung wieder in den normalen “Verwaltungsbetrieb” umgeschaltet haben.

Im zweiten Abschnitt sind die Rauchwolken über der Mannheimer Defensivzone dann komplett abgezogen.
Die Gäste aus der Kurpfalz traten jetzt offensiv mehr in Erscheinung, ohne aber die Stuttgarter Stellungen groß in Gefahr zu bringen.
In der 24. Minute dann das 8:1 durch die RL-Rebellen-Ausleihe Janis Groß, der einen Rebound erfolgreich im Mannheimer Gehäuse unterbringen konnte.
Man hatte irgendwie den Eindruck der Torhunger ist gestillt, die ganz große Dominanz war weg, und es schlichen sich immer wieder kleinere Fehler ins Stuttgarter Spiel, die aber ohne Folgen blieben.
In der 31. Minute dann vielleicht das genialste Tor des Abend.
Stuttgart in Unterzahl. Janis Groß gewinnt das Bully in der eigenen Zone , übernimmt sofort das Hartgummi und zieht an allen Maddogs vorbei bis vors gegnerische Gehäuse und brettert das Spielgerät exakt in den rechten Winkel (9:1).
Wow! What a goal, impressive shot!

Danach fuhr der Spielniveau-Aufzug wieder eine Etage tiefer.
Die haushohe Rebellenführung wurde “beamtenmäßig” gehalten, und auch auf den Zuschauerrängen wurde es ruhiger, denn von dem “Tor”nado des ersten Abschnitts blieb nicht viel übrig…
Erwähnenswert wäre noch ein Penalty kurz vor dem Drittel-Ende, als man einen Mannheimer Spieler regelwidrig am Durchmarsch hinderte, aber auch hier sollte nichts anbrennen.
Stuttgarts Keeper Maurice Keller hatte keine große Mühe die Situation zu entschärfen.

Im letzten Abschnitt wurde in der Kabine dann die Motivations-Parole “letztes Drittel des Jahres” ausgegeben, um die Einsatz- und Spielfreude wieder auf gehobenes Maß zu bringen.
Und es wurde auch ein stückweit besser, wenngleich die Gäste jetzt besser ins Spiel kamen und nochmal versuchten das Ergebnis etwas “aufzuhübschen”, was ihnen aber nicht mehr gelingen sollte, denn in der 43. Minute setzte es den für den Getränke-Haushalt einer jeden Stuttgarter Mannschaft so wichtigen 10.ten Treffer durch Cedric Scheibach, der einfach mal im hohen Slot abdrückte und die Scheibe im Maddogs-Napf unterbringen konnte (10:1)
Und ca. 4 Minuten später belohnte sich David Haffner für seinen tollen Einsatz mit dem Tor zum 11:1 (47. Min.) als er gleich 2 Maddogs-Defender kurzerhand umkurvte und dann das Spielgerät trocken am Hüter vorbei einnetzte.

Den Schlusspunkt in dieser einseitigen Partie setzte der pfeilschnelle Stuttgarter Forward Moritz Donner, der dem aus dem Rebellendrittel in Richtung gegnerischen Zone rutschenden herrenlosen Puck aus dritter Position startend hinterher sprintete, zwei Mannheimer vor ihm kurzerhand überholte und dann halb knieend versuchte einzuschießen, und anschließend den Abpraller clever zum 12:1 einnetzte (56.Min.)

Fazit:
Ein mehr als verdienter Jahresabschluss gegen einen Gegner, der nicht in kompletter Stärke bzw. aufgestocktem Kader angetreten ist und trotzdem seine Visitenkarte in der Eiswelt abgegeben hat, daher gehen zunächst sportliche Grüße Richtung Kurpfalz.
Die 1b-Rebellen haben stark begonnen, langsam nachgelassen, um dann gegen Ende wieder langsam den Hebel umzulegen.
Oder, wie bereits schonmal ausgeführt: das Stuttgarter Pferd springt nur so hoch wie es muss…
Aber, nach einem solchen Kantersieg ist das Kritik auf hohem Niveau und angesichts der zahlreichen und teilweise spitzenmäßig herausgeschossenen Tore kann man der Mannschaft eigentlich nur gratulieren.
Wer die Szenen nach dem Spiel gesehen hat, als die Fans das Team frenetisch von der Tribüne und dem Meckatzer-Stand aus feierten, kann nur eines feststellen:
Das Landesliga-Team hat sich bisher hervorragend geschlagen und mehr noch: es macht Spaß zu den Spielen zu kommen!

Wir wünschen unseren Sponsoren, Helfern, Fans und Freunden rund um die Landesliga-Mannschaft ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bleibt gesund !

Das erste Spiel in 2022 ist ein Auswärtsspiel in Schwenningen (Sa. 08.01.2022 um 19 Uhr, das nächste Heimspiel in der Eiswelt findet am Freitag 28.01.2022 um 20 Uhr statt. Gegner sind die Black Eagles aus Reutlingen.

Für Stuttgart am Schläger:
Maurice Keller (Goalie), Dominik Keller (Backup), Janis Groß, Leo Schätzle, Robin Morgenthaler, Armin Wörz, Carlo Sala De Llobet, Cedric Scheibach, Moritz Donner, Flynn Schäuffele, David Haffner, Marek Prokes, Artur Glanz, Masaru Komiyama, Jonas Kleinebenne, Daniel Keller

Ein Sieg muss her

Kurz vor dem Weihnachtsfest müssen sich die 1b-Rebels in der Eishockey-Landesliga noch einmal konzentrieren und um Punkte kämpfen.
Am kommenden Samstagabend 18.12. erwarten die Hauptstädter die Maddogs 1b aus Mannheim (Spielbeginn: 20:00 Uhr) zum letzten Spiel des Jahres.

Geschenke wird es in jedem Fall keine geben, denn die gab es bereits im letzten Spiel in Balingen reichlich, als man sich desolat präsentierte und eine deutliche Klatsche einfuhr.
Das dieser Umstand direkte Auswirkungen auf die Trainingsinhalte hat braucht man wahrscheinlich nicht zu erwähnen, oder anders ausgedrückt: auf der Suche nach dem Gaspedal bekamen die Waldau-Cracks die volle Unterstützung von Coach Strieska…

Das wird gegen die Maddogs auch nötig sein, denn diese Truppe hat Potential, und liegt nicht umsonst hinter den Topteams der Landesliga in Lauerstellung.
Insbesondere der Topscorer mit der #34 Tobias Späth, aber auch #18 Ronin Saam und andere wissen wie das Spiel funktioniert.
Einige der jungen Spieler laufen auch ständig im Regionalliga-Team der Maddogs auf,  was ein Fingerzeig auf deren Qualität ist.

Deutlich wurde dies auch im Spiel gegen Esslingen, das man zwar letztlich turmhoch verlor, aber lange stark dagegenhalten konnte, bis die Penalty-Box zum beliebten Treffpunkt wurde, und der Gegner davonzog.

Im Prinzip gilt das auch für die 1b-Rebels, die gerne mal einen Boxenstopp einlegen und dann letztlich den Faden verlieren.
Darauf muss unbedingt geachtet werden, denn mit den “verrückten Hunden” kommt ein Gegner, der auf Augenhöhe erwartet wird.
Wer allerdings meint mit den Maddogs Gassi-gehen zu können macht hier bereits den ersten Fehler.

Auch wenn das letzte Spiel der Mannheimer fast 4 Wochen her ist, und der Spielrhythmus darunter leidet, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Kampfspiel.
Wir müssen wieder schnell zu unseren 100 Prozent kommen, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen….

Samstag, 18.12.2021
Eiswelt Stuttgart
Bully 20:00 Uhr

Schiedsrichter:
Björn Seitz, Tim Heffner

Maddogs Mannheim 1b – ESC Hügelsheim 1b 6:2
1.CfR Pforzheim 1b – Maddogs Mannheim 1b 4:5
Schwenninger ERC – Maddogs Mannheim 1b 16:0
Maddogs Mannheim 1b – EC Balingen 3:15
ESG Esslingen – Maddogs Mannheim 1b 14:1
EC Eppelheim 1b – Maddogs Mannheim 1b 3:4 n.P.

BITTE UM BEACHTUNG DER CORONA-REGELN:

 

Keine Tore für die 1b-Rebels

Die 1b-Rebellen konnten ihre ansprechenden Leistungen aus den Derbysieg nicht in das nächste Spiel übertragen.
So setzte es gegen den Mitfavoriten Eisbären Balingen vor knapp 30 Zuschauern eine völlig unnötige und deshalb umso schmerzlichere 0:6 (0:1/0:3/0:2)-Pleite.

Nach dem mitreißenden Match vom letzten Samstag, konnte man erwarten, dass die Waldau-Truppe eine Woche später mit gestärktem Selbstbewusstsein in diese Partie gehen würden.
Das war aber höchstens -wenn überhaupt- im letzten Drittel so, wo es so aussah, als könnte man zumindest das klare Ergebnis etwas aufpolieren. Von der Einsatzfreude der damaligen Begegnung war aber in Balingen nicht viel zu spüren – es fehlte an Tempo, Körperspiel, überraschenden Elementen, Präzision und vor allem in der Offensive an effektiver Durchschlagskraft.

So kamen die Gastgeber besser ins Spiel und zu einigen gefährlichen Situationen vor Goalie Dominik Keller, aber auch die Strieska Cracks ließen sich des Öfteren im Angriffsdrittel blicken, ohne aber gefährlich zu sein.
Selbst in Überzahl gelang nicht ein einziger vernünftiger Abschluss, und ab da war klar, dass es heute irgendwie “ungewohnt anders” ablaufen wird.
Wie Powerplay aussieht zeigten dann die Polartiere mit dem verdienten 0:1 in der 9. Minute.
Insgesamt betrachtet war es aber trotzdem eine zähe Partie mit viel Kampf und Krampf, in der sich die Fernsehturm-Truppe den Schneid abkaufen ließ.
Während die einen körperliche Präsenz bis an den Rand des Erlaubten zeigten, versuchten die Rebels über Technik zu operieren, und wurden regelrecht überrumpelt.
Knapp eine Minute vor Ende des Drittels gelang Slava Kroter dann ein Alleingang und konnte nur noch mit eingehaktem Abwehrschläger am Abschluss gehindert werden, so dass es einen Penalty gab, der es aber nicht auf die Anzeigentafel schaffte.

Slava beim Penalty

“Wir müssen jetzt aufwachen und Eier zeigen, so können wir nicht weiterspielen. Wir müssen das Spiel beruhigen und unter Kontrolle bekommen, und spielt verdammt nochmal Körper, aber fair und ohne Provokation, nicht so wie die, lasst euch nicht auf das Niveau herab. Und Leute, ich will Schüsse sehen, aus allen Lagen. Es ist noch nicht vorbei, wir liegen gerade mal mit einem Tor hinten, aber wir müssen den Hebel umlegen und zwar jetzt sofort, nicht erst wenn uns die Zeit davonläuft”, so Eric Strieska in der Drittelpause.

Aber es sollte nicht sein, denn kaum hatte das Drittel begonnen, legten die Eisbären das 0:2 auf (22.Min) und damit war die Taktik Makulatur, denn in der 25. Minute kam sogleich der nächste Nackenschlag zum 0:3.
Im Prinzip waren es aber geschenkte Treffer, denn beide hätten mit nur etwas mehr Aufmerksamkeit und Entschlossenheit verhindert werden können, aber heute fehlte es an vielem was bisher das Rebellenspiel ausgemacht hat.

Zu allem Überfluss kamen dann auch noch die Penaltybox ins Spiel, wobei man sich hier aber auch an die eigene Nase fassen muss, auch wenn die Schiedsrichter alles andere als souverän waren.
In der 37. Minute dann eine glatte Fehlentscheidung als Stuttgarts Hüter Keller die Scheibe unter dem Handschuh hatte und dann ein Balinger Schläger nachgestochert hat und über die Linie drückte (0:4), aber es passte irgendwie zum heutigen Spiel insgesamt.

“Leute, alles was wir uns vor diesem Drittel vorgenommen haben, wurde nicht ansatzweise umgesetzt, deshalb liegen wir jetzt 4 Tore hinten.
Wie kann es sein dass die 4x nachschießen dürfen und dann noch an der Scheibe reinstochern. Wir lassen unseren Goalie total im Stich, das geht überhaupt gar nicht, niemals.
Wir beschäftigen uns auch wieder mit Dingen…Leute, so geht das nicht…wir konzentrieren uns auf uns, ja, auch wenn die Schiris vieles nicht ahnden und die anderen damit durchkommen, aber ich habe noch nie erlebt dass Entscheidungen zurückgenommen werden.
Also, geht raus und gebt nochmal alles, damit wir hier mit erhobenem Haupt rausgehen können”, so der genervte Rebellen-Trainer.

Im letzten Drittel beruhigte sich die Szenerie auf dem Eis wieder etwas, denn kurz vor der Ende des letzten Abschnitts ging es hoch her und den Schiris wäre das Spiel beinahe aus den Händen geglitten.
Es wurde jetzt vermehrt wieder Eishockey gespielt, wobei das Niveau immer noch sehr bescheiden blieb, was aber auch daran lag dass beide Strafbänke regen Zulauf hatten, denn die Spielleitung pfiff jetzt alles, wirklich alles und dünnte damit die Eisfläche immer mehr aus.
Die Gastgeber vielleicht einen Tick zielstrebiger, und vor allem effektiver, denn mit einem Doppelschlag innerhalb von 21 Sekunden kurz vor Ende der Partie wurde der 0:6 Endstand besiegelt.

Fazit:
Nimmt man die bisherigen Spiele und die Entwicklung als Grundlage, dann wäre in Balingen mehr möglich gewesen, so aber präsentierte man sich unverständlicherweise komplett neben der Spur.
Es bleibt das Mysterium einer Mannschaftssportart, dass man mit fast demselben Personal einmal eine Topleistung und dann eine Woche später genau das Gegenteil abliefert.
Wer hier eine plausible Erklärung liefern kann, möge sich bitte auf der Geschäftsstelle des Stuttgarter EC melden, wir sind neugierig.
Aber Spaß beiseite, irgendwann musste man damit rechnen, denn der mit einigen Nachwuchsspielern bestückte Stuttgarter Kader ist bei allem bisherigen Erfolg immer noch in einer Art Lernphase und einige Spieler haben noch “Welpenschutz”.
Von dieser Warte aus betrachtet kann man das Spiel abhaken, ohne aber die Lehren daraus zu ziehen, denn am Samstag, den 18.12. um 20 Uhr kommt mit den Maddogs Mannheim eine ähnlich strukturierte Mannschaft zum letzten Spiel in 2021 in die Eiswelt.
Bis dahin sollte man den Turbo-Schalter wieder gefunden haben….

Und fast vergessen: Glückwunsch nach Balingen, und am Freitag 4.3.2022 sieht man sich in Stuttgart wieder.

Für Stuttgart am Schläger:
Dominik Keller (Goalie), Maurice Keller (Backup), David Haffner, Masaru Komiyama, Jonas Kleinebenne, Philip Page, Neel Groß, Cedric Scheibach, Fabian Schneider, Hendrik Pohlmann, Carlo Sala de Llobet, Gregor Michalik, Slava Kroter, Alex Hotz, Robin Morgenthaler, Armin Wörz, Janik Mertens

 

Gelingt den 1b-Rebels der nächste Coup?

Das nächste Spiel steht am kommenden Samstag um 19:45 Uhr in der Balinger Eishalle auf dem Plan, dort trifft das Team von Trainer Eric Strieska auf die hochgehandelten Eisbären aus Balingen.
Es kommt zu einem richtungsweisenden Spiel gegen eine Mannschaft, die vor der Saison niemand so recht auf dem Zettel hatte.

“Schwenningen, Reutlingen, Esslingen….und dann…Balingen!”, so in etwa die Prognosen in der Vorbereitung vor den jeweiligen Eishallen als man mit einigen Verantwortlichen anderer Clubs ins Gespräch kam und über die neue Saison und die Favoritenrollen diskutierte.
Das diese Vorhersagen mehr als berechtigt waren zeigten dann schließlich auch die ersten Ergebnisse.
Wobei insbesondere der Schlagabtausch zu Saisonbeginn Balingen gegen Schwenningen beeindruckte, denn wer gegen den Topfavorit Schwenningen dagegenhalten kann, hat große Qualität im Kader.
Aber auch die Kantersiege auswärts zeigten eines deutlich:
Die Mannen um den 43jährigen Spieltrainer Popek spielen 2021/22 wieder eine eisbärenstarke Saison und sind zurecht dem engeren Favoritenkreis zugeordnet.

EC Eppelheim 1b – EC Balingen 0:14
EC Balingen – TSG Reutlingen 3:5
EKU Mannheim 1b – EC Balingen 3:15
EC Balingen – Schwenninger ERC 2:4

Mit dem 22jährigen Waldemar Wehrle aus dem Schwenninger Nachwuchs haben die Polartiere einen absoluten Topscorer in ihren Reihen, der es in 4 Spielen auf 9 Tore und 4 Assists brachte und so die Eyach-Städter nach vorne geschossen hat.
Das ist höherklassigen Clubs natürlich nicht verborgen geblieben und so angelten sich die Bisons aus Pforzheim die russisch-stämmige Rakete mit deutschem Pass zur Dezember-Wechselfrist.

Aber, die kommenden Gastgebern darf man nicht auf einzelne Spieler reduzieren, denn der erfahrene Kader insgesamt hat weitere Patronen im Lauf wie zum Beispiel der allseits bekannte #8 Florian Zeiselmeier, der ebenfalls kräftig am scoren ist (8T./2A.).

Die größten Trümpfe sind aber die Kontinuität des Kaders über lange Zeit auf der einen Seite und auf der anderen Seite der Spielertrainer Rafael Popek, der seit Jahren erfolgreiche Arbeit abliefert, noch selber auf dem Eis steht und damit direkt das Spiel seiner Mannschaft anleiten kann.

Bei den 1b-Rebels ist das mit der Kontinuität so eine Sache, denn durch Verletzungen, Krankheit oder Beruf wurde der Kader jedes mal durcheinandergewirbelt.
Umso erstaunlicher ist die Tatsache dass es trotzdem zu einem Rekordlauf mit 4 Siegen in Serie gekommen ist, was einen Rebellen-Landesliga-Rekord der letzten Jahre darstellt und letztlich für die durchweg gute Qualität des Kaders spricht, was sich auch in der Spielstärke der einzelnen Blöcke widerspiegelt, die leistungsmäßig nicht weit auseinander liegen.

Nach dem überraschenden Sieg im letzten Spiel gegen Esslingen geht man die nächste schwere Aufgabe mit viel Rückenwind, aber auch mit größtem Respekt an.
Denn ein starker Gegner, der zudem noch von zahlreichen Fans frenetisch nach vorne gepeitscht wird, lässt die Balinger Eishalle oft zum Hexenkessel werden, und sind für die jeweiligen Gäste eine große Challenge, der wir uns aber gerne stellen.
Wir lieben die Herausforderung: STUTTGART KOMMT !

Sa, 04.12.2021
Kunsteisbahn Balingen
Bully 19:45 Uhr

Spielleitung:
Philip Rießle, Martin Volkmer

Kampf angenommen und Platz drei erobert

Dass die 1b-Rebellen ausgerechnet dem Favoriten ein Bein stellen würden, hätten sicherlich nur die Wenigsten geglaubt.
Doppeltorschütze Robin Morgenthaler stellte vor 61 Zuschauern letztlich die Weichen für den überragenden 4:3 (0:1/2:1/2:1)-Derby-Erfolg gegen den Favoriten von der Neckarinsel.
Nach einem rassigen, kampfbetonten und emotionalem Schlagabtausch hatte es jedoch vor dem Spiel gar nicht ausgesehen, denn den 1b-Rebellen fehlten mit den Defensivspezialisten Marek Prokes und Allrounder Louis Cieplik, Routinier Leo Schätzle, den pfeilschnellen Stürmern Flynn Schäuffele und Moritz Donner, sowie dem kongenialen Offensiv-Partner Bryan Allen, gleich 6 wichtige Stützen krankheitsbedingt, so dass man den Gästen nur das letzte Aufgebot entgegenstellen konnte.
Aber es spricht für die Moral des Rebellen-Rudels und so entstand eine bis zum Schluss denkwürdige, hochdramatische Begegnung, die es nur in einem Neckar-Derby geben kann….

Die Fernsehturm-Truppe begann gut, konnten sich einige Male gut durchkombinieren und hatten auch Tempo in ihren Aktionen, aber die Gäste zeigten im ersten Drittel die reifere, körperlich robustere Spielanlage, ließen jedoch die gewohnte Durchschlagskraft vermissen.
Zu oft verhedderten sich die Esslinger im Stuttgarter Abwehrgestrüpp, was wiederum für die hervorragende Rebellen-Defensivaufteilung spricht, die das gewohnte schnelle Esslinger Passspiel erst gar nicht entstehen ließ.
Als selbst 2 Powerplay-Situationen nicht zur Esslinger Führung führten, waren dies die ersten Anzeichen dass heute irgendwas in der Luft liegt.
In der 16. Minute gelang dem Esslinger Steffen Fink trotzdem ein klassisches Esslinger Kombinationstor zur 1:0 Führung.
Sicherlich nicht unverdient, denn einige Male blitzte die individuelle Qualität hervor, was aber oft in Einzelaktionen endete, aber nicht bei diesem Treffer, der blitzsauber herausgespielt wurde.

So konnte auch Stuttgarts Trainer Eric Strieska aufgrund des doch überraschend guten Verlaufs in der Drittelpause nichts Großes bemängeln:
“Leute, 1. Drittel, 0:1 gegen Esslingen, das ist ein gutes Ergebnis, es sieht gut aus, und das obwohl uns viele wichtige Spieler fehlen! Haltet euch das vor Augen, wir sind trotzdem bei der Musik. Seid geduldig und vor allem ruhig. Ich möchte auf den Bank Ruhe haben. Rausfahren, hinsetzen , durchschnaufen. Und vermeidet Strafzeiten, das kostet nur unnötig Kraft. Auf allen Positionen möchte ich noch mehr Entschlossenheit im Zweikampf sehen, zeigt den Zuschauern dass wir eine Bande haben. Ansonsten muss ich ehrlich sagen, bin ich zufrieden. Weiter hinten so zusammenarbeiten, vorne auf die Nachschüsse konzentrieren, da müssen wir bereit sein.”

Im zweiten Drittel sollte es weiter ein intensives, überaus temporeiches Spiel bleiben.
Die Neckarinsel zwar weiter optisch überlegen, weil mit wenigen Pässen im Angriffsdrittel, aber die Fernsehturm-Kampfeinheit versteckte sich keineswegs, störte weiter die Esslinger Passwege erfolgreich und kam auch zu einigen guten Möglichkeiten mit Abschlüssen.
Der erfolgreichste Abschluss gelang Robin Morgenthaler in der 25. Minute mit einem Lauf von der eigenen blauen Linie. Kurz vor dem Ziel tunnelte er die Scheibe zwischen die Schoner von Goalie Jetter ins Tor zum 1:1 Ausgleich.
Was ist hier los? Zur Hälfte des Spiels steht es gegen Esslingen 1:1…? Unglaublich…

Dann kam die 33. Spielminute, Stuttgart in Unterzahl und ein Schlenzer von Esslingens Routinier Ulli Schweigert von der blauen Linie bahnte sich den Weg durch Freund und Feind zur erneuten Esslinger Führung (2:1).
Wieder ein Rückstand, dem es galt hinterherzulaufen.
Dann wurde es immer hektischer, denn Esslingen zog nun die Brechstange und kurz nacheinander einige Strafzeiten.

Während die ersten 2 Powerplays noch keine Folgen für die Reiser-Truppe hatte, gelang Stuttgarts #25 Armin Wörz 25 Sekunden vor der Pausensirene der vielumjubelte 2:2 Ausgleich als er einen Pass von Fabian Schneider von hinter dem Tor ins Gästegehäuse einschießen konnte.
Das Spiel wurde im Verlauf des Drittels immer hitziger, die Zweikampfszenen immer intensiver, der Lärmpegel auf den Wechselbänken und auf dem Eis immer lauter.
Esslingen, das immer gewohnt war, nach einem Torerfolg gegen Stuttgart ein, zwei Tore direkt nachzulegen und dann den Mannschaftbus in die Siegerstraße einbiegen zu lassen, musste erkennen, dass dies heute gar nicht so einfach war, im Gegenteil…

Coach Strieska, der sichtlich verärgert war, hatte für die ganze Entwicklung kein Verständnis.
“Bis auf das Ergebnis kotzt mich das Drittel an. Warum lassen wir uns immer durch Rumschreien, Beschweren und rumlabern aus dem Konzept bringen.
Nochmal: auf der Bank und auf dem Eis will ich Ruhe und Konzentration, haben das alle verstanden? Lasst die Emotionen weg, ich weiß dass das schwer fällt, ich bin auch ein emotionaler Spieler und weiß dass das nicht so einfach ist, aber dadurch verlieren wir den Fokus und wahrscheinlich in Folge dessen auch das Spiel. Also, schnelle Wechsel, hinsetzen, Maul halten.
Wir stehen so dicht vor einem Sieg. Wir müssen das aber in den Griff bekommen und zwar sofort. Lasst die anderen doch rumhacken, wir spielen Eishockey, alles andere ist unwichtig. Ich will dass wir uns nochmal 20 Minuten zusammenreißen und voll reinwerfen. Esslingen wird jetzt mit allen Mitteln versuchen uns zu überrumpeln, aber wir bleiben cool. Und Jungs, ganz ehrlich, habt doch Spaß, wir spielen ein geiles Spiel, es steht 2:2 und ihr werdet sehen, wenn ihr euch aufs Wesentliche konzentriert, werden wir die 3 Punkte heute einsacken….”

Im letzten Abschnitt blieb es weiter ein intensives Match.
Den Gästen war jetzt aber das Bemühen um die altbekannte sportliche Linie deutlich anzumerken, und in der 43. Spielminute gingen sie dann wieder mit 3:2 in Führung. Ein gutes Auge und starker Pass von Manu Geiger auf Nico Voigt und Stuttgart durfte zum dritten Mal einem Rückstand hinterher laufen.
Die Zwiebelstädter hatten jetzt kurzzeitig mehr vom Spiel, aber ohne Dominanz oder große Torgefahr auszustrahlen, denn Stuttgarts Abwehrverband war wie eine pass-adsorbierende Wand und vorallem Goalie Dominik Keller war wieder in bestechender Form.

Dann begann die Schlussphase, ein Finale das es in sich hatte, wie selten ein Landesliga-Schlussdrittel in der Eiswelt.
Alle Facetten die der Eishockeysport bietet komprimiert in ca. 12 Minuten.
In der 48. Minute verzieht Alex Hotz einen Schuss von der blauen Linie und Slava Kroter korrigiert die Flugrichtung des Projektils mit ausgestrecktem Schläger in Hüfthöhe in Richtung Esslinger Maschen- und wieder gelingt der Ausgleich 3:3.
Unglaublich, was für eine Moral, was für ein Kampfgeist !!!

Die Zuschauer und vor allem die zahlreichen Esslinger Supporter fahren die Fan-Temperaturen zum Siedepunkt hoch, denn das Spiel befindet sich jetzt in der entscheidenden Phase.
Dann ca. 50 Sekunden nach dem Ausgleich folgte eine Strafzeit gegen Esslingen wegen Spielverzögerung, und die 1b-Rebels mit der großen Chance in Führung zu gehen.
Aber leider blieb von den zahlreichen Torschüssen nichts auf der Anzeigentafel hängen…
Kaum waren die Gäste wieder komplett, hatte #81 Cedrick Scheibach in der 52. Minute die Führung auf dem Schläger als er allein vor dem Esslinger Keeper Jetter stand, aber das Spielgerät nicht über die Torlinie brachte.
Das Momentum lag jetzt auf Seiten der 1b-Rebellen. Esslingen stemmte sich leidenschaftlich dagegen und warf sich in die Rebellen-Schüsse, das sieht man auch nicht oft…
Dann nahm Coach Strieska eine Auszeit, und kurz danach in der 54. Minute die vielleicht umstrittenste Szene des ganzen Spiels als Slava Kroter auf Höhe der Esslinger Wechselbank mit der Schulter den Esslinger Nico Voigt Richtung Bande schubste, der vermeintliche Pfiff aber ausblieb und Robin Morgenthaler die Scheibe aufnimmt und mit einem strammen Schuss die erstmalige Rebellen-Führung zum 4:3 besorgte.
Die Esslinger Fan-Seele kochte…

Und die Spannung war fast nicht mehr auszuhalten, denn 4 Minuten vor Ende stand plötzlich Steffen Fink allein vor Stuttgarts letzter Bastion Dominik Keller…und scheiterte.
Mancher Fan hielt es nicht mehr aus, denn es folgte jetzt ein wahrer Schlagabtausch.
Jetzt nahm Esslingen eine Auszeit…
Und kaum war diese vorbei fuhr plötzlich Robin Morgenthaler alleine auf Jetter zu und hatte alle Optionen den Sack zuzumachen.
Aber auch hier sollte es nicht sein…dann 57 Sekunden vor Ende dann noch eine Strafzeit gegen Stuttgart.
Das darf doch nicht wahr sein, der Nacken tat einem bereits weh vom ständigen Spiel und Uhr beobachten, und jetzt auch noch das.
Aber, die Führung wurde in Unterzahl über die Ziellinie gebracht und die Sensation war perfekt:
Die 1b-Rebels, die bereits auf der letzten Rille daherkamen, erkämpfen sich 3 Punkte gegen den alten Rivalen von der Neckarinsel.
Als einzige 1b-Mannschaft dringt man mit dem tollen Erfolg in die Phalanx der Spitzengruppe der Landesliga Baden-Württemberg vor !

Fazit:
Den Besuch des Neckarderbys dürfte vielen noch lange in Erinnerung bleiben.
Es war zwar keine hochklassige Partie, bei weitem nicht, aber dafür eine, die die Zuschauer bestens unterhalten und mitgerissen hat.
Die Rebellen Minimal-Truppe hat das maximal Mögliche herausgeholt und den Gegner regelrecht dauerbeschäftigt, ja im Prinzip niedergekämpft.
Da fällt es schwer einen herauszuheben, denn es war letztlich eine geschlossene Teamleistung.
Jeder, auch bei denen es nicht so gelaufen ist wie gewünscht, jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und für diesen Erfolg geackert.
In solchen Spielen erkennt man den großen Teamspirit der 1b-Rebels, der übrigens auch danach in Stuttgarts Nachtwelt noch weiter ging.
Darüber gibt es aber keine genaueren Informationen, nur Spekulationen und Gerüchte….

Danke Männer für den klasse Abend/Nacht und am Dienstag wieder in alter Frische ins Training, denn das nächste Spiel ist am kommenden Samstag auswärts gegen die hochdotierten, starken Eisbären aus Balingen.

Die glorreichen 15:
Dominik Keller (Goalie), Timo Dombrowski, David Buhlick, Carlo Sala de Llobet,  Jonas Kleinebenne, Masa Komiyama, Armin Wörz, Gregor Michalik, Alexander Hotz,  Phillip Page, Viacheslav “Slava” Kroter,  Neel Groß, Fabian Schneider, Cedric Scheibach, Robin Morgenthaler

16.Min. 0:1 FINK S. (7) WIRTH L. (24) SCHÄFFLER P. (92)
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26.Min. 1:1  MORGENTHALER R. (86)
33.Min. 1:2  SCHWEIGERT U. (12) DICKOPF D. (77) [PP1]
40.Min. 2:2  WÖRZ A. (25) SCHNEIDER F. (77) KOMIYAMA M. (24) [PP1]
———————————————————————–
43.Min. 2:3 VOIGT N. (17) GEIGER M. (88)
48.Min. 3:3 KROTER V. (52) HOTZ A. (46)
54.Min. 4:3  MORGENTHALER R. (86) DOMBROWSKI T. (3)

Highlights vom Spiel auf Youtube:

Fotos: Miro Halbych

1b-Rebels vor Neckarderby

Nach den letzten drei erfolgreichen Wochenenden mit drei Siegen in Folge steht die Waldau-Truppe in der Eishockey-Landesliga vor einer echten Herausforderung – im Prinzip die Mutter aller Herausforderungen, das Prestige-Duell schlechthin: das Neckarderby steht an !

Mit der ESG Esslingen kommt am Samstag, 27.11. um 20 Uhr der aktuelle Tabellendritte auf die Waldau und möchte sich weiter im obersten Tabellensegment festnageln.
Somit ist ein Auswärtssieg wahrscheinlich fest eingeplant, denn bisher war es meist so, dass die spielstarken Gäste mit enormer Power und Technik die 3 Punkte aus der Eiswelt entführen konnten.
Aber, an dieser Stelle erinnert man sich auch immer wieder gerne an den unerwarteten 5:3 Heimsieg der 1b-Rebellen in der Saison 2017/18…

Der Kader um Coach Rio Reiser musste erstmals seit langem hochkarätige Abgänge hinnehmen, denn mit Michi Fink wechselte ein herausragender Spieler mit Zweitliga-Erfahrung das Trikot und spielt seit dieser Saison mit großem Erfolg für die Stuttgart Rebels in der Regionalliga Südwest.
Der andere Zugang aus der Zwiebelstadt heißt Robin Morgenthaler, ein Spieler mit Stuttgarter Stallgeruch, der auch durchaus Regionalliga-Format hat, aber die Trainer-Karriere im Nachwuchsbereich vorzieht und für das Stuttgarter Landesliga-Team aufläuft, was natürlich einen enormen Qualitätsgewinn darstellt.

Aber der Aderlass scheint die Gäste wenig zu beeindrucken, denn bisher gab es fast nur Siege, außer die deutliche 6:0 Niederlage zu Saisonbeginn in der Helios-Arena gegen die Übermannschaft aus Schwenningen.
In einem wahren Eishockeykrimi auf Landesliga-Spitzenniveau wurde der Verfolger Reutlingen in eigener Spielstätte mit 4:3 niedergekämpft. Beeindruckend !

Coach Reiser hat also wieder trotz allem ein Topteam geformt.
Während andere Mannschaften in der Vorbereitung noch behutsam Wald-Läufe absolvierten, flogen in Esslingen die Medizinbälle und LKW-Reifen durch die Gegend, dass so mancher Crack gerade noch so durch die Kabinentür passte.
Aber seine Spieler ziehen mit und zahlen das mit gutem, schnellen und kraftvollen Eishockey zurück.

Mit #7 Steffen Fink, #90 Keven Frank und #19 Lars Schmohl findet man auch gleich 3 Esslinger unter den ersten 4 in der Top10-Scorerliste, wobei Lars Schmohl sogar aktuell der Liga-Goalgetter mit 7 Treffern in 5 Spielen ist.

Für das Rebellen-Rudel gilt es, den Schwung aus den letzten Spielen mitzunehmen.
Mit einer couragierten Leistung und der Unterstützung der Fans im Rücken, wollen die Rebellen um jeden Zentimeter Eis kämpfen und sich am Ende wieder belohnen, auch wenn der Gegner übermächtig erscheint.
Dazu wird man aber ein perfektes Spiel abliefern müssen, und sollte man die Punkte in Stuttgart halten können, würde man kurzzeitig an den Esslingern vorbeiziehen, was im Prinzip nichts anderes als eine Sensation wäre…

Wir freuen uns auf das Spiel, denn mit Esslingen kommt eine Mannschaft mit einigen ehemaligen Stuttgarter Spielern, mit denen man auch noch heute in Kontakt steht, aber auch die jeweiligen Background-Teams kennen sich über Jahre.
Man kennt und schätzt sich gegenseitig, das werden auch 60 Minuten Rivalität auf dem Eis nicht ändern…

Samstag, 27.11.2021
Eiswelt Stuttgart
Bully 20 Uhr

Schiedsrichter:
Maximilian Bentz, Stephan Frölich

!!! BITTE BEACHTEN !!!
Bitte beachtet, dass gemäß der Corona-Verordnung bei den Rebels-Spielen aktuell die 2G+-Regelung greift.

Zutritt haben also nur geimpfte oder genesene Personen, die zusätzlich einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen müssen.
Für Kinder, Schüler etc. gelten die bekannten Ausnahmen.
Kümmert euch bitte daher vor dem Spielbesuch um einen Testnachweis und Ausweis zur Identifikation nicht vergessen!

Glanzloser Sieg gegen dezimierte Bisons

Die 1b-Rebels sind mit einem weiteren Erfolgserlebnis ins Wochenende gestartet.
Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Interimstrainer Ole Abendroth (anstelle des erkrankten Eric Strieska) gegen die Goldstädter deutlich mit 8:0 (4:0/3:0/1:0).
Der erneut stark aufspielende Cedric Scheibach traf dabei dreifach, wie überhaupt der Stuttgarter ASS-Sturmblock mit Allen, Scheibach und Schäuffele dem Gegner mächtig einheizte.
Denn überraschenderweise stand man nur 10+2 Pforzheimern gegenüber, die sich aber trotzallem mehr als wacker geschlagen haben.

Die Waldau-Cracks hatten den besseren Start und ihnen gehörte auch im Prinzip das erste Drittel, wobei man hinten raus unerklärlicherweise den Fuß vom Gaspedal nahm.
Gerade mal 2 Minuten waren gespielt als Stuttgarts #9 Schäuffele den Torreigen mit einer feinen Einzelleistung eröffnete als er 2 Pforzheimer Verteidiger mit dem Rücken zum Tor im Slot zu einem Tänzchen einlud und dann mit einer 180 Grad Drehung plötzlich allein in bester Schussposition vor dem Tor stand und den Hüter “tunnelte”.
Dann keine 60 Sekunden später das kuriose 2:0 als Stuttgarts Samurai Masa Komiyama die Scheibe in einer 2 Meter hohen “Bogenlampe” nach einem Pressschlag ca. 2 Meter links vor dem Pforzheimer Gehäuse über den Hüter bugsieren konnte.
Danach wurde weiter gegen den Bisons Abwehrwall gedrückt, die Gäste nur noch mit gelegentlichen Entlastungsaktionen, die aber meist harmlos verliefen.
Leistungsmäßig kamen die Fernsehturm-Kampfeinheit jetzt an das tolle Auswärtsspiel in Eppelheim heran und erarbeitete sich weitere gute Szenen im Angriffsdrittel.
In der 15. Minute war es dann erneut Cedric Scheibach der sich über links durchsetzen konnte, und seinen Lauf mit einem überlegten Torabschluss krönte (3:0).
Aber sein Torhunger war noch nicht gestillt…
Exakt 50 Sekunden später versenkte er das Hartgummi erneut als er den letzten Pforzheimer Verteidiger mit dem alte Trick: “Scheibe nach links, rechts vorbeilaufen” überlistete und plötzlich 1 auf 0 stand und lässig zum 4:0 (16.Min.) einnetzten konnte.

Dann flachte das Stuttgarter Spiel merklich ab – wie abgeschnitten…
Dieser Umstand wurde dann auch in der Drittelpause in der Kabine deutlich moniert.
“Wir haben 3 komplette Reihen, müssten denen einheizen und zwar richtig. Und was machen wir? Wir sind die letzten Minuten komplett eingeschlafen.
Was ist los ? Es soll keiner denken dass das 4:0 jetzt reicht und wir abschalten können.
Bewegt wieder eure Beine und spielt wieder Eishockey !”, so der sichtlich angefressene Coach Abendroth.

Im zweiten Abschnitt wurde es zwar ein wenig besser, aber die “schöpferische Pause” war immer noch latent vorhanden.
Das Spiel plätscherte so vor sich hin und man hatte irgendwie den Eindruck “das Stuttgarter Pferd springt nur so hoch wie es muss”, denn von den Bisons ging so gut wie keine Offensivgefahr aus.
In der 25. Minute dann ein Shot von der blauen Linie zum 5:0 von unserer #13 Carlo Sala de Llobet, der offenbar noch von Bryan Allen abgefälscht wurde, was aber letztlich auch nicht wichtig ist, Hauptsache das Runde liegt im Eckigen…

Ein weiterer Höhepunkt des überaus fairen, aber auch phasenweise langweiligen Spiels war die 32. Minute als es gleich zweimal innerhalb von 10 Sekunden im Bisons Fressnapf krachte.
Zunächst das 6:0 in Onetimer-Manier durch den Triple-Torschützen Scheibach nach einem exzellenten Pass mit toller Übersicht aus der linken Ecke von Flynn Schäuffele.
Dann folgte eine Premiere durch unsere #55 Neel Groß mit seinem ersten Treffer für das Landesligateam.
Ohne lange zu Überlegen, einfach mal einen verdeckt raushauen und schon ist es passiert-> 7:0 !!

Trotz der hohen Führung war Coach Abendroth immer noch auf 180.
“Was ist heute eigentlich los? An was liegt es? Wir beginnen gut, und lassen dann schlagartig wieder nach. Mich interessiert das Ergebnis nicht, sondern die Art und Weise wie wir uns da draußen präsentieren. Wir könnten hier und heute was für unsere Torstatistik tun, aber es kommt viel zu wenig. Spielt endlich richtiges Eishockey, spielt als Mannschaft. Das was ich bis jetzt gesehen habe ist das schlechteste Spiel von uns, ja, auch wenn wir 7:0 führen. Wenn wir so gegen Esslingen spielen werden wir aus der Halle geschossen…”

Nach dieser harten, aber durchaus nachvollziehbaren Analyse ging es dann ins letzte Drittel.
Im Prinzip änderte sich aber nicht wirklich viel.
Obwohl man wieder mehr nach vorne arbeitet und auch zu einigen Chancen und auch Abschlüssen kam, fehlte heute irgendwie das Feuer, das Adrenalin, das Engagement über die berühmten 100% hinaus und die Kampfstimmung insgesamt.

Die Pforzheimer Kufencracks unter Coach Hauert, die bei normalem Spielverlauf eigentlich konditionell tot gewesen wären, drehten jetzt ihrerseits plötzlich auf und gaben dem Spiel nun etwas Farbe.
Und wenn man sportlich ehrlich ist, hätten die Pforzheimer mindestens 1-2 Tore verdient gehabt, denn trotz der 2 Reihen gingen sie jetzt an die physische Grenze und fuhren plötzlich hochexplosive Angriffe.
Kurzzeitig gab es erheblichen traffic vor dem Rebellen-Gehäuse und Rebellen-Goaltender Dominik Keller musste seine Tasse Tee auf dem Gehäuse abstellen und wurde jetzt richtig gefordert.
Kurz vor dem Ende dann Auszeit Pforzheim.
Stuttgart in einfacher Unterzahl und Bison-Coach Toni Hauert wollte trotz des turmhohen Rückstands unbedingt den Ehrentreffer, nahm danach den Hüter vom Eis und setzte mit 6 gegen 4 Feldspieler alles auf eine Karte um das Minimalziel noch zu erreichen.
Dann verlieren die Bisons aber die Scheibe und Stuttgarts Kapitän Gregor Michalik platziert das Spielgerät mit einem Weitschuss von der roten Linie ins verwaiste Pforzheimer Gehäuse zum 8:0 Endstand.

Fazit:
Keine Frage, der Sieg ist mehr als verdient- auch in der Höhe.
Nicht spektakulär, aber dafür trotz allem solide, und 8 Tore müssen auch erstmal geschossen werden.
Die 1b-Rebels agierten sozusagen nach dem Wirtschaftsprinzip: mit wenig Mitteln das Maximum herausholen.
Es hätten aber auch noch mehr werden können, aber da war noch der junge, starke Pforzheimer Hüter Raphael Kühn, der trotz der 7 Tore die er kassiert hat, aus seinem Team deutlich herausragte und den Rebellen-Forwards das Leben erschwerte und deren Scheiben reihenweise wegfischte. Hut ab, junger Mann !
Und wenn wir gerade bei den Hütern sind:
Glückwunsch an unseren Goalie Dominik Keller zum Shutout !!!
Zum Schluß wünschen wir unserer #81 Cedric Scheibach heute in Freiburg viel Erfolg im Rebels Regionalliga-Team: hau rein !!!!

Weiter geht es am kommenden Samstag zur Primetime um 20 Uhr, dann treffen die 1b-Rebels auf das Spitzenteam ESG Esslingen.
Das Neckarderby steht an ….

Für Stuttgart spielten:
#29 KELLER Dominik (Goalie), #66 KELLER Maurice (Backup), #3 DOMBROWSKI Timo, #5 ALLEN Bryan, #9 SCHÄUFFELE Flynn, #13 SALA DE LLOBET,Carlo, #20 PROKES Marek, #22 CIEPLIK Louis, #24 KOMIYAMA Masa, #25 WÖRZ Armin, #43 MICHALIK Gregor, #50 PAGÉ Phillip, #52 KROTER ,Slava, #55 GROß Neel, #81 SCHEIBACH Cedric, #86 MORGENTHALER Robin, #93 SCHÄTZLE Leo