1b-Rebels kämpfen Rhinos nieder

 

In einem spannenden und gegen Ende hin dramatischen Spiel holen sich die 1b-Rebellen die volle Ausbeute und kehren mit einem hart erkämpften 6:7 (2:4/2:1/2:2) aus dem Badischen zurück.
Eigentlich schien es zunächst eine eindeutige Angelegenheit zu werden.
Eigentlich….denn allen Unkenrufen zum Trotz brachte Coach Eric Strieska 16+1 Cracks an den Start und daher war man auch guter Dinge, ohne aber den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dieser ging zwar schnell in Führung, aber nach einer kurzen Findungsphase brannte man ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab:
innerhalb von etwas mehr als 6 Minuten gelangen 4 Volltreffer und die Waldau-Boys hatten die Partie im Griff.
1:4 und gerade mal 10 Minuten gespielt !
Es folgten weitere Spitzen-Spielzüge und im Prinzip sehenswerte Aktionen, kurzum:
Es lief bestens, bis auf die Tatsache dass man jetzt immer mehr versuchte den Gegner zu düpieren und oftmals verhedderte man sich dabei in Einzelaktionen.
Aber die Gastgeber, die langsam immer besser ins Spiel fanden, zeigten Comeback-Qualitäten und kamen in der 17. Minute zum überraschenden 2:4.

In der Drittelpause zeigte sich Coach Stieska zwar nicht unzufrieden, aber monierte die aufkommende Lässigkeit:
“ Wir können gerne anfangen zu zaubern, aber nicht nach einer 4:1 Führung nach 10 Minuten im ersten Drittel, Leute das geht so nicht, wenn wir so weitermachen und die Abwehr weiter so vernachlässigen werden wir schnell Probleme bekommen. Es fallen dann 2-3 dumme Tore und schon haben wir den Gegner da, wo wir ihn nicht haben wollen.“

Im zweiten Abschnitt setzte man den Gastgebern zunächst weiter zu, hatte wieder besseren Zugriff, und kam dann in der 23. Minute folgerichtig durch Jonas Kleinebenne aus dem Gewühl vor dem Hügelsheimer Kasten zum verdienten 2:5.
Das Stuttgarter Schiff war wieder auf Kurs, wenngleich die Leichtigkeit des ersten Abschnitts dem Kampf Platz machte, denn die Nashörner verteidigten geschickt und so lief man ständig an, aber man fand letztlich nicht mehr so leicht die Lücken wie im ersten Drittel und hatte auch Mühe geordnet nach vorne zu arbeiten.

Selbst eine Vielzahl an Powerplay-Situationen konnte die Fernsehturm-Truppe nicht gewinnbringend umsetzen, im Gegenteil: ein böser Abwehrpatzer verhalf den Rhinos zum überraschenden 3:5-Shorthander und kurz vor Drittelende sogar noch das 4:5, und der Spielverlauf drohte ohne Not zu kippen.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Stuttgarts Goalie Dominik Keller plagte sich seit Mitte des Spiels immer mehr mit einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung (Adduktoren), die ihm derart zusetzte, dass er nur noch unter Schmerzen die Scheiben wegschieben konnte, was natürlich den Gastgebern auch aufgefallen ist, und diese versuchten das zu nutzen, indem aus allen Lagen gefeuert wurde, aber die letzte Bastion hielt den Laden weiterhin dicht…

Die Drittelansage des Stuttgarter Übungsleiters soll hier nur in einem Satz komprimiert wiedergegeben werden:“ Männer, mich kotzt das heute richtig an, wenn wir dieses Spiel verlieren nehme ich das persönlich !“

Trotz Anraten der Sanitäter das Spiel abzubrechen, um die Verletzung zu behandeln, blieb Dominik Keller weiter im Tor, und half so das Spiel zu Ende zu bringen.
Ein Spiel, das von nun an einem wahren Krimi glich und die Nerven aller aufs Äußerste strapazierte….

Stuttgart legte jetzt noch ein Brikett nach, rackerte, kämpfte und in der 47. Minute gelang Cedric Scheibach endlich das nervenschonende 4:6 durch den alten Bauerntrick, aber gleich nach dem Bully überrumpelten die Rhinos die Rebellenabwehr, zogen vor Dominik Keller und drückten das Hartgummi im Nachschuss hinter die Linie.
Dann 3 Minuten später der Supergau, als man wieder in Überzahl war und dem besten Hügelsheimer Jan Snajdr die Scheibe überlies und der in einer starken Einzelaktion zum nie und nimmer erwarteten 6:6 einnetzen konnte.
Wahnsinn !
Stuttgarts Teammanager Gerd Schneider tigerte hin und her. Wild gestikulierend hielt es ihn nicht mehr an der Bande…reine Nervensache…
Selbst als Cedric Scheibach aus dem Slot halb fallend die 6:7-Führung gelang, wirkte sich das nur bedingt blutdrucksenkend aus, denn es waren noch 8 Minuten zu spielen und Goalie Keller war dermaßen angeschlagen, dass er oft gar nicht mehr aufstehen konnte.
Die Erlösung brachte dann die Schlußsirene, und alle stürmten zu ihrem Goalie: er hat heute seinem Team zum Sieg verholfen…

Fazit:
Jungs, das dürft ihr mit den alten Männern im Background-Team nicht oft machen.
Das Spiel hat uns mit Sicherheit wertvolle Lebenszeit gekostet…. 😉
Aber, unfassbar wie dieses Spiel so enden kann, und bei allem Respekt vor der Hügelsheimer Leistung, die Aufgabe hätte man mit Sicherheit in ruhigere Bahnen lenken können, ja eigentlich müssen.
Glückwunsch an die Mannschaft, wir sind tabellenmäßig immer noch bei der Musik !!!
Das nächste Spiel ist am Samstag 05.02.2022 um 11:30 Uhr in Zweibrücken.

Für Stuttgart spielten:
Dominik Keller (Goalie), Daniel Keller, Timo Dombrowski, Artur Glanz, Marek Prokes, Neil Witthoeft, Gregor Michalik, Armin Wörz, Jonas Kleinebenne, Hendrik Pohlmann, Philipp Page, Flynn Schäuffele, Fabian Schneider, Cedric Scheibach, Slava Kroter, Leo Schätzle, Masaru Komiyama